Der verrückte Professor

Heute war ich kurz im Büro und auf dem Weg hinaus traf ich ihn: Den verrückten Professor. Ob er wirklich verrückt ist, weiß ich nicht, aber er hat mir in den Jahren schon diverse Geschichten erzählt. Ganz klar handelt es sich aber um einen Anhänger der abstrusesten Verschwörungstheorien. Ich weiß gar nicht mehr womit es begann, aber auf jeden Fall ist jede Geschichte einzigartig. Ich mag also demnächst ein paar dieser Geschichten hier publizieren. Nun also die von heute…

Ihr habt sicherlich von dem Flugzeugabsturz etwas mitbekommen. Dieser Absturz beschäftigt den verrückten Professor, speziell die Idee, ob denn wirklich die Wahrheit über den Absturz ans Licht kommen würde. Militärische und mittlerweile auch zivile Flugzeuge hätten einen roten Knopf, der automatisch ein Mayday senden würde. Dieser wurde nicht gedrückt. Was ist also geschehen? Außerdem wäre das Flugzeug falsch geflogen. Es hätte entlang der Küste fliegen müssen. Ähm, ja, alles sehr mysteriös. Soweit hätte ich ja noch folgen können. Dann aber kam er auf die Trauenden zu sprechen. Diese hätten nun eine schwere Zeit. Auch noch nachvollziehbar. Nun kommt’s aber, er hätte damals auch seine Frau verloren. Diese sei bei einem Einsatz abgeschossen worden. Hierzu müsst ihr wissen, dass der Herr Professor ein Tausendsasser ist. Das werdet ihr in den nächsten posts noch feststellen.

Weniger Angst, mehr Informationen

Verneigt euch vor Ranga Yogeshwar! Nicht nur, weil er uns immer wieder zeigt, dass Naturwissenschaften echt cool sind, sondern weil er auch so ein verdammt heller Kopf ist. Aufklärung hört halt nicht beim Fachgebiet auf.

In nur 2,5 Monaten von Sparkurs zu Erfolgsprämien

Hut ab! Die Bahn zeigt wieder, wie man es macht. Am 30.12.2014 teilen die Manager der Presse und den Mitarbeitern noch mit, dass es schlecht ausschaut und gespart werden muss und schon 2,5 Monate später geben sich die hohen Herren fette Prämien. Wieder einmal ein typischer Fall von Hals-nicht-voll-genug-kriegen.

Die Welt – Bahn-Vorstand bereitet Mitarbeiter auf Sparkurs vor

Handelsblatt – Bahn-Vorstände verdoppeln ihre Erfolgsprämien

Was machen die eigentlich im Internet?

Netflix ist beleidigt. Zahlende Kunden auf der ganzen Welt wollen an die Inhalte des amerikanischen Netflix und mieten sich dort ein. Weil das aber nicht genwünscht ist, versucht man dies anhand der IPs zu unterbinden. Wer nicht aus den US kommt, der hat auch nicht US Netflix zu schauen! Nur sind die Leute nicht doof. Mittels VPN ist es recht einfach eine IP Adresse aus den USA zu bekommen. Wir befinden uns immerhin im Internet. Einem internationalen Netzwerk. Hier kann man sich mit eben technischen, legalen Möglichkeiten mit der passenden IP versorgen. Also fängt man nun an entsprechende IPs zu blocken. Ich bin gespannt wieviele zahlende Kunde das treffen wird, und wie diese deas Problem lösen werden. Mein Tipp lautet, dass sie sich für einen geringeren Beitrag an einen der Linkanbieter und Downloadmanager entscheiden. Und so passiert, was passieren muss. Die Contentmafia treibt legal zahlende Menschen in die Illegalität. Schönes System haben wir da.

