Was sind eigentlich die Einstellungsvoraussetzungen bei McDonalds?

Jetzt mal ernsthaft. Ich gehe ja nicht oft zu McDonalds, aber wieso geht bei dem in Bochum-Laer fast immer etwas schief? Wieso kennt beispielsweise der Schichtleiter (sieht man ja an den wichtigen Klamotten) die Angebote nicht? Oder wieso kennen die Leute dort die Zahlen der Drive In Schalter Stationen nicht? „Bitte fahren Sie zur 3 vor.“ „Schätzeken, ich steh an der 3, aber für dich fahre ich auch einfach mal zur 1 vor.“

Gerade ist dann wieder etwas passiert. Ich wollte für mich und meine Eltern 3 Heidelbeer-Vanille-Taschen holen. Weil der DriveIn etwas voll war bin ich extra reingegangen.

Bestellt habe ich 3 Heidelbeer-Vanille Taschen. In der Tüte waren 3 Fruchttaschen in Hüttengaudi-Verpackung.
Zuhause angekommen habe ich die Tüte ausgepackt und auf den Verpackungen Apfeltasche gelesen. Beim ersten Bissen habe ich dann bemerkt, dass ich eine Kirschtasche erwischt habe.

Da fragt man sich, wie sowas passieren kann? Ich habe ja extra im Laden nicht nachgesehen, aber ich kann doch nicht erst überall reinbeissen…

Realisierte Dystopie voraus!

Wer von euch George Orwells 1984 oder Aldous Huxleys Brave new world noch nicht gelesen hat, der sollte das schnellstens nachholen und eben jene Anti-Utopien mit der Realität vergleichen. Also solange es diese Bücher noch legal zu erwerben gibt.

Mir jedenfalls ist gerade schlecht geworden, als ich dieses Bild gesehen habe.

Underground_London

Gesellschaftliches Problem: Flausch

Nicht erst seit der Flausch Con muss ich immer wieder den Kopf schütteln, wenn ich über Diskriminierung oder fehlendes Verständnis für andere lese. Denn oftmals kommen die Argumente von Menschen, die eigentlich selbst kein wirkliches Problem haben, und leider auch manchmal verzweifelt nach einem suchen. Darein fällt auch meiner Meinung nach die vehemente Forderung zu ‚gendern‘.

Als Informatikerin kenne ich eine Palette von Vorurteilen, gegen die man immer wieder ankämpfen muss. „Ach du als Frau?! Echt?“ – „Ja, echt! Ich so. Als Frau. Stell dir das mal vor!“ Sehr häufig kommt das aber eben von Menschen, die keine Ahnung davon haben, wie das in einer Fakultät oder einem Betrieb wohl so abläuft. Nein, die Kommilitonen schauen einen nicht total verwirrt von oben bis unten an. Ein freundliches Nicken. Ein freundliches Hallo. So schaut es aus! Kein kleiner sabbernder Geek oder Nerd, der sich in die Hose greift.
Auch habe ich nie Dozenten kennengelernt, die mich aufgrund des Geschlechts gering schätzten. Allerdings habe ich da auch nie genau drauf geachtet. Ich bin der Meinung, dass wenn man sich da verrückt machen lässt, dann wird man auch irgendwann etwas finden. Mittlerweile hat sogar die Fakultät für Elektrotechnik eine Art Frauen Taskforce mit dem sogenannten Ladies Lunch. Ich habe geschmunzelt, denn aus Studiengang kenne ich einen Großteil der Frauen und bin auch schon mit einigen Essen gegangen, aber hey, die Fakultät macht jetzt auch was. Ich habe mich da irgendwie nie wirklich wie eine Minderheit gefühlt. Anderen scheint es nicht so gut zu ergehen, und deshalb wird auch hier nun etwas geflauscht.

Aber nicht nur hier. Bei den Piraten wurde ein ganzer Congress ausgerichtet und mit viel Spaß und Freude vor die Wand gefahren, denn so viele waren gar nicht auf Flausch aus. Nur wenige Teilnehmer waren es. Auf dem Bundesparteitag gab es dann ein Awarenessteam, dem ich ehrlich gesagt kritisch gegenüberstand, denn ein Wohlfühlgefühl kann mir ja eigentlich kein Fremder vermitteln, sondern das kommt von mir aus oder von meinen Freunden. Wer ein Problem mit mir hat, der möge zu mir kommen und das mit mir besprechen. Dafür brauche ich keine verhinderten Pädagogen oder Psychologen oder was auch immer diese Menschen befähigt.

Nun scheint das Thema sogar beim CCC angekommen zu sein. Der Enno hat etwas dazu geschrieben, und nun auch noch der Fefe. Für mich ziehen sich da Parallelen auf. Auch auf dem BPT der Piraten wurde über Karten gesprochen. Aber das Thema wurde nicht umgesetzt. Auch gab es auf beiden Veranstaltungen ein Awarenessteam. Den Sinn dieses Awarenessteams habe ich damals schon nicht verstanden. Vielleicht liegt es daran, dass ich aus dem Ruhrgebiet komme und Probleme eine gewisse Brisanz haben müssen, bevor sie mich berühren. So ging es dann wohl auch dem Fefe als er das hier schrieb:

die Karten erfüllten alle Kriterien von Satire: kein Ansprechpartner genannt, keine Anleitung oder Einführung zum Schaffen eines Problembewusstseins dabei, keine weiterführenden Links, anhand derer man sehen kann, was einem da eigentlich gerade konkret vorgeworfen wird und wie man sein Verhalten ändern soll, und aus Sicht der meisten Besucher bestand auch kein Bedarf an einer Lösung für das Sexismus-Problem, weil das Problem so nie wahrgenommen wurde.

Ähnlich wie Fefe sehe ich die Karten und auch die Awarenessteams eher als Hindernis. Denn meine Probleme löse ich am besten selbst. Wenn ich dann nicht weiterkomme, dann kann ich jemand anderes bitte, aber 90% der Streitereien, die nicht durch die Streitenden selbst behoben werden können, können auch von keinem anderen gelöst werden. Das liegt in der Natur der Sache und auch dann muss man den Streitschlichter überhaupt erst als solchen anerkennen. Wenn ich bedenke, dass beim BPT Awarenessteam beispielsweise eine Dame Mitglied war, die selbst in Fraktionssitzungen im Landtag nicht in der Lage ist ordentlich zu argumentieren, sondern trotz pädagogischer Ausbildung, immer wieder in wildes Geschrei verfällt, dann muss ich einfach sagen, dass meine Probleme einfach nicht durch solche lösbar sind.