Pack das Picknick in den Tank!

Dürren, Nahrungsmittelknappheit und schon hat man eine Hungerkatastrophe. Nicht vor der eigenen Haustür, aber trotzdem nicht schön so etwas im Hinterkopf zu haben, wenn man sich morgens auf dem Weg zur Arbeit mit vollem Magen hinters Steuer schwingt. Aber was soll man auch machen? E10, der Wundersprit, ist nun mal von der EU vorgeschrieben. Ob nun E5 oder E10, dass macht nicht sehr viel. Für den Einzelnen in eben diesen Hungergebieten kann das aber schon das Überleben bedeuten. Rohöl kann man nicht essen. Die Rohstoffe für unseren Biosprit schon.

Zuckerrohr, Mais und Raps sind die Pflanzen der Wahl, und so geschieht es, dass immer mehr Nutzflächen, auch in armen Ländern, mit diesen Pflanzen bestückt werden. Die Ernte geht dann an die weiterverarbeitenden Betriebe, wie eben Raffinerien. Wenn nicht genug Nutzfläche vorhanden ist, dann wird auch mal ein wenig Wald gerodet, um Platz zu schaffen. Diese Nutzfläche wäre oft für den herkömmlichen Anbau dieser Pflanzen ausreichend, um eben den Hunger der Bevölkerung zu decken. Nun ergibt sich aber eine andere Situation. Die Bauern fangen an ihre Ernte lieber an die Raffinerien weiterzuverkaufen, anstatt es an die Bevölkerung zu geben. Nahrungsmittelpreise steigen stärker. Hunger kommt auf.

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