Der Geschlechterkampf in Dauerschleife

Mal wieder geht es um Feminismus, um Quoten, um falschverstandene Menschen, die an den virtuellen Pranger gestellt werden. Alles in allem das was schon seit Monaten läuft.

Angefangen hat es mit Balordas Blogeintrag, den ich vor der Veröffentlichung schon lesen durfte. Sie ist einfach frustriert von der Situation, dass sich einfach niemand mehr zuhört. Man geht schlicht keinen Schritt mehr aufeinander zu. Die Quote muss, jedenfalls nach den Fems. Nur das sei die Lösung.
Der Artikel wurde über die gängigen Medien verbreitet und fand prompt eine Reaktion. Von der Birgit, MdL NRW, und irgendwelchen Leuten, die mir eigentlich egal sind. Aber das Birgit der Meinung ist sich unbedingt Verstärkung holen zu müssen, müssen die wohl irgendwo wichtig sein. Herauskam ein Artikel, der unglaublich lang ist. Ist ja klar, wenn 4 Leute ihre Ergüsse, die sie schon seit Monaten in die Welt plärren, kombiniert in einen Post rotzen. Ja, ich werde etwas vulgär. Ist auch gerade meine Stimmungslage, denn ich find das einfach nur ätzend. Aber hey, ist ja deren Eintrag.

Der Eintrag greift wahlweise Balorda an, dann mal wieder andere oder die Situation an sich. Es werden tolle Erkenntnisse, allesamt sicherlich wissenschaftlich fundiert, wieder und wieder in die Welt geblasen. Ich kann das ehrlich gesagt nicht mehr lesen oder hören. Denn was diesen Menschen allesamt fehlt ist ein Einblick in Strukturen und Bereiche, in denen tatsächlich postgender herrscht. Dabei sind sie schon erfolgreich in einen solchen Bereich eingedrungen. Ungefragt, unerwünscht. Letztes Jahr auf dem CCCongress haben sie damit angefangen Sexismuskarten zu verteilen. Wie gesagt, ungefragt, ungewollt. Wenn das meine Veranstaltung gewesen wäre, dann hätte ich diese Personen kategorisch von allen weiteren Veranstaltungen ausgeschlossen und auch heute würde ich genau das auf jeder Informatikerparty tun.

Aber genug von dem Mist. Ich bereite mich jetzt auf meinen Urlaub vor. Ein langes Wochenende mit Freunden. Ohne Genderkacke. Ohne Vorurteile. Einfach so, auch wenn Frauen dabei sein werden.

Finanzaufarbeitung innerhalb des LV NRW

Anmerkung: Wenn man diesen Artikel liest, dann bitte mit den Ediths weiter unten. Die klären ein paar Sachen auf.

Ich weiss nicht, ob ich es damals gebloggt habe, und ich habe gerade nicht die Zeit das nachzuschauen, aber heute hat der Landesvorstand einen Antrag im Umlauf beschlossen, der so schon einmal von der selben Person mit der selben Argumentation und vermutlich den wieder fehlenden Vergleichsangeboten eingereicht wurde.

Unsere Landesschatzmeisterin S. Nöther hatte damals beantragt einen Teil der NRW Finanzen durch ein externes Buchhaltungsbüro buchen zu lassen. Dabei sollte es sich um ein Angebot unter Freunden handeln. Anbieter sollte hier das noch nicht existente Buchhaltungsbüro Nöther sein. Komisch, oder? Das kam auch nur auf mehrfacher Nachfrage heraus. Ein Raunen ging durch den Landesverband.

