Veröffentlichung von Spendengeldern

Gestern hat die Schatzmeisterin des Bundes der Piratenpartei das Spendenverhalten der Abgeordneten der Piraten veröffentlicht. Es sieht nicht schön aus, das schonmal vorab. Spenden unserer Landtagsabgeordneten

Darunter stand bei der Veröffentlichung noch der Kommentar der Bundeschatzmeisterin „Mir wird schlecht“.

Ich habe daraufhin mit ihr eine Unterhaltung auf Twitter geführt:

Nun gibt es direkt mehrere Kritikpunkte. Zu einen, dass bewusst fehlerhafte Daten veröffentlicht wurden. Die Buchungen in NRW sind noch nicht abgeschlossen. Ja, es gab eine Frist bis zum 30.09., aber diese Frist wurde verlängert. Das ist vorallem der Bundesschatzmeisterei bekannt. Trotzdem werden die Zahlen veröffentlicht und entgegen der Behauptung, dass das ja muss, muss das eben nicht jetzt sein.
Warum veröffentlicht man das also? Weil man Druck aufbauen will. Man will den ganzen Scheiss nicht mehr ehrenamtlich machen, sondern dafür entlohnt werden. Steht ja auch in einem der Tweets. Und wenn es im Bund nur 4-5 Bezahlte sind, dann wäre der Buchhaltung schon geholfen. In NRW haben wir eine Mitarbeiterin, die ich meine halbtags arbeitet. Hinzukommen 4-5 Helfer, die ehrenamtlich eine ganze Menge wegschaffen. Damit sind wir aber schon einer der wenigen LVs, die so jemanden hat und es war ein Kampf diese Stelle zu bekommen. Sicherlich könnte man die irgendwann ausweiten, und das sollte dringend diskutiert werden. Übrigens hat diese Person nicht nur Buchungen zu machen, sondern fertigt auch die Protokolle von Vorstandssitzungen an und arbeitet dem Landesvorstand zu. Mit ihrer Stundenanzahl kommt sie da nicht weit, so dass man sicherlich im Endeffekt nichtmals auf den Mindestlohn kommt. Aber zurück zum Spendendrama.
Die Schatzmeisterei hat also bewusst fehlerhafte Zahlen rausgehauen, sowohl bei den Spenden als auch bei den Einkommen, denn 8612€ sind nicht die Nettoeinkommen, sondern Teil des Bruttoeinkommen. Nachvollziehen kann man das, wenn man sich die Blogs der Abgeordneten anschaut. Teile dieser veröffentlichen ihr Einkommen und Spendeverhalten nämlich schon. Das die Zahlen auf den Blogs und der Bundesschatzmeisterei nicht übereinstimmen wirft natürlich Fragen auf, die man eben nur auf Nachfrage beantwortet bekommt. In einem privaten Gespräch wurde mir auf den Hinweis, dass das ja ein Fressen für Journalisten ist, gesagt, dass das nicht schlimm sei, weil die Journalisten ganz schnell Gegendarstellungen drucken müssten, wenn die dazu was schreiben.

Ach? Bei offiziell veröffentlichten Zahlen von MdLs und Bundespartei müssen die Journalisten sich entschuldigen, wenn sie die Zahlen aufgreifen? m(

Hier übrigens die Aufschlüsselung, was so ein Landtagsabgeordneter an Bezügen und Ausgaben hat. netnerds Blog

Bye bye, Fiege Pils.

Es ist einfach nur traurig. Das große Bochumer Open Air Festival Bochum Total wird ab 2014 nicht mehr von der Privatbrauerei Fiege beliefert, sondern zukünftig von Königspilsener. Nun werden Einige sagen: „Ja und? Ist doch nur Fiege!“ Aber Fiege ist nicht einfach nur Bochumer Bier, sondern vielmehr eines der wenigen eigenständigen Biere. Es gehört eben nicht in die Reihe der Bierkonzerne. Fiege ist einfach nur Fiege. Wie vor 20 oder 30 Jahren. Ohne Schnick Schnack. So wie der Pott eben auch.

Man muss sich die Frage stellen, warum sich solch eine kleine Brauerei halten kann und diese Frage lässt sich damit beantworten, dass Fiege den Großteil des Kundenstamms über die Präsenz auf so gut wie jedem Fest in Bochum generiert. Die Menschen treffen sich am Fiege-Stand und man trinkt auch die Woche nach der Feier gerne noch ein Fiege zuhause. Trotz seiner herben Note und dem verhältnismäßig hohen Preis ist es auch bei den jungen Erwachsenen beliebt.

