„Das wird dir nicht gefallen.“

Ja ja, diese Aussage war sicherlich nicht untertrieben. Eigentlich ist es sogar so, dass es mich unweigerlich auf die Palme bringt.

Der Arbeitsauftrag ist eigentlich recht simpel: Hier hast du ein Angebot und nun hole Vergleichsangebote ein

Gesagt getan, aber bei Apple noch lange nicht so einfach. Denn Shop ist nicht gleich Shop. Man braucht nicht denken, dass man überall in den Apple Stores / Businesspartner Stores die gleichen Sachen bekommt, oder die Sachen in gewissen Teilen gleich beschrieben sind. Also habe ich mich 90 Minuten durch die Onlineshops meiner Wahl gekämpft, um Vergleichsangebote für ein Produkt einzuholen, dass ich weder mag noch empfehlen kann.
Sicherlich haben die tollen stylischen Geräte in irgendwelchen Bereichen ihre Daseinsberechtigung, aber diese sind doch relativ beschränkt auf das Arbeitsumfeld des Nutzers. Hier ist mein zerschmetterndes Urteil schlicht: Perlen vor die Säue!
Da wird das Flagschiff von Apple genommen und nach allen Regeln der Kunst noch aufgemotzt, um anschließend für die Nutzung von Officeanwendungen eingesetzt zu werden. Naja gut, ich denke mal der ein oder andere Film wird auch abgespielt. Einen Hang zum Programmieren oder gar Komponieren / Mischen / Auflegen kann ich nicht bei dem zukünftigen Nutzer nicht erkennen. Dafür jedoch werden zusätzliche Programme für das Gerät gekauft: Parallels und Windows 7 Home Premium. m(

Achso alles inkl. Tasche 3.392,59€

Mir jedenfalls braucht an der Uni niemand mehr erklären, dass kein Geld da wäre, solange so noch mit Geld umgegangen wird.

Lächeln, winken, weitergehen… und dabei daran denken, dass die Tage dieses Studiengangs schon gezählt sind.

Die hohe Kunst der Selbstreflektion

Es ist nicht immer leicht die eigenen Idee zu verwirklichen, seien sie auch noch so gut. Die Zusammenarbeit mit anderen Menschen führt zwangsläufig immer wieder an die Stelle, an der man sich fragt, ob man das was aus einer Idee geworden ist wirklich noch mittragen kann. Das letzte Wochenende ist in diesem Punkt nicht zimperlich mit mir gewesen, so dass ich nichts geringeres als meine politische Einstellung grundlegend überdenken muss. Ja, vielleicht betrifft dies nicht nur meine politische Einstellung, sondern gleich meine gesamte politische Arbeit.

Die Frage, die sich mir gleich zweimal an diesem Wochenende stellte lautete: Bin ich weiterhin gewillt mit Menschen zusammen zu arbeiten, die sich aufgrund ihrer Position über Regeln oder Grundsätze der jeweiligen Gruppierung hinweg setzen, um für sich selbst einen einfacheren Weg zu finden?

Zum einen wäre da wieder einmal die Geschichte an der Uni. Diese eine Senatorin, die nebenbei Gremienberaterin und stellv. StuPa-Sprecherin ist. Dabei wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass sie die Gremienberaterin für den Senat ist, denn wenn sie das für den Asta tun würde, dann würde sie gegen die Satzung der Studierendenschaft verstoßen und zumindest einen der bezahlten Jobs los sein. Dabei spielt es wohl keine Rolle, ob die Stelle der Gremienberaterin vom Asta direkt bezahlt wird oder nicht. Also jedenfalls theoretisch nicht. Meiner Meinung nach ist das eine Farce, denn es wurde auf mehreren Treffen klar, dass sie das nicht trennen kann. Immer wieder verhält sie sich so sehr pro Asta, dass sie selbst als Vertreterin ihrer Fachschaft Entscheidungen trifft, die der Fachschaft schaden, dem Asta aber nutzen.
Aktuell versucht sie in die neue Senatsliste zu kommen und dort wieder als Senatorin zu kandidieren. Eine Senatorin, die in ihrer Position als Gremienberaterin und stellv. Listensprecherin bewusst gegen die Satzung der Liste LVV verstoßen hat. Eine Senatorin und Stupa-Mitglied, dass als Listensprecherin der Grünen Hochschulgruppe nach der Wahl die Liste verlassen hat, jedoch offensichtlich immer noch Mitglied von Bündnis 90 / Die Grünen ist. Eine Senatorin, die Zitate auf Internetblogs versucht zu verhindern, weil diese so nicht gesagt wurden, jedoch in offiziellen Protokollen stehen. Zwei Internetblogs wurden per Email kontaktiert, dass rechtliche Schritte folgen werden, sollten die Zitate bzw. die Namensnennung nicht entfernt werden. Gerüchteweise soll es sich hierbei um Persönlichkeitsrechte handeln – Eine Grüne spielt also Persönlichkeitsrechte als an der Uni politisch aktive und auf diese Weise auch öffentliche Person gegen die Pressefreiheit aus. Fehlende Selbstwahrnehmung, fehlende Selbstreflektion und eine gehörige Portion politisches Unverständnis. Stellt sich mir die Frage: Kann ich eine Liste unterstützen, die dieser Person ermglicht ihre Spielchen weiter zu treiben? Ich fürchte nicht, denn ein solches Verhalten ist mir zutiefst zuwider.

