Wie ein Bewerbungsgespräch nicht aussehen sollte

Es ist sicherlich nicht immer einfach den oder die Richtige für einen Job zu finden. Was mir aber gestern auf der Sitzung der FSVK untergekommen ist, spottet jeder Beschreibung.

Hier sollte eigentlich eine Befragung der Bewerber um die vakante bsz Redakteursstelle gehen, die von der FSVK zu besetzen war. In solch einer Befragung werden die Bewerber oftmals um ihre Einstellung zum Gendern (ihr seht, ich mache das gerade nicht) oder aber ihrer Haltung zu Pflichtdiensten, wie dem Wehrdienst oder dem Zivildienst, befragt. Auch dieses Mal startete die Befragung mit diesen Fragen. Schließlich jedoch kamen wir zu dem Punkt, an dem die Befragung zum Kreuzverhör wurde.

Einer der Bewerber hatte es doch tatsächlich gewagt zur StuPa-Wahl anzutreten. Und das auch noch bei der Grünen Hochschulgruppe. Welch ein Frevel! Es kam jedoch noch schlimmer. Er hatte auch einen offenen Brief an den jetzt amtierenden AStA unterschrieben, welcher AStA & Friends nicht gefiel. Ob er so einen Brief wieder unterschreiben würde, wurde gefragt. Auch ob er seine Stelle als bsz-Redakteur dazu nutzen würde, um dem AStA eine „reinzuwürgen“. Reinzuwürgen ist hier tatsächlich ein Zitat.
Nachdem AStA & Friends diesen einen Bewerber gute 40 Minuten verhört hatten, kamen auch die anderen dran. Da war beispielsweise die Bewerberin, die ebenfalls einmal bei der GHG kandidiert hatte. Auch diese wurde kurz befragt. Die Frage an den dritten Bewerber grenzte schon an Unverschämtheit: „Bei den anderen beiden Kandidaten ist es klar, aber wie wählst du?“
Schließlich wurden alle drei gefragt, wie sie zu diesem offenen Brief stehen würden, und wie sie es fänden, dass eine bsz-Redakteurin diesen entworfen oder zumindest unterschrieben hätte. Begründung war hier, dass man sehen wolle, ob mit der Besetzung es nicht zu Problemen in der bsz-Redaktion kommen könne.

Fazit: Egal wer von den Dreien gewählt wird, alle Drei empfanden dieses Verhör als unangebracht, was es ja auch war. AStA & Friends haben sich an dieser Stelle sicherlich keine Freunde gemacht. Denn gerade solch ein Machtmißbrauch, und nichts anderes war diese Stimmungsmache, wird jeden Journalisten aufhorchen lassen.

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