Weniger Angst, mehr Informationen

Verneigt euch vor Ranga Yogeshwar! Nicht nur, weil er uns immer wieder zeigt, dass Naturwissenschaften echt cool sind, sondern weil er auch so ein verdammt heller Kopf ist. Aufklärung hört halt nicht beim Fachgebiet auf.

In nur 2,5 Monaten von Sparkurs zu Erfolgsprämien

Hut ab! Die Bahn zeigt wieder, wie man es macht. Am 30.12.2014 teilen die Manager der Presse und den Mitarbeitern noch mit, dass es schlecht ausschaut und gespart werden muss und schon 2,5 Monate später geben sich die hohen Herren fette Prämien. Wieder einmal ein typischer Fall von Hals-nicht-voll-genug-kriegen.

Die Welt – Bahn-Vorstand bereitet Mitarbeiter auf Sparkurs vor

Handelsblatt – Bahn-Vorstände verdoppeln ihre Erfolgsprämien

Was machen die eigentlich im Internet?

Netflix ist beleidigt. Zahlende Kunden auf der ganzen Welt wollen an die Inhalte des amerikanischen Netflix und mieten sich dort ein. Weil das aber nicht genwünscht ist, versucht man dies anhand der IPs zu unterbinden. Wer nicht aus den US kommt, der hat auch nicht US Netflix zu schauen! Nur sind die Leute nicht doof. Mittels VPN ist es recht einfach eine IP Adresse aus den USA zu bekommen. Wir befinden uns immerhin im Internet. Einem internationalen Netzwerk. Hier kann man sich mit eben technischen, legalen Möglichkeiten mit der passenden IP versorgen. Also fängt man nun an entsprechende IPs zu blocken. Ich bin gespannt wieviele zahlende Kunde das treffen wird, und wie diese deas Problem lösen werden. Mein Tipp lautet, dass sie sich für einen geringeren Beitrag an einen der Linkanbieter und Downloadmanager entscheiden. Und so passiert, was passieren muss. Die Contentmafia treibt legal zahlende Menschen in die Illegalität. Schönes System haben wir da.

Netflix zieht in den Kampf gegen VPN Piraten

Aufräumen kann manchmal sinnvoll sein

Facebook-Freunde sind häufig keine richtigen Freunde, dass wissen wir ja eigentlich schon und können damit umgehen. Gelegentlich hat man aber auch Typen darunter, wo es sich lohnt darüber nachzudenken, ob man diese Leute wirklich kennen mag. Durch den aktuell wieder salonfähig gewordenen Rassismus fallen auch in meiner Timeline Leute auf, die eine Gesinnung haben, die ich nichtmals unterm Schuh kleben haben möchte. In einem speziellen Fall wurde ich gezielt darauf angesprochen, ob ich mich denn bereits damit auseinandergesetzt hätte, dass Moslems in Skandinavien massenweise Frauen vergewaltigen. Nach einer kurzen Diskussion, ob mit „ungewollt westliche Frauen in öffentlichen Zügen ‚beglückt'“ wirklich DAS gemeint war, und daraufhin mir Links auf Webseiten mit massiv rassistischen Scheiss geschickt wurde, habe ich mich entschieden die Person aus dem Freundeskreis zu entfernen. Dazu gab es dann noch eine Diskussion über private Nachrichten und die Sache schien gegessen.

Nun hat mich besagte Person heute erneut kontaktiert. Der Inhalt der Nachricht stellt sich wie folgt dar:

Es wird Deine Meinung vermutlich nicht grundlegend ändern. Jedoch hiulft es Dir vielleicht, Deine aktuelle Position zu überdenken.

Gemeint war ein Video von einer Schwedin, die ihr Land zurück haben wollte. Das Video werde ich nicht verlinken. Es ist einfach zu widerwärtig. Und etwas ähnliches habe ich dann dem Sender auch geantwortet.

Sorry, aber bleib mir mit dieser Scheiße vom Hals. Das ist Hass. Fremdenhass. Ich lebe in einem Gebiet, das seit mehr als 100 Jahren für Zuwanderung bekannt ist. Ich bin mit Türken, Polen, Russen und Spaniern aufgewachsen. Ja, es gibt Probleme, aber du driftest in einen Bereich ab, der einfach Blödsinn ist und ich werde mich in diese Richtung nicht ziehen lassen.

