Falsch verstandene Akzeptanz (-wahl)

Es war mir schon etwas peinlich, dass ich gestern auf Twitter lesen musste, dass die Süddeutsche die bei den Piraten auf dem Landespartei NRW 2012.1 angewandte Akzeptanzwahl nicht verstanden hat.

Zur Erläuterung: Die Akzeptanzwahl ist eine Wahl bei der jede/r Wahlberechtige so viele Stimmen wie er/sie will vergeben kann. Wenn man also von einer Liste von Kandidaten mehrere gut findet, dann darf man jedem ein Kreuzchen schenken.

Nun hat der Spitzenkandidat der Piratenpartei NRW 50,75 % der Stimmen bekommen. Damit ist er auf jeden Fall von der Mehrheit akzeptiert worden, aber kann man das wirklich als Erfolg verbuchen? 50,4 %? Das sind 202 Personen, die ihm ihre Stimme gegeben haben. Dabei hätten auch gut 100% oder zumindest 90% drin sein müssen. Ich meine, der wird von knapp der Hälfte der Teilnehmer akzeptiert! AKZEPTIERT! Das muss man sich mal reinziehen! 49,6% finden den schlichtweg so scheisse, dass sie ihm nichtmals 2 Stiche auf einem Zettel gegönnt haben.

DAS kann es nicht sein! Und nein, die Süddeutsche hat das schon ganz richtig gesehen. Drin sein ist nicht alles. Man muss auch das passende Ergebnis und die passende Anzahl Sympatisanten hinter sich wissen. Aber hey, er hat immerhin die meisten Stimmen bekommen.

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