Einmal mit Profis

Gestern habe ich einen Brief an die Krankenkasse in den Postkasten geworfen. Vorne drauf die Adresse der Krankenkasse, hinten meine. Heute ist der Brief dann wieder in meinem Briefkasten aufgetaucht. Auf der Rückseite gestempelt, nicht auf der Briefmarke. m(

Bei Piratens steppt der Bär

Die letzte Woche war eine ganz schlechte Woche. Zum einen, weil das Leistungsschutzrecht und eine Änderung der Bestandsdatenerfassung verabschiedet wurden. Ich darf also eigentlich auf diesem Blog nicht einmal mehr Überschriften eines Onlineportals zitieren, ohne dafür zahlen zu müssen.
Zum anderen, weil die Piratenpartei NRW gerade wohl ihre schlimmste Zeit seit Gründung durchmacht. Nach all den kleinen Gartentörchen, die sie Gates nennen, kommt nun das Tor der Tore. Ein Gutachten zur Korrektheit der Aufstellungsversammlung wurde vom Landesvorstand zurückgehalten. Alles fing damit an, dass der Landesvorstand nicht rechtzeitig zu eben diese Aufstellungsversammlung eingeladen hatte. Es gab wüste Diskussionen, was nun zu tun sei und wie es dann so lief beauftragte der Landesvorstand einen Gutachter. Der erstellte ein Gutachten, dass nicht dem entsprach, was der Landesvorstand sich erhofft hatte. Daraufhin hat sich der Landesvorstand entschieden das Gutachten in der Schublade verschwinden zu lassen. Wait. What? Bei den Piraten? Ja, bei den Piraten. In die nicht ganz so transparente Schublade. Und nun kann man mal raten, wann das Ding da wieder rauskam…. geeeeenau, nach der Anfechtungsfrist. Der Witz, dass der Typ, der die Einladung verkackt hat, das Gutachten nicht gut fand (haha!) und die Aufstellungsversammlung so durchgezogen hat. Auf dieser Versammlung hat er sich auch auf die Landesliste wählen lassen. Auf Platz 10. Schon das ist ein Witz gewesen, denn der Gute hatte sich vorher nicht den Befragungen (Grillen) der Basis gestellt und war auch Verfechter, dass eine Aufstellungsversammlung der Piraten kein Internet braucht. Dafür hatte er verbal Schelte bekommen, aber es dann trotzdem eben so hoch auf die Liste geschafft.

Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen und was macht der Vorstand? Kopf -> Sand
Was macht die Basis? Kopf -> Tisch

Im Mumble, bei Twitter und auf den Mailinglisten diskutierten und therapierten die Piraten miteinander, denn Vertrauensverlust trifft den aktuellen Zustand nicht. Es ist mehr so eine Art Verlust der Ideale. Wir stehen vor einem Wahlkampf und statt motiviert in den selbigen zu starten, sitzen wir in der Ecke und lecken unsere Wunden.

Ein Hoch auf die Gesundheit!

Vielleicht hilft das ja.

Seit letzter Woche Sonntag schlage ich mich mit einer Erkältung samt Mandelentzündung herum. Montag bin ich dann auch brav zum Dok gegangen. Nein halt. Nicht zum Dok, sondern zu seiner Vertretung. Kurz untersucht und siehe da: Mandelentzündung. Klares Mittel dagegen: Antibiotikum. Das Mittelchen kannte ich auch schon, hatte ich es doch schon einmal bei einer Erkältung bekommen. Das sollte helfen, naja oder eben auch nicht. Denn egal was ich machte, mir ging es immer schlechter. Fieber und Co ließen sich nicht lange bitten. Also bin ich am Mittwoch wieder hin… „Die Antibiose wirkt erst nach 3-4 Tagen“ – Aha, dachte ich mir, irgendwie hatte ich das Zeugs anders in Erinnerung, aber gut, ich bekam noch etwas fiebersenkendes und machte mich auf den Heimweg. Das unter dieser Medikamentierung aus der Mandelentzündung eine eitrige Mandelentzündung wurde, war der Ärztin relativ gleich. Das Osterwochenende sorgte dann auch gleich für 4 praxisfreie Tage.

Gerade komme ich von meinem Hausarzt wieder. Ich habe ein anderes Antibiotikum verschrieben bekommen. Das andere scheint ja nicht gewirkt zu haben. Ach ne?! Das wundert mich jetzt aber! Und der Brüller ist, dass die neuen Tabletten wesentlich kleiner sind als die, die ich mit der eitrigen Mandelentzündung runterkriegen musste.

Mal ernsthaft, wenn ich mir meine Medikamente selbst verschreiben könnte, dann würde das erstens die Kassen weniger Geld kosten und zweitens hätte ich von vorneherein das passende Medikament genommen, aber nööööööö ich darf ja nicht.