Der andere Fall ist für mich gravierender, denn die Unipolitik werde ich bald hinter mir lassen. Wie meine sonstige politische Zukunft ausschaut ist mir nämlich nicht so klar. Die Parteipartei jedenfalls scheint momentan nicht die Lösung zu sein. Auch hier beschleicht mich immer öfters ein Gefühl der Übelkeit, das nicht zuletzt von Magenschmerzen herrührt, weil ich mich unendlich darüber ärgere. An diversen Ecken und Kanten stoße ich mich. Da ist beispielsweise ein Landeschef, der der Meinung ist, dass die Basis im weiteren politischen Entscheidungsverlauf im Landtag nicht befragt werden sollte. Man säße ja schließlich dort, weil man deren Vertrauen hätte. Aber gerade dieses Vertrauen geht mir zunehmen ab. Wie soll ich jemandem vertrauen, der einen rechten Spinner innerhalb der Partei deckt? Einem Spinner, der kein Problem damit hat ein anderes Mitglied bzw. Ex-Mitglied abseits der Parteiaktivitäten zu diskreditieren?
Vertrauen ist ein starkes Wort. Wer soll man trauen, wenn es um nichts weniger als die eigene Zukunft geht? Wieso ist man Mitglied in einer Partei, wenn man eben diese Zukunft nicht aktiv gestalten möchte? Mitgestalten! Das ist Kernpunkt der Piraten. Das und Transparenz. Beides führt zwangsläufig zu offenen Organisationsstrukturen. Mit genau diesen Strukturen sammelt man immer mehr Mitglieder, so dass diese Strukturen anstrengend werden. Mit der nötigen Disziplin und der nötigen Leidenschaft schafft man es auch in zwei Tagen mit mehr als 400 Mitgliedern Vertreter zu wählen und Wahlprogramme zu erstellen. Man stellt sich den Problemen… jedenfalls bis vor ein paar Wochen. Eben als die Kandidaten der Landtagsliste gewählt wurden. 42 an der Zahl. 42, eine für Nerds und Geeks historische Zahl. Mit diesen 42 jedoch ist noch lange nichts beantwortet, im Gegenteil. Es gibt mehr Fragen. Denn diese 42 setzten sich vom Landesvorstand unterstützt über die Grundsätze der Piraten hinweg und trafen sich auf einer geheimen (jedenfalls nach Möglichkeit verschwiegenen), nicht-öffentlichen, nicht-parteiintern-öffentlichen Mailingliste. Im Gegensatz zur vorherigen Landeslistenmailingliste war diese nicht einmal lesbar für Außenstehende. Außenstehende… das beinhaltete alle, die nicht zu diesen 42 gehörten. Warum? Warum so intransparent? „Weil man sich kennenlernen wollte. Schließlich muss man bald zusammenarbeiten.“ – Gut, ok, man muss sich kennenlernen. Man kann mir aber auch nicht erklären, warum das geheim geschehen muss. Die Parteimitglieder haben ein hohes Bedürfnis zu wissen, wie die ins Rennen geschickten Leute ticken. „Man wollte mal Dampf ablassen können.