Es bleibt abzuwarten wie Königspilsener auf Bochum Total 2014 abschneiden wird, aber ich sag mal so: Mein Fiege kann ich überall in der Innenstadt kaufen. Der Erlös muss ja nicht ins Festival fließen.

DerWesten – Bei Bochum Total kommt das Bier jetzt aus Duisburg

Und weil es noch nicht traurig genug ist, hier noch ein kleiner Hint in Sachen Qualitätsjournalismus.

Fiege-Cheg

Journalismus ist halt auch nicht mehr das, was er mal war

Eigentlich wollte ich ja nichts zum Wahlausgang schreiben, denn im Endeffekt interessiert es niemanden oder alternativ klingt es nach jammern.

Ich jammere nicht. Ich bin auch weniger pissed als mancher sich so vorstellt. Jedes Land bekommt die Regierung, die es verdient. So läuft das in der Demokratie. Ich kann nicht mehr machen, als ich bisher getan habe und deshalb werde ich mit dem Ergebnis leben müssen. Und mal ehrlich so schlecht ist das Ergebnis für mich nicht. Über 40% für die CDU-CSU sichert mir einen Arbeitsplatz, denn diese Regierung hat die NSA Affäre für beendet erklärt. Unternehmen werden sich also selbst um ihre IT Sicherheit kümmern müssen. Dafür braucht man Menschen wie mich.

Aber kommen wir mal zum Topic dieses Blogpost.

Ich habe gerade auf Twitter einen Link zu einem Kommentar auf DerWesten.de gesehen

Am 23.09.2013, also einen Tag nach der Wahl, fällt der WAZ Mediengruppe also auf, dass es sich nicht nur um Populismus, sondern sogar Rechtspopulismus handelt. Guten Morgen, liebe Journalisten, habt ihr gut geschlafen? Diese Gerüchte gibt es schon länger. Teilweise lassen diese sich auch schnell verdeutlichen, wenn man sich die Besetzung in den einzelnen Kreisverbänden der AfD anschaut. Aber wieso sollte jemand so etwas tun?

Ich habe dann also mal nachgefragt und bekam das hier als Antwort

Das konnte ich so nicht stehen lassen.

Und was kommt daraufhin zurück?

Echt? Ein Google-Link? Fehlt noch, dass sie das mit ‚Let me google that for you‘ verknüpfen. Aber interessant sind die Ergebnisse der Google-Suche schon:

vor 2 Stunden: Lucke und der Nazi-Jargon
vor 10 Stunden: AfD will 2014 bei der Kommunalwahl in Essen antreten
vor 15 Stunden: Bernd Luckes AfD will „die anderen das fürchten lehren“
vor 16 Stunden: Eurokritiker der AfD auf Stimmenraub bei FDP und Union
vor 3 Tagen: Entscheiden Eurokritiker von AfD über die nächste Koalition?
vor 4 Tagen: Erste Umfrage sieht euro-feindliche AfD im Bundestag
03.09.2013: Zur Bundestagswahl zehn Fragen an Alan Imamura

Und das geht so weiter. Nichts von einem Schulterschluss mit der German Tea Party. Nichts davon, was Lucke 2006 über den Niedriglohnsektor gesagt hat. Ich habe für vieles Verständnis und eigentlich will ich auch gar nicht so sein, aber IHR SEID JOURNALISTEN! IHR MÜSST HINTERFRAGEN und das auch noch kritisch! IHR MÜSST AUFKLÄREN! DAS ist E-U-E-R JOB! NACH dem Unfall weiß jeder, dass es besser gewesen wäre sich anzuschnallen.

Rechtsstaatlichkeit und so…

Eigentlich wollte ich dringend einen Artikel zu Feminismus, Aufschrei und Co schreiben und dabei noch einen Abstecher in den Bereich Polyamorie machen, aber mal ehrlich: DAS SIND NICHT DIE WICHTIGEN THEMEN. Jedenfalls nicht jetzt. JETZT ist Überwachung. Jetzt ist massiver Gesetzesbruch durch den Staat selbst.