Die Antwort darauf ist dann einen Facepalm wert:

Liebe S.,
ich möchte Dich bitten, mich hier bei FB zu blocken. Grund für meine Bitte ist die, dass ich Deine in der Diskussion zu Tage getretene Gesinnung als menschenverachtend empfinde und Deine Weigerung, sich mit Tatsachen zu beschäftigen, als beschämend für wissenschaftliche Geister.
Ich möchte nichts mit Menschen zu tun haben, die massenhafte, systematische, vermeidbare Gewaltverbrechen gegenüber Frauen ignorieren und tolerieren, sobald diese Verbrechen von klar zu benennenden Teilgruppen verübt werden. Denn diese Ignoranz, die vermutlich geschuldet ist dem Wunsch, die eigene Ideologie nicht zu sehr ins Wanken zu bringen, ist mitverantwortlich für diese Verbrechen.

Und verständlicherweise möchte ich nichts mit ideologisch geleiteten Frauenhassern(innen) zu tun haben. Diesen Eindruck habe ich jedoch von Dir, durch Deine Apathie dem Leid der Vergewaltigungsopfer gegenüber, leider gewinnen müssen.

Du hattest genug Zeit, Deine Position zu erläutern. Jedoch hast Du es nicht getan. Daher muss ich davon ausgehen, dass sich an Deiner Einstellung inzwischen nichts geändert hat und kein Lernprozess stattfand.
Es mag sein, dass ich hiermit falsch liege. Dann muss ich mich natürlich (von ganzem Herzen) für meine deutlichen Worte entschuldigen.
Aber ich lege inzwischen keinen Wert mehr auf eine Korrektur des durch Dich selber vermittelten Bildes.

Darum bitte ich Dich insbesondere, hierauf auch nicht zu antworten.
Ich werde eine etwaige Antwort ungelesen löschen.
Wie gesagt – bitte einfach blockieren. Danke.

Ich denke mal meine Antwort hat ihn ausreichend getroffen.

Ein schwerer Tag voller Schwermut

Dieser Artikel wird einem Tagebucheintrag gleichen, aber ich muss es einfach irgendwo hinschreiben. Also wundert euch nicht.

Heute war ein emotional schwerer Tag für mich. Jahresabschluss in der Bezirksvertretung. Wichtige Dinge wurden besprochen. In einer längeren Erklärung eines Verwaltungsmitarbeiters habe ich mich dabei wieder ertappt. Wieder ging ich die Frage durch, die ich mir seit einem halben Jahr stelle. Warum? Warum mache ich das? Warum sitze ich dort? Nun heute war die Antwort, wie so oft zuvor eine traurige. Ich sitze dort, weil einer fehlt. Nicht irgendeiner, sondern einer von den Guten. Nach einem Jahr kann ich es immer noch nicht fassen. Er ist nicht mehr da. Nicht einfach weg von den Piraten oder weg von der Politik, sondern ganz weg. Ein wundervoller Mensch.

Das Einzige, was bleibt, ist die Erinnerung. Und deshalb werde ich mich nun hinsetzen und mich ein wenig in der Musik verlieren. Ich mag euch ein Stück mit auf den Weg nehmen. Der folgende Song ist einer meiner Lieblingssongs der Serie Sons of Anarchy.

Seburro hat diese Serie und auch die Songs sehr gemocht. Mir hatte er mal verraten, dass es den zweiten Song sehr gerne hörte. Aber schaut und vor allem hört selbst.

Der kleine Mann und der Moloch

Ich möchte euch eine kleine Geschichte erzählen, die sich vielleicht tatsächlich zugetragen hat.

Es war einmal ein kleiner Mann, der arbeitete Tag ein, Tag aus, für sein Unternehmen. Nein, nicht sein Unternehmen, sondern für ein großes, daxdotiertes Unternehmen. Aber wenn er so seine Arbeit machte, dann hätte man meinen können, dass ihm wirklich etwas an diesem Unternehmen liegt. Morgens erschien es pünktlich, setzte sich an seinen Schreibtisch und begann mit seinem Tagwerk. Seine Pause verbrachte er mit seinen Kolleginnen und Kollegen in der Kantine. Manchmal gab es Probleme in der Firma. Probleme und Aufgaben, die nicht in der normalen Arbeitszeit zu erledigen waren. Bei solchen Problemen, ja da war er sogar am Wochenende oder in der Urlaubszeit im Büro. Alles damit der Unternehmung kein Schaden entsteht. Zusätzliche Leistungen gab es dafür nicht, aber das machte ihm auch nicht so viel aus.

Dann kam der Tag. Nach 25 Jahren in der Firma zog er seinen Hut. Er hatte das Rentenalter erreicht. Kein Vorstand kam und verabschiedete sich von ihm, wie es andersrum Brauch war. Er ging also seinen letzten Gang zur Stechuhr. Danach ging er zur Teamleiterin, um ihr die Mitarbeiterkarte zu geben und sich somit ein letztes Mal zu verabschieden. Beim Verlassen des Firmengeländes vielleicht noch ein Seufzen, wie wir es wohl alle tun würden. Ein weiteres Kapitel im Leben eines Menschens ist abgeschlossen. Aber NEIN! Weit gefehlt. Das sollte noch nicht alles sein. Die Firma meldete sich ein weiteres Mal bei ihm. Nein, nicht mit einem Blumenstrauß. Auch nicht mit einem Händedruck. Mit einer Mahnung. Er hatte seine Monatsarbeitszeit nicht vollständig geleistet und sollte zeitnah ca. 2,50€ an die Firma überweisen.

