Launisches Existenzminimum

Wir leben ja in einem Statistikparadies. Für alles und jeden gibt es mindestens eine Statistik. Meistens sind es ganze Bücher, die man mit diesen Zahlen und Interpretationen füllen kann.

Das Existenzminimum ist auch so eine Zahl. Heraus interpretiert aus einer Statistik, die nur sehr selten neu interpretiert wird. Sonst würden die an das Existenzminimum gebundenen Zahlungen des Staates ja öfters angehoben werden. So hat man zwar immer eine gewisse Inflation, aber diese wird eben im seltensten Fall mit einberechnet. So kommt es beispielsweise, dass Asylbewerber immer noch lediglich ein Anrecht auf einen Geldbetrag haben, der vor mehr als 10 Jahren festgeschrieben wurde. Das sind irgendwas zwischen 220 und 270 € pro Monat. Ein ziemliches Stück unter dem Existenzminimum, aber die dürfen ja eh ihr Dorf nicht verlassen. Ich meine das genau so wie es da steht. Ich kenne ein Asylbewerberheim auf dem Land, dass mindestens 3 km von allem Leben entfernt ist.

Das eigentliche Existenzminimum wird bei uns als sogenannter Hartz4-Satz ausgezahlt. Aber immer wenn es einem Sachbearbeiter bei der ARGE passt wird dieser Betrag gekürzt. Na gut wird der Durchschnittshartzler denken, dann geh ich halt nicht mehr zum Gourmettempel. So einfach wie sich so mancher Sachbearbeiter denkt ist das aber nicht und so hat sich nun wohl ein Hartzler gewehrt und bumms gibt es die Retourkutsche.

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