“ – Gut, kann ich nachvollziehen. Deshalb blogge ich. Öffentlich. Ok, das mediale Interesse ist nicht auf mich gerichtet, aber das kann sich ändern. Dann werde ich mich aber auch so verhalten. Verantwortung für mein Geschreibsel übernehmen. Kann mich jemand vertreten, der sich entweder nicht im Griff hat und ein Bedürfnis hat herum zu pöbeln? Wer es nicht schafft seine Eindrücke und Gefühle in adäquater Form auszudrücken, den brauche ich nicht im Landtag. Wer sich dem Druck nicht gewachsen fühlt, der hat generell ein Problem damit sich selbst überschätzt zu haben. Ist das ein Grund mich von diesen Gedanken auszuschließen? Offensichtlich. Ist das die Art der Piraten? Nein. Ein anderes Argument war: Termine koordinieren. Krankmeldungen. „So etwas sei privat und deshalb nicht auf einer Mailingliste zu lesen, jedenfalls nicht auf einer öffentlichen.“ – Auch hier muss ich einfach sagen: Nein! Wer krank ist, ist krank. Punkt! Was die Person hat ist irrelevant und muss nicht mitgeteilt werden. Wenn eine Person von der Liste länger ausfällt, dann reicht der ungefähre Zeitraum. Mehr nicht. Auch die restlichen 42 müssen nicht wissen, dass man operiert wird oder zumindest nicht wieso. Und wenn es einem so wichtig ist, dass niemand davon weiß, dann sollte man vielleicht nicht darüber twittern. Ob nun eine andere Person bei Einslive ins Mikro spricht, dürfte auch das Fußvolk interessieren. Das letzte Argument, das angeführt wurde: „Und hey, wenn es dann öffentlich ist, dann beginnt doch ohnehin erst der Entscheidungsprozess, das ist doch unsere ureigene Politikphilosophie. Denn ein Grundsatz, den wir haben ist doch, Entscheidungen können nicht im Hinterzimmer getroffen werden!“ Es wurde also auf dieser Mailingliste nicht inhaltlich gearbeitet, aber wenn das dann doch geschehen würde, dann würde diese Entwurf in den Entscheidungsprozess der Partei kommen. Hier wird suggeriert, dass das immer so ist… vom politischen Geschäftsführer Alexander Reintzsch. Ja, es stimmt, dass der Entscheidungsprozess immer gesamtparteilich läuft… der Entwicklungsprozess aber auch! Jede, der sich für Themen interessiert kann sich in den dafür eingerichteten AGs beteiligen. Es gibt hier keinen Unterschied, ob und wie lange man Mitglied ist. Vorstand oder Karl Arsch vom Dienst. Vollkommen Wumpe! Der Entscheidungsprozess ist nämlich maßgeblich davon beeinflusst, welche Entwürfe vorgelegt werden. So sind in das Wahlprogramm 2012 der Piratenpartei NRW im Bereich Bildung nur Inhalte aufgenommen worden, die zuvor in dieser AG diskutiert wurde. Alle anderen Anträge wurden abgeschmettert. Ich habe in dieser AG nicht mitgearbeitet, aber ich hätte es jederzeit tun können und DAS ist es, was die Piraten von anderen Parteien unterscheidet.
Und nun der Bogen zurück zum Beginn: All diese Argumente sollen mich dazu bringen den 42 wieder zu vertrauen. 42 Leuten, denen nicht einmal der Gedanke daran gekommen ist, dass es nicht gut ist das Fußvolk außenvorzulassen. 42 Leuten, denen man im April noch das Vertrauen ausgesprochen hat, und die es auf diese Art und Weise so schnell verspielt haben. 42 Leuten, denen es nicht bewusst ist, welche Tragweite das haben kann und die noch darüber witzeln, dass man beim nächsten Mal ja einfach eine geheime und beliebig viele weitere öffentliche Mailinglisten einrichten kann, damit sich niemand ausgeschlossen fühlt.