In diesem Moment wurde ihm ganz klar: Drecksladen!

Bei o2 ist der Kunde noch…

na was eigentlich? Der Dumme. Ganz so schaut es aus.

Hallo, ich habe heute morgen mein S4 active in einem O2 Shop zur Reparatur abgegeben. Das Ersatzgerät hat soeben die WLAN Verbindung ignoriert und mein Datenvolumen durch ein Systemupdate leergesaugt. Ich finde das irgendwie nicht gut.

H.: Guten Tag und herzlich willkommen bei O2. Einen kleinen Moment bitte, ich lese gerade Ihre Anfrage.
H.: Guten Tag und herzlich willkommen bei O2. Einen kleinen Moment bitte, ich lese gerade Ihre Anfrage.
H.: Ich leite Sie zur Klärung an die Fachabteilung weiter. Bitte loggen Sie sich in der Zwischenzeit direkt am Portal ein, damit wir genaue Auskünfte erteilen dürfen. Klicken Sie unten im Chat-Fenster einfach auf „Portalkennwort eingeben“ und geben Sie anschließend Ihr Kennwort ein. Vielen Dank.
H.: — Chat wird weitergeleitet… —

So weit, so gut.

Mitarbeiter G.: Willkommen im „o2 Guru Chat“. Mein Name ist Herr G.
Kunde S.: Hallo Herr G.
Mitarbeiter G.: Mit welcher Fehlermeldung ist da WLAN abgebrochen worden
Kunde S.: Keine Fehlermeldung. Das Systemupdate wurde einfach über die Mobilfunkleitung heruntergeladen
Mitarbeiter G.: Das ist dann aber eine Frage der Handykonfiguration
Kunde S.: Ich hatte das Gerät an den Computer zum Laden angeschlossen. Als ich nach 1,5 Stunden wieder danach sah, war das Update zu 70% heruntergeladen und ich hatte 2 nachrichten von O2, dass mein Highspeed Datenvolumen nun aufgebraucht sei
Kunde S.: Ich habe das Handy heute von einem der O2 Shop übergeben bekommen. Es handelt sich um ein Ersatzhandy, weil mein Handy leider einen technischen Defekt hat.
Mitarbeiter G.: Dann ist am Handy eingegeben worden, das Updates auch über das mobile Internet erfolgen dürfen.
Kunde S.: Als Grundeinstellung?
Mitarbeiter G.: Dies ist in den Einstellungen des Handys auch auf WLAN Only zu hinterlegen
Mitarbeiter G.: Das wird bei der EInrichtung des Handys abgefragt
Kunde S.: Sorry, aber da war keine solche Frage
Kunde S.: Ich habe ein S4 active abgegeben und als Ersatz ein Sony Xperia E1 bekommen. Woher soll ich da die Standardeinstellungen kennen?
Mitarbeiter G.: Das wird bei jedem Handy abgefragt. Dann haben Sie die Abfrage vermutlich übersprungen
Kunde S.: ich habe da nichts übersprungen. ich habe zb die synchronisation mit meinem google account eingestellt
Kunde S.: ich habe bei der einrichtung des handys angegeben, dass es sich mit dem wlan verbinden soll
Kunde S.: eine ip hatte es bekommen.
Kunde S.: eine verbindung aufgebaut
Mitarbeiter G.: Wie bereits erwähnt, ist das eine reine Einstellungssache am Handy selbst.
Kunde S.: Ok, ich fasse dann mal zusammen. Ich gehe mit O2 einen Vertrag über 42,50 im Monat ein. Die Hardware, die ich geliefert bekomme ist nach weniger als einem Jahr defekt. Als Ersatz bekomme ich ein minderwertiges Telefon, das Eingaben ignoriert und meinen Datentarif leerzieht und das Einzige, was kommt
Kunde S.: ist ihr: Selbst schuld. Das ist eine Einstellungssache?
Mitarbeiter G.: Das ist keine Einstellungssache. Zu Ihrer ersten Frage, Leihandys müssen wir nicht zur Verfügung stellen. Daher sind wir Ihnen bereits entgegen gekommen. Das ein defekt vorliegt, das ist für uns um Vorfeld nicht erkennbar. Wir sind nicht der Hersteller.
Mitarbeiter G.: Das die Konfiguration des Handys fehlerhaft ist, das können nur Sie einstellen. Darauf haben wir keinen Einfluss
Kunde S.: Und dennoch hocke ich trotz LTE Vertrag aufgrund einer Fehleinstellung an einem Ihrer Geräte nun mit 3G oder weniger rum?
