Aber das geht doch nicht!

Die Stadt Bochum sucht, wie viele andere Gemeinden auch, verzweifelt nach Plätzen, an denen Flüchtlinge untergebracht werden können. Grund hierfür ist, dass man die aktuelle Situation, trotz Warnungen von Verbänden und Parteien, nicht hat kommen sehen und nachdem man nach der ‚Flüchtlingsschwemme‘ der 90er die meisten Flüchtlingsheime geschlossen und oftmals abgerissen hat. Die wenigen Stellen, die übrigblieben sind mittlerweile hoffnungslos überfüllt. Hinzukommt, dass die Verteilung der Flüchtlinge nach dem Königsteiner Schlüssel bis auf die Bezirksebene reichen sollte, und manche Bezirke sich bisher vornehm mit der Aufnahme von Flüchtlingen zurückgehalten haben. Größtes Negativbeispiel ist hier der Bezirk Mitte, aber auch hier soll Abhilfe geschaffen werden. Nur wie? Häuserbau kommt kaum infrage und auch das Anmieten von Objekten ist eher schwierig. Also geht man über zur Errichtung von Containerdörfern, auch wenn man genau weiß, dass dies nicht die beste Unterbringungsmöglichkeit bietet. Aber auch für diese Containerdörfer ist die Platzauswahl nicht so einfach, denn im Laufe der Jahre hat die Stadt diverse Grundstücke zugunsten des Haushalts verkauft und so ist nun guter Rat teuer. Aktuell scheint das Vorhaben in Weitmar Flüchtlinge auf einem Gelände neben dem kommunalen Friedhof unterzubringen äußerst makaber, aber auch dies hat in Bochum Tradition. Schon in den 90ern wurden in Laer die Flüchtlinge in einem Containerdorf etwas abseits des Stadtteils nahe des Hauptfriedhofs untergebracht.

DerWesten.de – Stadt Bochum plant Container für Flüchtlinge auf Friedhof