Spenden, die es nicht gibt. Großaufträge trotz Haushaltssperre

Na, habt ihr das mit dem Musikzentrum schon mitbekommen? Nein? Ich fasse mal eben zusammen. Eine Stiftung bietet der Stadt 600.000€ als Zuschuss an, wenn diese die weiteren Baukosten in Höhe von ca. 500.000€ übernimmt. Gebaut werden sollen Verwaltungsräume für die Bochumer Symphoniker, die zuvor nicht in das Budget des Baus reinpassten. Die Stadt befindet sich zwar in einer finanziell angespannten Lage, was durch einen Nothaushalt gefixt werden soll, aber die Oberbürgermeisterin entscheidet (leider rechtlich wohl einwandfrei) für den Bau. Dies tut sie über die Köpfe der anderen Ratsmitglieder, weil sie keinen Bock auf eine außerordentliche Sitzung hat. Wäre ja noch schöner da andere mitentscheiden zu lassen. Wie gesagt, leider wohl halbwegs rechtlich ok.
Als wäre das aber alles noch nicht lachhaft genug, kommt nun noch heraus, dass die 600.000€ der Stiftung aus Spendengeldern kommen sollen, die bisher noch nicht eingegangen sind. Deshalb bürgt die in Bochum ansässige GLS Bank auch dafür.
Klingt komisch? Es kommt noch besser. Frau Freis ist Geschäftsführerin der Stiftung und steht dort im Impressum mit einer @gls.de Emailadresse. Zufall? Etwas weiter unten kann man dann noch dies hier sehen:

Vorstand der Stiftung Bochumer Symphonie:
Thomas Jorberg, Vorstand der GLS-Bank

Morgen startet ja der Bochumer Musiksommer. Solltet ihr dort hingehen, dann habt das hier Geschriebene doch einfach mal im Hinterkopf. Mir vergeht dabei ja die Lust auf Musik.

Pottblog: Musikzentrum Bochum bleibt Zankapfel zwischen den Parteien

Bochumer Symphonie

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