AfD droht mit Klage gegen Jugendorganisation der Piraten

Die Alternative für Deutschland, oder auch Alternative für Deppen, wie ich die anfangs einmal nannte, drohen angeblich die Jugendorganisation der Piratenpartei zu verklagen, weil die sie auf einem Flyer als rechts bezeichnete. Der taz Bericht dazu beginnt schon großartig!

Die rechtskonservative Partei Alternative für Deutschland (AfD) geht mit juristischen Mitteln gegen die Jungen Piraten vor.

Sollen sie kommen. Die Pledge ist ein Selbstläufer.

Hier noch der Link zum Flyer der Jupis

Persönliche Kleinkriege deluxe

Auch gerne mal öffentlich. Das ist das, was mich manchmal an den Piraten abschreckt. Man sagt etwas und dann wird das von Menschen und Piraten auseinandergepflückt, verwuschtelt und dann wieder ausgekotzt. Kurze Zeit später findet man sich an einem Pranger wieder und wird von allen Seiten beworfen. Frei nach dem Motto: „Da! Die da! Alle auf sie mit Gebrüll!“ Alleine, dass ich hier nun schreibe, bringt mich in die Gefahr, dass genau das mit mir passiert. Dabei will ich eigentlich nur eines: Das Menschen wieder mehr Respekt voreinander haben!

Das wird aber in dieser Partei nicht passieren, denn jeder ist nur von sich selbst überzeugt. Jeder ist der Meinung die ultimative Erleuchtung gefunden zu haben. Ich kann euch von eurer Wolke herunterholen: Habt ihr nicht! Ihr denkt die Weisheit gefressen zu haben, aber eigentlich seit ihr, wie alle anderen auf euren Horizont beschränkt.

Woher ich das weiss? Weil ich euch kenne. Ich sehe, ich höre und ich lese euch täglich. Ich sehe, wie ihr euch über sexuelle Diskriminierung aufregt, aber ihr dabei mehr als häufig selbst diskriminiert. Diese miesen Kerle, ihr wisst schon. Aber sind es denn immer nur die miesen Kerle? Und sind denn alle Kerle pauschal mies? Nein. Genauso, wie es Frauen gibt die sich bei jeder Kleinigkeit angegriffen fühlen und wiederum es Frauen gibt, die es ganz normal finden, wenn der eigene Ehemann sie schlägt oder schlimmeres (und ihr wisst, was ich damit meine). Die Wahrheit liegt sicherlich irgendwo dazwischen. Der Punkt ist nicht genau zu benennen, aber klar ist beide Einstellungen gehen einfach nicht.

Was meiner Meinung nach auch auf keinen Fall geht: Menschen an einen Pranger zu stellen. Sowas geht nicht! Wir leben nicht mehr im Mittelalter, liebe Feministinnen. Sonst hättet ihr ein verdammt großes Problem. Das wollt ihr nicht, auch nicht für Männer. Ein Onlinepranger, aufgebaut durch Mitglieder der Piratenpartei, geht für mich nicht. Eine Podiumsdiskussion gerne. Aber nicht ohne Gegenseite. Niemals ohne Gegenseite.

Weshalb ich das hier schreibe? Nun ja, auf der diesjährigen Openmind in Kassel wurde ein Vortrag zum Thema: Haterspeech gehalten. Diesen könnt ihr euch sicherlich bald bei Youtube in der verpixelten Version anschauen. In der ungepixelten Version allerdings wurden beispielsweise Tweets von Menschen gezeigt, die sich der aktuellen Feminismuswelle entgegen stellen. Problem an der Stelle war, dass der Tweet eben auch Nutzername und Avatar beinhaltete. Daraufhin sah sich die Person einem Shitstorm unter anderem der Openmind-Besucher ausgesetzt. Drohungen, Beschimpfungen… alles kein Thema für jene Besucher. Dem entgegen stellten sich dann auch mehrere Menschen, die mittlerweile als Maskulisten bezeichnet werden. Auf die Idee mit der Gleichberechtigung scheint niemand zu kommen. Ebenso auf die Idee des Datenschutzes, sowie des friedlichen Miteinanders.

Achso, erinnert ihr euch an die Creepercards vom Chaos Computer Congress? Gerüchten zur Folge hat es die auch auf der Openmind gegeben. Ob das mit den Überschneidungen der Teilnehmer zu tun hat? Ich würde mir als Organisator des CCCs jedenfalls etwas einfallen lassen, dass mir Creepercards nicht mehr die Veranstaltung sprengen. Lifeban. Ohne lange Diskussion.

Auch der schreibrephorm hat etwas zu diesem Thema auf seinem Blog.