Dateiverschlüsselung

Für Anfänger ist es wohl ratsam sich zunächst mit dem Programm wie Truecrypt zu beginnen, denn dieses bietet verschiedene Möglichkeiten der Dateiverschlüsselung, sowie diverse Anleitungen um die richtigen Einstellungen zu finden.
Ich möchte hier zunächst die einfache Variante ‚Dateicontainer‘ vorstellen. Hierbei handelt es sich im Prinzip um eine Art Ordner mit fester Größe, in den Dateien eingelagert werden können. Diese Methode eignet sich beispielsweise sehr gut dafür private Daten vor den Blicken anderer zu verbergen.

Beschaffung von TrueCrypt und Installation:
Eine relativ sichere Möglichkeit, um an freie Software zu kommen, ist der Downloadbereich von Chip.de, so auch für TrueCrypt.

Die heruntergeladene Datei ist bereits eine .exe und somit direkt auf Windowssystemen ausführbar. Wer sich die Anleitung auf dieser Seite sparen möchte, kann nun auch dem Tutorial von TrueCrypt folgen. Ich mache trotzdem weiter.

Zunächst sollte klar sein, auf welchem Datenträger der verschlüsselte Container erstellt werden soll. Hierzu eignen sich auch hervorragend USB-Sticks. Je nach gewünschter Größe des Containers sollte der USB-Stick den entsprechenden Platz bieten. Das Programm zeigt dies jedoch auch an.

Nach dem Starten des Programm geht es auch schon ans Eingemachte. Wir wählen ‚Create Volume‘ aus, um einen Bereich auf der Festplatte oder dem USB-Stick zu verschlüsseln.

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Zum Verschlüsseln eines Containers, also einer Art Ordner-Datei, wählen wir die obere Möglichkeit aus. Die anderen beiden Möglichkeiten sind die Verschlüsselung einer kompletten Partition und die Verschlüsselung einer Systempartition. Letztere schützt das gesamte Windowssystem, sollte jemand unbefugt an den Rechner gelangen. Gerade bei Notebooks, die auch schonmal außerhalb der eigenen vier Wände genutzt werden, kann dies von Vorteil sein.

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Nun müssen wir uns entscheiden, ob wir einen sichtbaren Container erstellen, oder einen Versteckten. Ich empfehle ungeübten Nutzern zunächst die einfache Standard-Variante zu wählen. Zu versteckten Containern gibt es im Internet zahlreiche Anleitungen.

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Nun müssen wir schauen, wo wir den Container erstellen wollen.

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Ist die Partition gefunden, in der der Container gespeichert werden soll, gilt es nun dem Kind einen Namen zu geben und ihn mit der richtigen Dateiendung zu versehen.

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Das sollte dann abschließend so ausschauen.

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Jetzt kommen wir zum Verschlüsselungsteil. Wichtig ist es hier die richtigen Verschlüsselungsalgorithmen auszusuchen. TrueCrypt hat hier als Standard AES in Verbindung mit RIPEMD-160 eingestellt und das ist auch bisher ausreichend. Die Einstellungen sollten jedoch überprüft werden.

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Nun geht es um die Größe des Containers. Diese ist fest und lässt sich hinterher nicht mehr verändern. Einzige Möglichkeit ist dann die Erstellung eines neuen Containers.

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Bald ist es geschafft. Das Passwort muss nun ausgewählt werden. Gegebenenfalls auch eine Bild-Datei als Schlüsseldatei hinterlegt werden. Dies ist sicherer, solange die Datei nicht verändert wird. Aber ein gutes Passwort dürfte momentan noch ausreichend sein. Hilfestellung zum Finden eines guten Passworts gibt es auch auf der Seite „Passwortsicherheit“.

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Nun geht es darum, ob im Container auch Dateien gespeichert werden sollen, die größer als 4 GB sind. Hierzu wird dann das Dateisystem entsprechend konfiguriert.

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Nun noch der letzte Schritt. Es besteht erneut die Möglichkeit sich für ein Dateisystem mit kleinen oder großen Dateien zu entscheiden. NTFS steht hier für größere Dateien als 4 GB, FAT für Kleinere. Außerdem gilt es jetzt einen wahllosen Schlüssel für die Verschlüsselung zu generieren. Dafür einfach mit dem Mauszeiger wild über die Anwendung fahren. Je länger, desto sicherer. Allerdings sollten einige Sekunden ausreichen. Nun noch die Formatierung bestätigen und schon kann die Verschlüsselung beginnen.

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Dieser Vorgang kann je nach Größe des Containers und Schnelligkeit des Rechners Minuten bis Stunden dauern. TrueCrypt meldet, wenn die Verschlüsselung abgeschlossen ist.

WIE ÖFFNE ICH DEN CONTAINER NUN?

Dies funktioniert ebenfalls mit TrueCrypt. Und zwar befinden wir uns wieder in der Anfangsphase, nur dieses Mal wollen wir kein Volumen erstellen, sondern es einbinden. Dieser Vorgang wird ‚Mount‘ oder mounten genannt. Nun gilt es sich für einen Laufwerksbuchstaben zu entscheiden, der später den Container wie eine Festplatte anzeigt. Wir haben hier Z: gewählt, da es sehr unwahrscheinlich ist, dass dieser Laufwerksbuchstabe schon belegt ist. Anschließend geben wir den Pfad zum Container ein oder suchen ihn über ‚Select File‘. Abschließend auf den ‚Mount‘ Knopf drücken.

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Nun erscheint unter Arbeitsplatz oder Computer Laufwerk Z:. Hier können nun Daten gespeichert werden. Wird der Container nicht mehr genutzt, sprich alle Daten sind ausgetauscht kann man in TrueCrypt auf ‚Dismount‘ klicken oder einfach bis zum nächsten Herunterfahren oder den nächsten Neustart warten.

Ich hoffe diese Anleitung hilft weiter. Für Fragen und Anregungen bin ich natürlich offen.

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