Netflix zieht in den Kampf gegen VPN Piraten

Aufräumen kann manchmal sinnvoll sein

Facebook-Freunde sind häufig keine richtigen Freunde, dass wissen wir ja eigentlich schon und können damit umgehen. Gelegentlich hat man aber auch Typen darunter, wo es sich lohnt darüber nachzudenken, ob man diese Leute wirklich kennen mag. Durch den aktuell wieder salonfähig gewordenen Rassismus fallen auch in meiner Timeline Leute auf, die eine Gesinnung haben, die ich nichtmals unterm Schuh kleben haben möchte. In einem speziellen Fall wurde ich gezielt darauf angesprochen, ob ich mich denn bereits damit auseinandergesetzt hätte, dass Moslems in Skandinavien massenweise Frauen vergewaltigen. Nach einer kurzen Diskussion, ob mit „ungewollt westliche Frauen in öffentlichen Zügen ‚beglückt'“ wirklich DAS gemeint war, und daraufhin mir Links auf Webseiten mit massiv rassistischen Scheiss geschickt wurde, habe ich mich entschieden die Person aus dem Freundeskreis zu entfernen. Dazu gab es dann noch eine Diskussion über private Nachrichten und die Sache schien gegessen.

Nun hat mich besagte Person heute erneut kontaktiert. Der Inhalt der Nachricht stellt sich wie folgt dar:

Es wird Deine Meinung vermutlich nicht grundlegend ändern. Jedoch hiulft es Dir vielleicht, Deine aktuelle Position zu überdenken.

Gemeint war ein Video von einer Schwedin, die ihr Land zurück haben wollte. Das Video werde ich nicht verlinken. Es ist einfach zu widerwärtig. Und etwas ähnliches habe ich dann dem Sender auch geantwortet.

Sorry, aber bleib mir mit dieser Scheiße vom Hals. Das ist Hass. Fremdenhass. Ich lebe in einem Gebiet, das seit mehr als 100 Jahren für Zuwanderung bekannt ist. Ich bin mit Türken, Polen, Russen und Spaniern aufgewachsen. Ja, es gibt Probleme, aber du driftest in einen Bereich ab, der einfach Blödsinn ist und ich werde mich in diese Richtung nicht ziehen lassen.

Die Antwort darauf ist dann einen Facepalm wert:

Liebe S.,
ich möchte Dich bitten, mich hier bei FB zu blocken. Grund für meine Bitte ist die, dass ich Deine in der Diskussion zu Tage getretene Gesinnung als menschenverachtend empfinde und Deine Weigerung, sich mit Tatsachen zu beschäftigen, als beschämend für wissenschaftliche Geister.
Ich möchte nichts mit Menschen zu tun haben, die massenhafte, systematische, vermeidbare Gewaltverbrechen gegenüber Frauen ignorieren und tolerieren, sobald diese Verbrechen von klar zu benennenden Teilgruppen verübt werden. Denn diese Ignoranz, die vermutlich geschuldet ist dem Wunsch, die eigene Ideologie nicht zu sehr ins Wanken zu bringen, ist mitverantwortlich für diese Verbrechen.

Und verständlicherweise möchte ich nichts mit ideologisch geleiteten Frauenhassern(innen) zu tun haben. Diesen Eindruck habe ich jedoch von Dir, durch Deine Apathie dem Leid der Vergewaltigungsopfer gegenüber, leider gewinnen müssen.

Du hattest genug Zeit, Deine Position zu erläutern. Jedoch hast Du es nicht getan. Daher muss ich davon ausgehen, dass sich an Deiner Einstellung inzwischen nichts geändert hat und kein Lernprozess stattfand.
Es mag sein, dass ich hiermit falsch liege. Dann muss ich mich natürlich (von ganzem Herzen) für meine deutlichen Worte entschuldigen.
Aber ich lege inzwischen keinen Wert mehr auf eine Korrektur des durch Dich selber vermittelten Bildes.