Erst vor wenigen Wochen war ich in einer Schule und habe zum Thema PRISM, Tempora und Datenschutz referiert. In der Diskussionsrunde sagte dann einer der Schüler, dass das ja alles ok wäre, denn wir würden ja in einem Rechtsstaat leben.
Schon damals habe ich das nicht mehr geglaubt. In der letzten Zeit ist einfach so viel passiert. PRISM und Tempora sind ja keine deutschen Programme, aber wie wir schon ahnten und nun auch wissen nutzen deutsche Nachrichtendienste und auch die Bundeswehr die extrahierten Daten dieser Programme. Das Zauberwort oder auch Programm nennt sich XKeyscore.
Es ist wie eigentlich immer. Wenn ein schweizer Bänken eine Straftat begeht und Daten von Steuersündern entwendet, dann schreit ein Teil der Politiker, dass der Staat diese nicht ankaufen darf. In dem Fall sind es sogar explizit schwarze-gelbe Poltiker. Wenn es dann jedoch darum geht, dass rechtswidrig Daten von deutschen Bürgern erfasst und weitergegeben werden, dann ist das plötzlich alles wieder in Ordnung. Bzw. eigentlich weiss man ja, dass das nicht in Ordnung ist, aber die Terroristen… ja, die Terroristen… immer wieder stelle ich mir die Frage: Bin ich Terrorist? Vermutlich schon. Irgendwann.
Nein, ich will keine Menschen töten. Nein, ich will keine Gebäude in die Luft jagen. Ich will meine Meinung sagen dürfen und dabei keine Angst haben müssen. Aber kann ich das noch? In diesem Moment wird dieses Blogpost von einer gewissen Anzahl Algorithmen gescannt und sortiert. Komme ich nun in die falsche Box? Stehen gleich Beamte vor dem Büro? Stehen sie vor meiner Wohnungstür? Ich kann es nicht abschätzen.
Und überhaupt… wer ist denn Terrorist? Ist die Definition dafür nicht variabel? Jeder kann Terrorist sein, wenn der Staat dies so definiert. Wie weit sind wir davon entfernt, dass das wirklich so ist?
Schauen wir uns doch einmal in unserem Land um.
Da wird in einem Verfahren ein Jugendpfarrer bezichtigt Gegendemonstranten motiviert zu haben, Neonazis und Polizisten anzugreifen. Nett, wie sie ist, halt die Polizei versucht belastendes Videomaterial zusammenzuschneiden. Immerhin ist dies nun aufgefallen, und das Gericht will das gesamte Videomaterial sichten. 200 Stunden. Das wird sicherlich noch einige Zeit dauern, bis das Verfahren weiterläuft. Ich tippe auf nach der Wahl. Dann kann man sich wieder ungestört unerfreulichen Dingen zuwenden.
Ein anderes Verfahren, das eigentlich laufen sollte und weshalb ich diesen Blogpost überhaupt erst angefangen habe, ist der Fall Gustl Mollath. In den Verhandlungen gegen diesen Mann gibt es einige Fehler, jedenfalls wird dies durch die Medien so bezeichnet. Lest euch den Wikipedia-Artikel zu Gustl Mollath mal durch. Da wird einem schon anders. Es gibt Gerüchte, dass auch dieses Verfahren bis nach der Bundestagswahl und noch viel wichtiger der zeitnah zur Bundestagswahl stattfindenden Landestagwahl in Bayern, verschleppt werden soll und so schaut es gerade auch aus. Das Landgericht Regensburg hat die Wiederaufnahme des Verfahrens abgelehnt.
Da kommt man ein wenig ins Grübeln.

Ach und wenn wer von euch die letzte Bundespressekonferenz mit Angela Merkel nicht gesehen hat: Sucht sie! Schaut sie euch an! Da sagt die Merkel nämlich so großartige Dinge wie in etwa: „Snowden erfüllt die Ansprüche auf Asyl nicht. Die USA sind ja ein Rechtsstaat.“
Toller Rechtsstaat, Frau Merkel! Dieser Rechtsstaat inhaftiert unter widrigsten Bedingungen seit mehr als 10 Jahren Menschen, die er eventuell für gefährlich hält. Das Ganze eben ohne rechtsstaatlichen Gerichtsprozess. Ohne Verurteilung. Ob Republikaner oder Demokraten, alle ziehen das gleich durch. Die haben es sogar geschafft einen Teil dieser Menschen über UNSER Hoheitsgebiet dorthin zu bringen, aber dem bolivianischen Ministerpräsidenten wird der Überflug von Frankreich, Spanien und Italien verboten. Auch so lupenreine Rechtsstaaten. Zum Kotzen!
Und wenn man sich weiter in der Welt umschaut, dann erkennt man, dass selbst der Iran sich als Rechtsstaat bezeichnen kann, denn nach den dort herrschenden Gesetzen ist es vollkommen ok Homosexuelle zu erhängen, vergewaltigte Frauen zu Tode zu steinigen und Journalisten, die über Sexspielzeug berichten, monatelang wegzusperren, damit sie in der Gefangenheit ihre Prügelstrafe abliegen können. Mit Sitzen ist da nämlich nichts mehr.

