„So geht die Freiheit zu Grunde mit donnerndem Applaus“

Ein schönes Zitat aus Star Wars. Nur leider, wie so oft, ist manchmal nicht einmal jemand für den donnernden Applaus da.

So oder so ähnlich sah für mich die gestrige Sitzung der FSVK aus. Die dunkle Seite an dieser Stelle vertreten durch den AStA der RUB und unterstützt durch die Vertreter einiger Fachschaften, die hierdurch die nötige Legitimation bekamen. Tatsächlich ist diese Filmszene ein gutes Beispiel, denn gestern sollte nichts weiter auf den Weg gebracht werden als eine demokratisch durch die Fachschaften legitimierte Senatsliste, damit es hier nicht wieder zu einer Übervorteilung kommen sollte. Kontrolliert durch nichts geringeres als die Fachschaftvertreterkonferenz, einem Gremium mit direkter Anbindung an die Fachschaften selbst. Quantität sollte nicht weiter die Qualität der studentischen Senatsfraktion dominieren.
Es war klar, dass dies den verantwortlichen SenatorInnen und auch dem AStA nicht gefallen würde, da diese bisher zum Großteil niemals mit einer solchen Option konfrontiert wurden. Also wurde die vorgestellte Satzung Stück für Stück auseinander gepflückt. „Gesamte Studierendenschaft“ gegen „Studierendenschaft“, „Fachschaftrat“ gegen „Fachschaftvollversammlung“ und schlussendlich sogar die Frage, ob man das Stimmrecht innerhalb der Liste nach Anzahl der Fachschaften bestimmen möchte, oder lieber die Anzahl der Studierenden einer Fachschaft als Grundlage festlegt. Schon alleine der Name Liste FSVK wurde zu Beginn bemängelt.
Im Verlauf der gesamten Diskussion, die über 150 Minuten lang dauerte, fiel immer wieder auf, dass der Grund für die enge Bindung an die FSVK den Diskussionspartnern entweder nicht klar war, oder aber nicht recht war. Die enge Anbindung an die FSVK sollte Machtmissbrauch grundsätzlich ausschließen. Dieser war zeitweise offensichtlich, da ein paar der AStA Mitglieder und Senatoren als Vertreter ihrer Fachschaften anwesend waren und auf diese Weise Druck ausübten, was nicht zuletzt durch Abstimmungen mit teilweise nicht nachvollziehbare Entscheidungen klar wurde. So kam es beispielsweise dazu, dass bei einem eingeforderten Meinungsbild, ob das Stimmrechtverfahren der FSVK auch auf die Liste FSVK angewandt werden soll, die Vertreterin der Fachschaft Genderstudies sich enthielt. Stellt sich an diesem Punkt die Frage, warum sich eine Vertreterin einer Fachschaft mit nur 62 Studierenden bei einer Abstimmung enthält, bei der es darum geht zu vermeiden, dass große Fachschaften mehr Stimmen haben als Kleine. Eine Fachschaft wie Genderstudies würde bei einem solchen Verfahren ein Stimmrecht haben, dass gegen Null tendieren würde.
Vielleicht erklärt es der Punkt, dass eben diese Vertreterin des Fachschaftrat Genderstudies nicht einfach nur als solche anwesend war, sondern noch weitere Ämter bekleidet (Senatorin, Gremienberatung, stellv. SP Sprecherin, QVK und die Mitarbeit im Referat für Öffentlichkeitsarbeit und studentische Zusammenarbeit).

Aber was solls? Ich liebe Herausforderungen!

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