Wut. Frust. Verzweifelung.

Die nächste Wahl, die ich treffe ist, ob ich die Mitgliedschaft in den Wind schieße und damit alles, was ich noch an Hoffnung die Politik betreffend habe, verrate oder ob ich den Eindruck habe, dass sich das wieder bessern kann. Das Positive: Ich habe mit der Entscheidung Zeit bis zum Jahresende.

Wenn man alt wird…

dann kommt zwangsläufig neben dem ein oder anderen Zipperlein auch immer der Punkt, an dem man feststellt, dass die Jugend alles anders macht. Nicht immer ist dies schlecht. Viele Sachen laufen anders einfach besser, aber es ist unter Umständen schwer zu akzeptieren, dass das so ist.

Momentan beobachte ich mit großen Sorgen eine gewisse Tendenz innerhalb der studentischen Selbstverwaltung sich der ein oder anderen Diskussion nicht zu stellen, in dem man den Diskutierenden die Basis entzieht. Bei den einen versucht man dieses, in dem man den vermeidliche Erwünschten die passenden Informationen vorenthält. Bei den anderen wird die Diskussionsbasis entzogen, in dem man die Kommunikationswege stört.
Sperren, bannen und moderieren sind heutzutage die Worte, die mir Sorgen machen. Noch mehr Sorgen mache ich mir, wenn mir eben diese Worte dadurch begründet werden, dass eine Person ’schlechte Stimmung verbreitet‘ oder auch ‚andere Personen mobbt‘.
Sicherlich ist es notwendig im Falle von Mobbing besondere Vorsicht walten zu lassen und durchzugreifen. Dennoch sage ich, dass in den Fällen mit denen ich momentan zu tun habe es nicht um Mobbing geht, sondern nur darum sich nicht jeden Scheiss bieten zu lassen und nicht anders schaut es bei der Verbreitung schlechter Stimmung aus.
Es wird versucht Problemen aus dem Weg zu gehen und dies kann nicht der Weg der Politik sein.

Vehement auf Mißstände aufmerksam zu machen ist mit Sicherheit nicht immer förderlich für eine Zusammenarbeit, trotzdem aber sehr wichtig, um größeren Problemen vorzugreifen und das Lösen kleinerer Probleme zu erlernen. Hierbei kommt es sicherlich auch immer auf eine adäquate Ausdrucksweise an, aber gerade wenn es sich um Themen handelt, welche eine gewisse persönliche Involvierheit beinhalten, dann kann der Ton auch schonmal etwas härter werden. Davon kann auch ich mich nicht ganz lossagen. Das finde ich selbst nicht immer gut, aber genau wie ich gegen manche Sachen kämpfe, so tue ich es auch für manche Sachen. Eine anstrengende, aber doch mehr oder weniger liebenswerte Seite an mir, wie ich finde. Auf eines kann man sich immer verlassen: Ich teile mich mit, auch wenn das nicht immer gewüscht ist.

Kommen wir also an der Punkt konkreter zu werden. Bei dem Fall der schlechten Stimmung handelt es sich um den Fachschaftsrat meines Studiengangs, dem ich selbst einmal angehörte. Dieser verfolgt seit einigen Jahren ein Konzept, das Studierende, die sich in ihrer Zeit im Fachschaftsrat übermäßig engagiert haben, eine Ehrenmitgliedschaft in der Fachschaft verliehen bekommen. Dies schließt auch Mitglieder ein, die vor Ende ihres Studiums nicht weiter Fachschaftsarbeit leisten mögen. Wie mich eben. Meine Ablehnung wurde nicht akzeptiert, denn man wollte auf meine Meinung und mein Wissen nicht verzichten. Mittlerweile gibt es eine größere Gruppe dieser Ehrenmitglieder, die wie einst gedacht auch über das Studium hinaus Zugriff auf die Diskussionen des FSRs haben, um eben an diesen teilnehmen zu können.
Dummerweise muss man sagen, dass sich in den letzten 2 Jahren seit meiner Abwesenheit in diesem Gremium wohl etwas an der Auffassung geändert hat. Es wird zwar gesagt, dass die Diskussionen mit diesen Ehrenmitglieder gewünscht ist, doch oftmals kommt es einem schon ein wenig so vor als sei man das lästige fünfte Rad am Wagen, das gelegentlich rausgeholt wird, um ein paar Kilometer über den Asphalt zu kriechen, aber dann möglichst schnell und effektiv wieder unter der Kofferraumabdeckung verschwindet. Noträder, die der Meinung sind gelegentlich selbst mal aus dem Kofferraum herauszukommen werden eher als gefährdend empfunden und so schafft man eine Regelung nach der eben jene Personen ausgeschlossen werden können. Können heißt ja nicht, dass diese Regelung auch angewandt wird, wurde mir auf meine Einwände mitgeteilt.
So sorgt man zunächst auf einer Fachschaftsvollversammlung mit schätzungsweise 30 Wahlberechtigten die rechtliche Grundlage für den Ausschluss, witzelt etwas über jene Personen und lässt den Dingen dann ihren Lauf. „Niemand hat vor jemanden zu sperren.“ wäre wohl der Ausspruch eines vermeintlichen Ulbricht-Enkels gewesen, der jedoch nicht weit genug von der Realität entfernt ist. Schon bald geschieht ein dummer Fehler und eine Person ist gesperrt, gebannt, gelöscht. ‚Hups! Ist uns gar nicht aufgefallen. Da hat sich wohl jemand vertan.‘ Sicherlich reiner Zufall, der auf fehlendes Verständnis zurückzuführen ist, jedoch keineswegs ein kleiner Fehler.
Ich persönlich bin der Meinung ohne die Möglichkeit, die auf der VV geschaffen wurde, ohne die Sticheleien, ohne das alles wäre niemand auf die Idee gekommen jemanden aus dem Forum zu entfernen. ‚Niemand hat vor jemanden zu sperren‘ und doch geschieht es. Mir ist auch klar, dass dies wieder geschehen wird. Dann wahrscheinlich nicht aufgrund eines übereifrigen Foren- /Serveradmins, sondern wahrscheinlich tatsächlich aufgrund einer Entscheidung des FSRs. Und wenn es nur 3 betrunkene Spaßvögel auf einer regulären Fachschaftsratssitzung sind. Denn auch hierfür wurde auf der Vollversammlung gesorgt. Das Szenario ist ohne Probleme möglich. Aber man kann ja nachbessern, wurde mir mitgeteilt.

