Passwortsicherheit

Wir kennen sie alle, die kleinen Zahlen- und Buchstabenfolgen mit denen wir versuchen unsere Accounts vor unbefugten Blicken zu schützen. Seien es leicht zu merkende Passörter wie Geburtsdaten oder komplexe wie der Titel unserer Lieblingsserie, es läuft meist auf dasselbe hinaus: Die Passwörter sind nicht sonderlich schwer zu erraten! Besonders dann nicht, wenn ein Computer nicht einmal raten muss, sondern in geringer Zeit eine Vielzahl von Möglichkeiten ausprobieren kann. Ein solches Ausprobieren nennt man in der Fachsprache Bruteforce, also ‚rohe Gewalt‘. Hierbei werden einfach vorgegebene Möglichkeiten in irrsinniger Geschwindigkeit ausprobiert. Die Vorgaben stützen sich dabei meist auf Lexika-Einträgen oder Zahlenkombinationen.

Aber wie schaut denn ein gutes Passwort aus?

Nun ja, bei der Auswahl eines guten Passwortes sollten ein paar Dinge berücksichtigt werden:

  • Passwortlänge
    Viele Passwörter haben eine Länge von 6-8 Zeichen. Diese gelten somit als relativ unsicher. Bei Passwörtern mit einer Länge von 14 und mehr Zeichen schaut es dann schon anders aus. Denn mit jedem weiteren Zeichen erhöht sich die Sicherheit enorm. Dabei darf man jedoch nicht vergessen, dass das Passwort auch praktikabel sein muss, d.h. keine Blasen an den Fingern beim Eintippen und auch keine Kopfschmerzen.
  • Passwortzeichen
    Sehr wichtig ist auch die Auswahl der Zeichen aus denen das Passwort besteht. Ein gutes Passwort ist eine Mischung aus Kleinbuchstaben, Großbuchstaben, Zahlen und auch Zeichen. Sehr gut sind auch Sonderzeichen, jedoch können diese Probleme verursachen, da nicht jedes Programm in jeder Sprache über denselben Zeichensatz verfügen.
    Oft wird auch das sogenannte Leetspeak genutzt, d.h. manche Buchstaben werden durch Zeichen und Zahlen, auch in Kombination ersetzt. Leetspeak
  • Merkbarkeit
    Ein Passwort soll also kein Datum und auch kein Wort aus einem Wörterbuch sein? Wie soll ich mir das denn dann merken? Tja, hierzu gibt es ein paar Techniken. Eine sehr effektive Möglichkeit ist die Erstellung eigener Regeln, wie man ein Passwort zusammensetzt. Hierbei kann man sich ruhig an Namen, Daten oder Songtiteln orientieren, jedoch gilt es diese nie in Reinschrift zu nutzen

Setzen wir das doch einmal am Beispiel zweier berühmter Buchtitel (1984 und Das Leben der Anderen) um. Hieraus ein Passwort zu entwickeln ist recht einfach:

    1. Wir lösen uns von den getrennten Titeln und mischen den ersten Titel in den des Zweiten. Etwa so

1Das9Leben8Des4Anderen

    1. Nun ersetzen wir die e durch 3, dem Leet-Äquivalent zum E

1Das9L3b3n8D3r4And3r3n

    1. Als Nächstes tauschen wie die 1 durch ein ! aus und das S durch ein $

!Da$9L3b3n8D3r4And3r3n

Einfach einmal ausprobieren. Aber vielleicht besser auf einem Zettel mit einem Stift, denn man weiss ja nie, wer auf dem Computer alles mitliest.

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