Und wieder haben die Amis uns überholt

Wie auch schon in der Gesetzgebung für Homosexuelle hat uns ein Staat der USA in einem interessanten Bereich überholt.

In Colorado ist der Genuß von leichten Betäubungsmitteln (Cannabis) nun legalisiert und zudem vom Staat reglementiert. Es gibt nun einen legalen Markt für diese Droge, wie auch schon für Nikotin und Alkohol. Das werden einige Leute nicht gut finden, aber es ist doch nun mal so, dass es Menschen gibt, die mit Drogen klar kommen und Leute, die damit nicht klar kommen. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um Alkohol oder Cannabis handelt. Mit den passenden Regeln spricht nichts dagegen Menschen die Wahl zu lassen, ob sie sich zukiffen oder zuschütten wollen. Ich würde sogar noch weiter gehen, denn von Kneipenschlägereien oder Belästigungen durch Kiffer habe ich noch nicht gesehen. Säufer dagegen neigen eher zur Gewalt.

Natürlich gibt es auch bei Cannabis die Gefahr, dass Menschen abrutschen, jedoch ist es mit Alkohol nicht anders. Das ist tatsächlich noch ein Problem, das ich sehe. Wichtiger wäre es vielleicht Menschen zu mehr Selbstverantwortung zu bilden und ggf. auch Menschen beizubringen, dass sie auf die Menschen in ihrer Umgebung besser achten.

Ich jedenfalls bin gespannt, wie das in Colorado weiterläuft. Vielleicht ist der steuerliche Anreiz ja auch interessant für andere Länder? In Berlin ist ja ein Pilotprojekt geplant, das eine ähnliche Thematik haben soll. Dort soll in unmittelbarer Nähe zum Görlitzer Park eine Kifferstube eröffnen, was sicherlich noch interessant werden wird, wenn die Schwarzmarkt-Dealer dem legalen Laden den ersten Besuch abstatten.

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