Der andere Fall ist schon etwas gravierender, wie ich finde, und deshalb auch schwieriger zu beschreiben. Es handelt sich hierbei um einen Zusammenschluss verschiedener studentischer Gruppen, die sich zum Ziel gesetzt haben eine solide Vertretung der studentischen Interessen zu schaffen. Nach einigen Jahren stand auch hier nun ein Generationenwechsel an und dieser kann ohne große Gewissensbisse als gescheitert betrachtet werden.
Zur neuen Generation gehören ein paar Personen, die es leider nicht verstehen berechtigte Kritik zu erkennen und anzunehmen. Sicherlich kann so etwas immer mal vorkommen, doch in den Monaten der Diskussion ist einfach keine Besserung in Sicht. Erst heute kam eine eMail die dies noch bestätigt.
Es geht hier um einen Senator, der die Zusammenarbeit mit dieser Gruppe beendet hat. Die Fraktionssprecherin hat daraufhin der Universitätsverwaltung mitgeteilt, dass dieser zurücktritt. Das hat die UV dann auch akzeptiert. Eine direkte Aussage an die UV von Seiten des Senators gab es nicht.
Dieser hat sich nun seinen ‚Posten‘ wiedergeholt, denn ein Rücktritt wird nicht von der ‚Partei‘ mitgeteilt, sondern immer noch von der Person selbst. Ein Jörg Tauss hätte sonst bestimmt nicht länger Mitglied des Bundestags bleiben können als er die SPD verlassen hat und zur Piratenpartei wechselte.
Nun ja in der (ich hoffe abschließenden Diskussionen) wurde die ganze Geschichte nochmal haarklein wiedergegeben. Der Senator hat das gemacht, der Senator hat dies gemacht. Vor allem aber hat er die Neuen als faul und inkompetent bezeichnet. Genau das wird ihm massiv nachgetragen. Hierzu muss man wissen, dass besagte Neuen ebenfalls im Senat sitzen und schon in der ersten Sitzung eine Reihe an Fragen gestellt haben, die entweder nicht zur Tagesordnung passten oder ganz klar zeigten, dass sie keine Ahnung haben. In den Anfängen der Diskussion war dies auch ganz offensichtlich. Danach wurde die Diskussion auf private eMails verlagert, so dass die Inkompetenz nicht weiter offengelegt wurde. Ein weiteres Mitglied erklärte sich bereit Nachhilfe zu geben. Diese wurde auch zunächst dankbar angenommen. Zum Schluss jedoch, als die Neuen sich in ihrem Terrain sicher fühlten, haben sie direkt begonnen genau diese helfende Hand zu diskreditieren. Ich selbst hatte auch die ein oder andere Kollision, da ich bei der ein oder anderen Gelegenheit nicht die Schnauze halten konnte. Auch mir wurde dies übelgenommen.
Mittlerweile sitzen diese Leute im AStA der RUb und versuchen auch auf anderen Ebenen ihre Macht zu festigen und andere Meinungen fernzuhalten. Schöne neue Welt-.

Frau Kraft, Sie haben Post.

Also nicht von mir, sondern von einem Mitarbeiter von uns, der sich wohl offensichtlich nicht geliebt genug fühlt.

