Sind eigentlich UN-Wahlberichterstatter im Land?

Wenn ja, dann sollten die wohl ruhig etwas genauer hinschauen, denn es ist nicht alles schwarz-rot-gold, was glänzt.

„#WatchyourWahllokal! Bei mir grade: Bleistift in der Kabine, Wahlwerbung der LINKE im Lokal, SPD und GRÜNE direkt vor der Tür. plz RT #NRW12“ – Andreas Graaf ‏ @VV1ntermute

Da kommt man schon etwas ins Grübeln. Vielleicht sollte man die Auszähler heute abend auf Radiergummis abtasten?

Ein Anderer berichtet über Überwachungskameras im Wahllokal, da dieses in einer Bankfiliale ist. Der Wahlleiter sagt zwar, dass die Kamera ausgeschaltet ist, aber das ist von außen nicht erkennbar.

Die Qual der Wahl

Es ist vollbracht! Wir haben auch diesen Wahlkampf überstanden. Dieses Mal war ich nicht so sehr involviert und habe nur im Hintergrund gearbeitet. Dennoch bin ich froh, dass es vorbei ist!
Infostände, Interviews, Pressemitteilungen, Versammlungen, Parteitage, Stammtische, Wahlprogramme, Flyer, Wahlkampfveranstaltungen, Podiumsdiskussionen und noch viel mehr… Alles hat viel Zeit und Kraft gekostet. Und immer wieder fällt auch: Komischer Haufen! Unorganisiert und charmant chaotisch…. und trotzdem klappt alles! Es könnte oft besser laufen, aber am Ende wird die Rechnung gemacht und gerade jetzt schaut es nach Trinkgeld für uns aus. Ich freue mich. Und auch wenn andere Piraten gerade ihre Fingernägel vor Aufregung abkauen, gehe ich gelassen in den Tag, denn welches Ergebnis auch immer heute abend erzielt wird: Nach dem Wahlkampf, ist vor dem Wahlkampf.

Frau Kraft, Sie haben Post.

Also nicht von mir, sondern von einem Mitarbeiter von uns, der sich wohl offensichtlich nicht geliebt genug fühlt.

Scherz beiseite. Man soll sich ja nicht über die Ängste und Probleme anderer Menschen lustig machen, aber manchmal geht es einfach nicht anders.
Die Lehrbeauftragten an der Uni werden schlecht bezahlt, ja ich habe es verstanden. Schon in dem Artikel in der bsz habe ich das verstanden. Auch der Report auf WDR war da sehr einleuchtend.
Wie aber jemand, der 2 Stunden nach Dienstschluss mich bittet, dass ich doch mal eben zur Uni kommen soll, weil er keinen Internetempfang in einem Raum hat. Jemand, der der Meinung ist, dass er mich jederzeit in meinem Büro nach allen möglichen Computerproblemen fragen kann. Jemand, der erwartet, dass man alles stehen und liegen lässt, weil er ein Problem hat. Jemand, der seit Jahren an der Uni lehrt und nicht weiss, dass man einen VPN Client oder Secure W2 braucht, um ins Uni-Wlan zu kommen. Jemand, der nicht vor einer Unterrichtsstunde, zu Beginn des Semesters checkt, ob er seinen Unterricht auch nach seinen Vorstellungen durchziehen kann.

So jemand schreibt der Landesmutter im Wahlkampf, dass die Stimmung und der Umgang der Leute auf der Arbeitsstelle nicht so gut ist.

Es mag sein, dass ich schon etwas betriebsblind bin, aber allen Ernstes: Jeder von denen darf sich gerne mal einen Monat bei Kaufland an die Kasse setzen. Da habe ich nämlich meine Erfahrungen mit Unfreundlichkeit und mieser Stimmung gemacht. Wenn man 5 Minuten von der Vorgesetzten heruntergeputzt wird, weil man einen Müllbeutel an einer anderen Kasse nicht ausgewechselt hat. Wenn man früh morgens vom ersten Rentner des Tages angeschnauzt wird, weil er nicht alle Waren aufs Band legen mag. Das hat der Chef aber ausdrücklich verlangt. Wenn man von einem Typen mittleren Alters mit dem Satz: „Das Sie nicht denken, ist mir klar.“ verabschiedet wird, weil er nicht bereit ist den Biopreis für Biobananen zu zahlen. Wenn man eine mündliche Verwarnung nach 5 Stunden ohne Pause an der Kasse bekommt, weil man sich in einem zu persönlichen Ton unterhalten hat. Jaha, ich habe eine Verwarnung bekommen, weil ich nett war und eine Kundin, die 4 Wochen lang jeden Samstagabend um ca. 20:30h, mit den Worten begrüßt habe: „Ach hallo, wieder bei mir an der Kasse? Langsam wird das zur Gewohnheit.“

Auch ich könnte mich beschweren, denn mal ehrlich ein Stundenlohn von etwas über 10€/Stunde ist nicht die Welt. Schon gar nicht für das was ich da manchmal mache. Es gibt so gut wie keine Woche, wo ich die wirklich bezahlten 8 Stunden einhalte. Sehr sehr oft sind es wesentlich mehr Stunden, die ich anwesend bin und arbeite. Vom Emailsupport von armen, ungeliebten Lehrbeauftragten, die ihr Wlan nicht zum Laufen bekommen einmal abgesehen.