Zeit über die wichtigen Dinge zu sprechen

Es ist Sommer. Ja wirklich! Ok, es ist nicht sonnig, aber in unseren Breitengraden nennt man das trotzdem Sommer. Ich selbst mag es ja so. Ich brauche die Blumen nicht gießen und schwitzen tue ich für gewöhnlich auch nicht, es sei denn ich strenge mich an und genau so sollte es ja auch sein.

Aber wie so oft im Sommer gibt es eine Zeit, in der die Schüler faul zuhause rumhängen oder mit der Familie im Urlaub sind. Eine Zeit, wo das Leben etwas langsam und weniger stressig läuft: Dem Sommerloch. Jeder wuselt so vor sich hin. Tendenziell die Zeit der wenigen Nachrichten und so kommt es, dass Politiker, die sonst nichts zu sagen haben Gehör finden, oder die Medien sich um die lanweiligsten Meldungen prügeln.

Und hier ist auch schon so eine Meldung von Tagesschau.de

Was soll man da noch sagen? Die Spreewaldgurke in Gefahr! Wenn DAS keine Meldung wert ist, was dann?

Großartig sind auch die ersten zwei Kommentare. Die Gurken sind also zu groß für die bisherigen Gläser? Dann muss man einfach größere Gläser nehmen. Klar, klingt plausibel. Ist es aber nicht. In unserer heutigen Zeit, in der alles auf dem Millimeter genau genormt ist, da kann man nicht einfach als Hersteller die Verpackungseinheit vergrößern oder das Gewicht verändern. Das zieht immer einen Rattenschwanz an Arbeit hinterher. Sehr wahrscheinlich sind die Standardgläser schon längst bestellt und die Aufkleber gedruckt. In einen Karton passt eine bestimmt Anzahl Gläser und eine bestimmte Anzahl Kartons passt auf eine Europalette und die wiederum sollte ein bestimmtes Gewicht haben. In den Geschäften ist in den Regalen ein bestimmter Platz für das Produkt vorgesehen und schlussendlich ist da auch noch der Verbraucher, der einen bestimmten Preis gewöhnt ist und sich über hohe Preisschwankungen ärgert, weil diese selbstverständlich immer größere Erhöhungen als Senkungen mitmachen. Alles nicht so einfach, aber sicherlich brennend interessant, während eines Sommerlochs.

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