Scherz beiseite. Man soll sich ja nicht über die Ängste und Probleme anderer Menschen lustig machen, aber manchmal geht es einfach nicht anders.
Die Lehrbeauftragten an der Uni werden schlecht bezahlt, ja ich habe es verstanden. Schon in dem Artikel in der bsz habe ich das verstanden. Auch der Report auf WDR war da sehr einleuchtend.
Wie aber jemand, der 2 Stunden nach Dienstschluss mich bittet, dass ich doch mal eben zur Uni kommen soll, weil er keinen Internetempfang in einem Raum hat. Jemand, der der Meinung ist, dass er mich jederzeit in meinem Büro nach allen möglichen Computerproblemen fragen kann. Jemand, der erwartet, dass man alles stehen und liegen lässt, weil er ein Problem hat. Jemand, der seit Jahren an der Uni lehrt und nicht weiss, dass man einen VPN Client oder Secure W2 braucht, um ins Uni-Wlan zu kommen. Jemand, der nicht vor einer Unterrichtsstunde, zu Beginn des Semesters checkt, ob er seinen Unterricht auch nach seinen Vorstellungen durchziehen kann.

So jemand schreibt der Landesmutter im Wahlkampf, dass die Stimmung und der Umgang der Leute auf der Arbeitsstelle nicht so gut ist.

Es mag sein, dass ich schon etwas betriebsblind bin, aber allen Ernstes: Jeder von denen darf sich gerne mal einen Monat bei Kaufland an die Kasse setzen. Da habe ich nämlich meine Erfahrungen mit Unfreundlichkeit und mieser Stimmung gemacht. Wenn man 5 Minuten von der Vorgesetzten heruntergeputzt wird, weil man einen Müllbeutel an einer anderen Kasse nicht ausgewechselt hat. Wenn man früh morgens vom ersten Rentner des Tages angeschnauzt wird, weil er nicht alle Waren aufs Band legen mag. Das hat der Chef aber ausdrücklich verlangt. Wenn man von einem Typen mittleren Alters mit dem Satz: „Das Sie nicht denken, ist mir klar.“ verabschiedet wird, weil er nicht bereit ist den Biopreis für Biobananen zu zahlen. Wenn man eine mündliche Verwarnung nach 5 Stunden ohne Pause an der Kasse bekommt, weil man sich in einem zu persönlichen Ton unterhalten hat. Jaha, ich habe eine Verwarnung bekommen, weil ich nett war und eine Kundin, die 4 Wochen lang jeden Samstagabend um ca. 20:30h, mit den Worten begrüßt habe: „Ach hallo, wieder bei mir an der Kasse? Langsam wird das zur Gewohnheit.“

Auch ich könnte mich beschweren, denn mal ehrlich ein Stundenlohn von etwas über 10€/Stunde ist nicht die Welt. Schon gar nicht für das was ich da manchmal mache. Es gibt so gut wie keine Woche, wo ich die wirklich bezahlten 8 Stunden einhalte. Sehr sehr oft sind es wesentlich mehr Stunden, die ich anwesend bin und arbeite. Vom Emailsupport von armen, ungeliebten Lehrbeauftragten, die ihr Wlan nicht zum Laufen bekommen einmal abgesehen.

Wie ein Bewerbungsgespräch nicht aussehen sollte

Es ist sicherlich nicht immer einfach den oder die Richtige für einen Job zu finden. Was mir aber gestern auf der Sitzung der FSVK untergekommen ist, spottet jeder Beschreibung.

Hier sollte eigentlich eine Befragung der Bewerber um die vakante bsz Redakteursstelle gehen, die von der FSVK zu besetzen war. In solch einer Befragung werden die Bewerber oftmals um ihre Einstellung zum Gendern (ihr seht, ich mache das gerade nicht) oder aber ihrer Haltung zu Pflichtdiensten, wie dem Wehrdienst oder dem Zivildienst, befragt. Auch dieses Mal startete die Befragung mit diesen Fragen. Schließlich jedoch kamen wir zu dem Punkt, an dem die Befragung zum Kreuzverhör wurde.

Einer der Bewerber hatte es doch tatsächlich gewagt zur StuPa-Wahl anzutreten. Und das auch noch bei der Grünen Hochschulgruppe. Welch ein Frevel! Es kam jedoch noch schlimmer. Er hatte auch einen offenen Brief an den jetzt amtierenden AStA unterschrieben, welcher AStA & Friends nicht gefiel. Ob er so einen Brief wieder unterschreiben würde, wurde gefragt. Auch ob er seine Stelle als bsz-Redakteur dazu nutzen würde, um dem AStA eine „reinzuwürgen“. Reinzuwürgen ist hier tatsächlich ein Zitat.
Nachdem AStA & Friends diesen einen Bewerber gute 40 Minuten verhört hatten, kamen auch die anderen dran. Da war beispielsweise die Bewerberin, die ebenfalls einmal bei der GHG kandidiert hatte. Auch diese wurde kurz befragt. Die Frage an den dritten Bewerber grenzte schon an Unverschämtheit: „Bei den anderen beiden Kandidaten ist es klar, aber wie wählst du?“
Schließlich wurden alle drei gefragt, wie sie zu diesem offenen Brief stehen würden, und wie sie es fänden, dass eine bsz-Redakteurin diesen entworfen oder zumindest unterschrieben hätte. Begründung war hier, dass man sehen wolle, ob mit der Besetzung es nicht zu Problemen in der bsz-Redaktion kommen könne.