Piratenfraktion NRW macht die besten Ausschreibungen

Dieses Mal schreiben sie die Stelle zum Rundfunkrat für den WDR aus.

Piratenfraktion – Ausschreibung

Die Tätigkeit der Mitglieder des Rundfunkrats ist ehrenamtlich.

Die Mitglieder des Rundfunkrats erhalten für ihre Tätigkeit gemäß § 15 Abs. 2 der Satzung des Westdeutschen Rundfunks Köln i.d.F. vom 29.07.2011 eine Aufwandsentschädigung. Sie beträgt für die ordentlichen Mitglieder 10%, bei Mitgliedschaft in einem oder in mehreren Ausschüssen 12,5%, für die Stellvertreter(innen) 5% der monatlichen Entschädigung der Mitglieder des Landtags von Nordrhein-Westfalen.

Lustig, was? Ein Ehrenamt, dass mit einer Aufwandsentschädigung von gut 1072 Euro pro Monat daherkommt und dann auch nur ca. einen Tag Anwesenheit benötigt. Sicher wird man zuhause auch mal was lesen müssen. Wenn man sich wirklich engagiert kann man auch statt 10% bis zu 12,5% bekommen. Also ca 1300 Euro … für ein Ehrenamt gar nicht mal so schlecht.

WTF! Lokaljournalismus am falschen Ende der Stadt

Ich frage mich manchmal wirklich, warum ich überhaupt noch auf der Seite von DerWesten nach Nachrichten schaue. Heute wieder einmal zum Schreien:

Der Bus hat eine Dieselspur quer durch ganz Bochum hingelegt – von der Straße am Heerbusch in Bochum-Werne (tief im Westen) bis zur Endstation (tief im Osten).

Um den Fehler zu finden muss man sich natürlich ein wenig in Bochum auskennen, oder auch einfach mal die eigene Zeitung lesen. Werne ist der Nachbarstadtteil von Langendreer. Alles was sich in diesen beiden Stadtteilen und ein paar weiteren abspielt wird selbst bei der WAZ oder DerWesten unter der Rubrik Bochum-Ost nachlesen kann. Es sollte dem ein oder anderen auch aufgefallen sein, dass die Stadt Essen im Westen von Bochum liegt. Da könnte man bemerken, dass man auf dem Weg von Bochum nach Essen an Wattenscheid vorbeikommt. Hinter der Autobahnausfahrt Wattenscheid kommt sogar noch Wattenscheid-West.

Ich weiss ja, dass Fehler geschehen, aber sowas ist ärgerlich.

EDIT: Es wurde nun verbessert.

Beauty and the nerd

Mir wird gerade unweigerlich schlecht. Erst neulich habe ich mich mit Freunden darüber unterhalten, dass Nerds ja mittlerweile für jeden Scheiss den Kopf hinhalten müssen, weil der Gesellschaft aufgefallen ist, wie toll man diese vorführen kann. Sicherlich kann man nur jemanden vorführen, der das mit sich machen lässt, aber trotzdem. Genauso wie dieser tolle Hipster Trend, unter dem wir mittlerweile leiden. Zu meiner Schulzeit ist man für exakt dieses Auftreten gerne mal in die Mangel genommen worden. Wahrscheinlich sogar von jenen, die das jetzt ach so cool finden.

In dem Gespräch kamen wir auch auf ein neues TV Format in den USA zu sprechen: Beauty and the nerd. Darin treten ein paar hübsche Mädels gegen ein paar Nerds an. Es gilt Spiele zu gewinnen. Dabei wird, wie in den ganzen Scripted Reality Show wie Bauer sucht Frau auch, darauf geachtet, dass Eigenheiten der Protagonisten ganz besonders hervorgehoben werden. Bei den Nerds wird es also darauf hinauslaufen, dass irgendetwas mit Menschen machen müssen. Die Mädels werden wahrscheinlich irgendetwas technisches machen müssen.

