Was für eine lustige Idee!

Jake Applebaum gehört mit zu den personae non gratae dieser Zeit, jedenfalls wenn man die Geheimdienste fragt. Er war Teil des Personenkreis, der half die Snowden Dokumente zu veröffentlichen und ist ähnlich wie Glenn Greenwald Exil-US-Amerikaner, weil er seiner eigenen Regierung nicht mehr trauen kann. Mehrere Verhöre durch Geheimdienste hat er bereits hinter sich, und so wundert es nicht, dass er sich lieber nicht mehr in seinem Heimatland aufhält.

Nun hat er wohl eine für mich großartige Aussage getroffen, nämlich

Gestern wurde beim Jahresrückblick auf dem 30C3 gesagt, dass es für den Chaos Computer Club ein Unding sei, sollte es jemals soweit kommen, dass Nachrichtendienstler Reden halten dürften. So geschehen auf der Black Hat Convention in den USA in diesem Jahr. Soweit ich das in Erinnerung habe, hat sogar ein ranghoher Geheimdienstler die Keynote gehalten.
Constanze Kurz vom CCC hatte beim Jahresrückblick erwähnt, dass es auch für den 30C3 Bewerbungen dieser Art gegeben habe und sie sich sicher ist, dass Geheimdienste im Kreise der CCCler nach Mitarbeiter suchen würden. Nun der Aufruf von Jake, da auch zu zuschlagen. Die Dienste zu infiltrieren und Daten zu veröffentlichen. Eine lustige Situation, wie ich finde, denn die Geheimdienste können nicht mehr sicher sein, ob sie nicht vielleicht die Katze im Sack kaufen.

Rechte Gruppierung will Politikern Angst machen

Gerade findet in Dortmund eine Demonstration der Partei „Die Rechte“ naja den Wohnorten unliebsamer Politiker statt. Eine dieser Politikerinnen ist Birgit, oder auch Rya, von den Piraten. Die wollte das nicht auf sich sitzen lassen und sich wie die anderen damit abfinden und hat eine Gegendemonstration angemeldet.
Ich bin mir nicht sicher, ob das so gut ist, denn was die Rechten wollen ist Aufmerksamkeit, und genau das bringt eine Gegendemo. Aber das ist Birgits Entscheidung. Aktuell schaut es wohl so aus, dass sich ca. 40 Rechte und 150 Gegendemonstranten sich gegenüber stehen.

Übrigens wird klar, dass diese Demonstration einzig und allein der Einschüchtung dient, wenn man diesen Tweet sieht:

Sexismus, Rassismus und das alles unter dem Vorwand: freie Meinungsäußerung

Ich bin ja schon viel bei den Piraten gewohnt. Shitstorms, Pöbeleien, Beleidigungen… das gibt es ummer wieder, aber was mich am meisten anwiedert sind die Menschen, die unter dem Vorhand der Meinungsfreiheit immer wieder semioffensichtlich diskriminieren. So auch aktuell wieder auf der Bochumer Mailingliste. Hier gibt es Mitglied, das immer wieder zeigt, wie misanthropisch und scheisse es ist. Moderationen helfen nicht, die Einsicht ist gleich Null und auch die Admins sowie der Vorstand haben immer wieder alle Hände voll zu tun Sachverhalte zu klären und Ordnungsmaßnahmen zu behandeln.

Gestern dann wieder eine Äußerung:

Es ging zunächst um das Binnen I. Gut, ich mag das auch nicht, aber ich erkläre das auch einfach in der Form, dass ich es nicht mag. Der angesprochene Typ sagt dazu allerdings

„Nutzer“ ist geschlechtsneutral.
Daher kann man sich das zeitfressende *innen, sparen, denn Zeit ist Geld……(natürlich nur bei den arbeitenden).

Woraufhin er mittels eines langen Artikel zum generischen Maskulinum darauf hingewiesen wird, dass seine Aussage schlicht FALSCH ist. Als Antwort darauf kommt dann

Aha. Und ein „Anatol Stefanowitsch“, will mir die Deutsche Sprache beibringen ? [..]
Ich bleib dabei. Diese „Frauensilbe“ angehängt, wirkt einfach wie ein Mutant.

Ähm, ja und das ist auch dringend notwendig, denn es ist die ‚deutsche‘ Sprache. Und ja, der Anatol Stefanowitsch kann dir das beibringen, denn der ist fucking Sprachwissenschaftler. Der kann sogar das, was er studiert hat, im Gegensatz zu dem ein oder anderen Jurastudenten.

Ich überlege schon die ganze Zeit, wie ich weiter vorgehen soll. Ich halte die Aussage tatsächlich für rassistisch, denn er zielt nur auf den Namen und die hergeleitete Abstammung ab und das mag und will ich nicht tolerieren.