Fazit: Egal wer von den Dreien gewählt wird, alle Drei empfanden dieses Verhör als unangebracht, was es ja auch war. AStA & Friends haben sich an dieser Stelle sicherlich keine Freunde gemacht. Denn gerade solch ein Machtmißbrauch, und nichts anderes war diese Stimmungsmache, wird jeden Journalisten aufhorchen lassen.

„So geht die Freiheit zu Grunde mit donnerndem Applaus“

Ein schönes Zitat aus Star Wars. Nur leider, wie so oft, ist manchmal nicht einmal jemand für den donnernden Applaus da.

So oder so ähnlich sah für mich die gestrige Sitzung der FSVK aus. Die dunkle Seite an dieser Stelle vertreten durch den AStA der RUB und unterstützt durch die Vertreter einiger Fachschaften, die hierdurch die nötige Legitimation bekamen. Tatsächlich ist diese Filmszene ein gutes Beispiel, denn gestern sollte nichts weiter auf den Weg gebracht werden als eine demokratisch durch die Fachschaften legitimierte Senatsliste, damit es hier nicht wieder zu einer Übervorteilung kommen sollte. Kontrolliert durch nichts geringeres als die Fachschaftvertreterkonferenz, einem Gremium mit direkter Anbindung an die Fachschaften selbst. Quantität sollte nicht weiter die Qualität der studentischen Senatsfraktion dominieren.
Es war klar, dass dies den verantwortlichen SenatorInnen und auch dem AStA nicht gefallen würde, da diese bisher zum Großteil niemals mit einer solchen Option konfrontiert wurden. Also wurde die vorgestellte Satzung Stück für Stück auseinander gepflückt. „Gesamte Studierendenschaft“ gegen „Studierendenschaft“, „Fachschaftrat“ gegen „Fachschaftvollversammlung“ und schlussendlich sogar die Frage, ob man das Stimmrecht innerhalb der Liste nach Anzahl der Fachschaften bestimmen möchte, oder lieber die Anzahl der Studierenden einer Fachschaft als Grundlage festlegt. Schon alleine der Name Liste FSVK wurde zu Beginn bemängelt.
Im Verlauf der gesamten Diskussion, die über 150 Minuten lang dauerte, fiel immer wieder auf, dass der Grund für die enge Bindung an die FSVK den Diskussionspartnern entweder nicht klar war, oder aber nicht recht war. Die enge Anbindung an die FSVK sollte Machtmissbrauch grundsätzlich ausschließen. Dieser war zeitweise offensichtlich, da ein paar der AStA Mitglieder und Senatoren als Vertreter ihrer Fachschaften anwesend waren und auf diese Weise Druck ausübten, was nicht zuletzt durch Abstimmungen mit teilweise nicht nachvollziehbare Entscheidungen klar wurde. So kam es beispielsweise dazu, dass bei einem eingeforderten Meinungsbild, ob das Stimmrechtverfahren der FSVK auch auf die Liste FSVK angewandt werden soll, die Vertreterin der Fachschaft Genderstudies sich enthielt. Stellt sich an diesem Punkt die Frage, warum sich eine Vertreterin einer Fachschaft mit nur 62 Studierenden bei einer Abstimmung enthält, bei der es darum geht zu vermeiden, dass große Fachschaften mehr Stimmen haben als Kleine. Eine Fachschaft wie Genderstudies würde bei einem solchen Verfahren ein Stimmrecht haben, dass gegen Null tendieren würde.
Vielleicht erklärt es der Punkt, dass eben diese Vertreterin des Fachschaftrat Genderstudies nicht einfach nur als solche anwesend war, sondern noch weitere Ämter bekleidet (Senatorin, Gremienberatung, stellv. SP Sprecherin, QVK und die Mitarbeit im Referat für Öffentlichkeitsarbeit und studentische Zusammenarbeit).

Aber was solls? Ich liebe Herausforderungen!