Nun hat es ProSieben tatsächlich geschafft dieses Format nach Deutschland zu holen. m( Als hätten wir nicht schon ausreichend US-Importscheisse im TV. \0/

Wer mir nicht glauben möchte, der kann ja mal die Anfrage an den Chaos Computer Club lesen und natürlich die passende Antwort von Gerd Eist, dem Pressesprecher vom CCC.

PasteBin – Bizarre Anfrage an den CCC
Focus Online – „Beauty and the nerd“

Hurricane Opfer != Hurricane Opfer

Aktuell wird einem mal wieder klar, wie scheisse die aktuelle Medienwelt wirklich ist.

Alle Welt blickt nach Amerika. Dabei hat Hurricane Sandy nicht nur die US Küste getroffen, sondern auch weite Teile von Kuba und Haiti verwüstet. Ja, Kuba… da kommt doch dieser leckere Rum her? Ja, und dieses Land wurde jahrelang mit Sanktionen behindert eine vernünftige Wirtschaft aufzubauen. Es ist zwar noch nicht so weit Kuba als Dritte-Welt-Land zu bezeichnen, aber schön ist das Leben da nicht unbedingt.

Anders sieht es da mit Haiti aus! Dank des Erdbebens von ein paar Jahren befindet sich das Land immer noch im Aufbau. Viele Menschen leben immer noch in notdürftig zusammengezimmerten Behausungen. So ein Hurricane kann da schon einigen Schaden anrichten und das hat er auch.

Und trotzdem… wenn man beispielsweise nach ‚hurricane sandy cuba‘ googlet, dann findet man folgenden Beitrag der Stuttgarter Zeitung, der die aktuelle Lage eigentlich ganz gut widergibt.

Stuttgarter Zeitung

Ort der Berichterstattung: Kuba
Meldung: Hurrikan „Sandy“ fegt auf US-Hauptstadt zu

Niemanden auf Kuba wird es interessieren, ob der Wirbelsturm auf die US-Hauptstadt zu hält. Zu dem Zeitpunkt wird auf Kuba selbst wahrscheinlich mit dem Aufräumen begonnen.

Kuba:
Google Bildersuche ‚hurricane sandy cuba‘

Haiti:
Haha! Ein Bild mit CC Lizenz
Haiti by IOM Haiti CC license BY-NC-SA 2.0

Ein weiteres Problem des Medienhypes ist, dass die Hilfsmittel / Spenden dank einseitiger Berichterstattung eher in die USA fließen, obwohl die das auch alleine stemmen können. Es ist ja vielmehr so, dass die USA normalerweise humanitäre Hilfe bringen und nun etwas mit sich selbst beschäftigt sind.

Es ist Zeit für eine neue Kategorie!

QUALITÄTSJOURNALISMUS

Ich weiss, dass ich mich da etwas weit aus dem Fenster lehne, wenn ich die Rechtschreibung- oder Grammatikfehler anderer anprangere, aber ich habe auch nicht vor damit mein Geld zu verdienen. Ich habe nicht Journalismus oder Germanistik studiert.

Die meisten Fehler sind wohl der Hektik des heutigen Lebens geschuldet. Vielleicht auch den ständigen Budgetkürzungen schuld, so dass eine ausreichende Anzahl Korrekteure einfach nicht verfügbar sind. Vielleicht ist es den Journalisten aber auch einfach nur egal und genau deshalb nun diese Kategorie. Natürlich werde ich auch versuchen die zuständigen Redaktionen auf Fehler hinzuweisen.

Ich beginne heute mit derWesten

Sicherheit dauch teurerer und modernerer Fahrräder fördern.

Sind das die neuen Superlativen? Heute Hase, noch fluffigerererererer? Und was ist ein dauch?

DerWesten – Abstrampeln für bessere Mobilität

Update 17:56: Sie haben das dauch korrigiert. Ich habe sie auch auf die erers hingewiesen.

Update 18:06: Die anderen Fehler wollen sie nicht mehr korrigieren.

Update 20:59: Es wurde geändert! Auch die zwei erers.