Darum bitte ich Dich insbesondere, hierauf auch nicht zu antworten.
Ich werde eine etwaige Antwort ungelesen löschen.
Wie gesagt – bitte einfach blockieren. Danke.

Ich denke mal meine Antwort hat ihn ausreichend getroffen.

Ein schwerer Tag voller Schwermut

Dieser Artikel wird einem Tagebucheintrag gleichen, aber ich muss es einfach irgendwo hinschreiben. Also wundert euch nicht.

Heute war ein emotional schwerer Tag für mich. Jahresabschluss in der Bezirksvertretung. Wichtige Dinge wurden besprochen. In einer längeren Erklärung eines Verwaltungsmitarbeiters habe ich mich dabei wieder ertappt. Wieder ging ich die Frage durch, die ich mir seit einem halben Jahr stelle. Warum? Warum mache ich das? Warum sitze ich dort? Nun heute war die Antwort, wie so oft zuvor eine traurige. Ich sitze dort, weil einer fehlt. Nicht irgendeiner, sondern einer von den Guten. Nach einem Jahr kann ich es immer noch nicht fassen. Er ist nicht mehr da. Nicht einfach weg von den Piraten oder weg von der Politik, sondern ganz weg. Ein wundervoller Mensch.

Das Einzige, was bleibt, ist die Erinnerung. Und deshalb werde ich mich nun hinsetzen und mich ein wenig in der Musik verlieren. Ich mag euch ein Stück mit auf den Weg nehmen. Der folgende Song ist einer meiner Lieblingssongs der Serie Sons of Anarchy.

Seburro hat diese Serie und auch die Songs sehr gemocht. Mir hatte er mal verraten, dass es den zweiten Song sehr gerne hörte. Aber schaut und vor allem hört selbst.

Der kleine Mann und der Moloch

Ich möchte euch eine kleine Geschichte erzählen, die sich vielleicht tatsächlich zugetragen hat.

Es war einmal ein kleiner Mann, der arbeitete Tag ein, Tag aus, für sein Unternehmen. Nein, nicht sein Unternehmen, sondern für ein großes, daxdotiertes Unternehmen. Aber wenn er so seine Arbeit machte, dann hätte man meinen können, dass ihm wirklich etwas an diesem Unternehmen liegt. Morgens erschien es pünktlich, setzte sich an seinen Schreibtisch und begann mit seinem Tagwerk. Seine Pause verbrachte er mit seinen Kolleginnen und Kollegen in der Kantine. Manchmal gab es Probleme in der Firma. Probleme und Aufgaben, die nicht in der normalen Arbeitszeit zu erledigen waren. Bei solchen Problemen, ja da war er sogar am Wochenende oder in der Urlaubszeit im Büro. Alles damit der Unternehmung kein Schaden entsteht. Zusätzliche Leistungen gab es dafür nicht, aber das machte ihm auch nicht so viel aus.

Dann kam der Tag. Nach 25 Jahren in der Firma zog er seinen Hut. Er hatte das Rentenalter erreicht. Kein Vorstand kam und verabschiedete sich von ihm, wie es andersrum Brauch war. Er ging also seinen letzten Gang zur Stechuhr. Danach ging er zur Teamleiterin, um ihr die Mitarbeiterkarte zu geben und sich somit ein letztes Mal zu verabschieden. Beim Verlassen des Firmengeländes vielleicht noch ein Seufzen, wie wir es wohl alle tun würden. Ein weiteres Kapitel im Leben eines Menschens ist abgeschlossen. Aber NEIN! Weit gefehlt. Das sollte noch nicht alles sein. Die Firma meldete sich ein weiteres Mal bei ihm. Nein, nicht mit einem Blumenstrauß. Auch nicht mit einem Händedruck. Mit einer Mahnung. Er hatte seine Monatsarbeitszeit nicht vollständig geleistet und sollte zeitnah ca. 2,50€ an die Firma überweisen.

In diesem Moment wurde ihm ganz klar: Drecksladen!