Wenn man den Hals nicht vollbekommen kann

Die AStA Koalition hat sich gefunden. Sie besteht aus NAWI, GEWI, JUSOS und IL, was an sich noch nicht schlimm ist. Schlimm ist, dass diese Koalition die Aufwandsentschädigungen für langjährige Mitarbeiter/innen in der FSVK, die über Jahre hinweg mit allen ASten zusammengearbeitet haben kürzen und stattdessen einer vollkommen unwissenden und unfähigen Gremienberaterin die Stundenzahl hochsetzen. Einer Beraterin, die weder vor juristischen, noch vor körperlichen Einschüchterungsversuchen zurückschreckt.

Und der Coup schlecht hin: Sie wälzt nun auch noch einen Großteil ihrer Arbeit auf die FSVK Sprecher ab, deren Aufwandsentschädigung ja von der gleichen Bande gekürzt wurden.

Herzlichen Dank! Ich habe schon immer nach einem Equivalent zu unseren korrupten, selbstsüchtigen Politikern gesucht. Ich bin fündig geworden.

An allen Ecken und Kanten

Ich kann momentan gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.

Da wäre zum einen ein Bundesfinanzminister, der gerne das Einkommen der Bundesfreiwilligen besteuern möchte. Neues Steuergesetz

Wo man sich selbst schon fragt, wie wenig ein Mensch im Leben steht (sorry, ich wiess der sitzt im Rollstuhl. Aber die Redewendung passt einfach dazu), um da auch noch Steuern kassieren zu wollen? Gerade Rollstuhlfahrer sind doch oftmals auf diese Menschen angewiesen. Natürlich nicht wenn man sowieso genügend Geld in den Arsch geschoben bekommt, dass man sich keine Sorgen darüber machen muss, wie man den Alltag bewältigt. Das Schlimme ist, dass diese Leute zum Großteil gar kein versteuerbares Einkommen habe, weil sie schlicht zu wenig verdienen. Aber hey, versuchen kann man es ja mal.

Dann wäre da unser Ex-Bundespräsident, der einfach den Hals nicht voll kriegen kann. Neben dem Ehrensold und den anderen Leistungen wie Dienstfahrzeug (Haha!), Chauffeur, Büro und Bürohilfe nun auch noch die Zugabe beim ebenso unverdienten großen Zapfenstreich.

Versteht mich nicht falsch. Ich denke, dass ein Bundespräsident schon eine wichtige Rolle in diesem Land spielt und man auch nach außen hin ruhig mal zeigen kann, dass wir auf diesen Posten wert legen. Denn wenn der gesunde Menschenverstand bei den Standardpolitikern mal wieder ausfällt und sie Zensur und Unterdrückung etablieren wollen, dann ist der Mensch auf diesem Posten mit unter eine der letzten Barrieren. Das Land zu repräsentieren ist für mich nebensächlich. Diese Schutzfunktion ist einfach um so viel wichtiger in der heutigen Zeit und auch vor 65 Jahren.

Und der letzte Punkt an diesem Tag: Unipolitik!

Zum Kotzen! Die Listen im Studierendenparlament streiten sich im Kommentarbereich der Ruhrbarone. Facebook-Posts lösen Falschmeldungen aus, die anschließend mühsam revidiert werden müssen. Echt Leute? Wie wäre es mal damit, wenn ihr miteinander reden würdet?

 

Wenn man es genau betrachtet…

… bin ich, seit ich mich aus dem Politikgeschehen zurückgezogen, nicht nur in der Politik inaktiv geworden. Das dehnt sich auf mein ganzes Leben aus und damit ist nun Schluss!!!

Erstes Projekt: Studentische Interessenvertretung reparieren und verbessern
Zweites Projekt: Bürgerbegehren gegen das Konzerthaus in Bochum

Beide Projekte laufen ab heute simultan. \0/ Neben der Masterarbeit natürlich.

Lustiges von der Uni

Die Uni Bochum ist schon ein riesiger Klotz, in dem man sich ganz gerne mal verlaufen kann. Sie hat sogar eine eigene Postleitzahl. Über 42000 Menschen arbeiten und studieren hier und dann kommt im Foyer jemand auf mich zu und fragt:

„Wo ist denn Gebäude 150?“

Tja, dieses Gebäude gibt es nicht. 150 ist die ‚Hausnummer‘ der Ruhruni, aber nicht ein einzelnes Gebäude. Beim Nachfragen stellte sich dann heraus, dass das die Dame das Prüfungsamt der Wirtschaftswissenschaft suchte. Q.E.D.