Mitarbeiter G.: Die Handy sind alle auf Werkseinstellung zurück gesetzt. Die Konfiguration ist bei jedem Handy immer gleich. Wenn Sie Ihr Handy wieder bekommen, kommt auch diese Abfrage wieder ob Systemupdates über WLAN oder auch mobile Internet erlaubt wird.
Kunde S.: Diese Abfrage gab es nicht und ich hatte das Gerät im Wlan angemeldet. Was es jedoch gibt ist das Angebot weiteres Datenvolumen für 3,99€ hinzuzubuchen. Entschuldigen Sie aber ich fühle mich da gelinde gesagt verarscht
Mitarbeiter G.: Wenn das Handy über WLAN angemeldet ist, läuft kein Datenvolumen über Ihre SIM-Karte.
Kunde S.: Das habe ich doch vorhin geschrieben
Kunde S.: es war im wlan angemeldet, aber hat sich selbstständig da wieder herausgenommen
Mitarbeiter G.: Das habe ich verstanden. Das ist aber nichts wo wir einen Fehler gemacht haben, wenn Sie aus Ihrem WLAN herausgenommen werden.
Mitarbeiter G.: Das habe ich verstanden. Das ist aber nichts wo wir einen Fehler gemacht haben, wenn Sie aus Ihrem WLAN herausgenommen werden.
Kunde S.: das Wlan war dauerhaft verfügbar. Das kann ich dadurch bezeugen, weil ich mir mehreren anderen Geräten im selben Wlan unterweg sbin
Kunde S.: Vielleicht verstehen Sie es ja, wenn ich Ihnen sage, dass ich gerade sehr unzufrieden bin. Ich kann mein Handy gerade nicht nutzen, weil es defekt ist. Ich kann meinen Vertrag nicht nutzen, weil das Handy das gerade gefressen hat. Wenn Sie sich anschauen, wie mein Nutzungsverhalten ist, dann werden
Mitarbeiter G.: Dennoch ist die Verbindung unterbrochen worden und aufgrund der Einstellung durfte das mobile Internet für Updates genutzt werden.
Kunde S.: Sie sehen, dass ich eigentlich nur das DAtenvolumen nutze. Ich denke O2 macht bei den 20€ für den Vertrag ein ziemliches Plus.
Mitarbeiter G.: Ich kann aufgrund der Konfiguration des Handys keine Fehler feststellen der durch uns verursacht worden ist.
Kunde S.: Ich bin sehr unzufrieden, denn O2 ist mein Vertragspartner und das Einzige, was ich zu hören bekomme ist ein: Nicht unser Problem.
Kunde S.: Nicht unser Problem. Wir müssen nicht…. wissen Sie, da frage ich mich, ob ich da noch Vertragspartner sein möchte.
Mitarbeiter G.: Das ist auch korrekt, für die Konfiguration des Handys übernehmen wir keine Verantwortung. Ich kann selbstverständlich vermerken, das Sie zukünfigt kein Leihhandy mehr erhalten. Damit kann dies nicht nochmals passieren
Kunde S.: Ja, super. Ich schreib dann jetzt die Kündigung. Herzlichen Dank. Dann wird sich einiges in Zukunft erledigen.
Mitarbeiter G.: Alles klar, dann vermerke ich dies auch wie besprochen und wir warten dann Ihr Schreiben dazu ab.
Kunde S.: Ich habe mir erlaubt dieses Gespräch zu speichern. Schönen Tag noch.

Ich wollte eigentlich im Januar meine Mutter als o2 Kunden werben. Tja, so schnell kanns gehen. Eine Kündigung ist ja schnell geschrieben.

Beim Sony Xperia E1 schaut der Weg zur geforderten Einstellung übrigens wie folgt aus: Menü – Einstellungen – Über das Telefon – Softwareupdate (leitet ins Update Center) – Menü – Einstellungen – Automat. Downloads zulassen – Update automatisch nur über Wi-Fi.

Ich hatte den Download nicht automatisch durchgeführt, sondern ihn erlaubt. Da hatte das Gerät aber wie oben schon erwähnt zunächst eine Verbindung zum Wlan aufgebaut hatte, war das so ja auch ganz ok. Wer denkt schon daran, dass das Gerät sich das nochmal anders überlegt?

UPDATE: Nachdem jemand vom Socialmedia-Team sich das Ganze nochmal angeschaut hat, habe ich nun doch nochmal einen Datenvolumen-Nachschlag bekommen. Scheint so als gäbe es bei o2 doch noch serviceorientierte Mitarbeiter/innen.