Ich fasse mal kurz zusammen:

Landesschatzmeisterin schätzt den Aufwand
Landesschatzmeisterin stellt den Antrag
Landesschatzmeisterin holt keine verbindlichen Angebote ein
Landesschatzmeisterin nennt keine potentiellen Wettbewerber
Landesschatzmeisterin möchte den Auftrag gerne selbst haben

Ähm. Ja. Also WHAT THe FUCK?!“

Jetzt mal ehrlich… von mir aus kann sie den Auftrag haben. Bezahlt. Aber keine schriftlichen Angebote? Keine Überprüfungsmöglichkeiten? Was soll denn der Scheiss? Ich werde demnächst dem KV Bochum ein unfassbar gutes Angebot zum Hosting der Homepage machen. Domain und Daten sind ja in meinem Besitz. Das kann denen kein anderer machen. Ich nehme auch nur 1 Euro pro Änderung. Updates werden pro Vorgang, also CMS, Plugin und Server – Updates, bezahlt. Ich denke damit bin ich dann bei 400€ pro Jahr. Kann ja eh niemand nachvollziehen.

Liebe Stephy, lieber Landesvorstand,

was bitte hat euch denn da geritten DEM so zu zustimmen? Nachdem der Antrag schon einmal wegen fehlender Informationen abgelehnt wurde und diese Informationen immer noch nicht da sind?

Die Edith hat zugeschlagen. Wir haben nach dem schon einmal eingereichten Antrag geschaut, ihn aber nicht gefunden. Vielleicht war das auch nur eine Diskussion. Dennoch, Vergleichsangebote sind meiner Meinung nach Pflicht, aber was weiss denn da der Basispirat schon?

Die Edith ist anhänglich, aber wichtig. Die Schatzmeisterin hat wohl in dieser Sitzung gesagt, dass es sich nicht um das eigene Buchhaltungsbüro handelt, sondern um ein fremdes Büro.

Quelle:
Umlaufbeschluss RT 92432

Es sei mir gestattet

HAHAHAHAHAHAHAHAHAA, die Merkel.

80 Mio. Deutsche werden überwacht. Es hat Monate gedauert bis die Merkel begriffen hat, dass sie dazu gehört. MADE MY DAY!!! Ach scheiss, ich werde ne ganze Woche mit einem fiesen Grinsen im Gesicht rumlaufen. Hach, schön. Sowas kann man sich gar nicht ausdenken.

Ist das noch Größenwahn?

Bochum hat ein neues Leuchtturm-Projekt, den Stadtturm. Leuchtturm? Aber Bochum ist doch weit weg von der See. Naja, ist ja nur so eine Metapher, aber mal ehrlich, in Bochum steht uns das Wasser bis zum Hals. Aber ein Schluck mehr oder weniger macht es dann auch nicht mehr schlimmer, oder?

Der Stadtturm soll es nun also werden. Nach dem Exzenterhaus und dem Musikzentrum nun also ein 105m hoher Turm, direkt neben dem Hauptbahnhof. Den Artikel kann nur in Etappen lesen.

Mit einer Höhe von 105 Metern würde er sich an die Spitze der höchsten Bauten im Revier katapultieren

„Der Stadtturm trägt zur Formung der Glacis vor der historischen Altstadtanlage bei. Er bildet die Fassung für so etwas wie eine ,Bochumer Freiheit’“

Immerhin soll ein Großmieter 1000 Arbeitsplätze nach Bochum bringen. Ich bin gespannt. Vor allem woher das Geld für den Bau kommt und was die Stadt Bochum da wieder an Verlust einfahren wird. Aber wo die Stadt Geld herbekommt, um ihre extravaganten Wünsche zu verwirklichen, steht ja auf derselben Seite: DerWesten – Steuern und Gebühren steigen

Bitte gehen Sie weiter. Hier gibt es zu viel zu sehen.

Die Katze ist immer noch im Sack, aber mittlerweile kann man wenigstens abschätzen, wie groß so ein Sack ist. Naja zumindest wenn man Petra Pau heißt und für die Linke im Bundestag sitzt.

Frau Paz wurde nämlich vom Verfassungsschutz überwacht und das wohl so intensiv und lange, dass der Verfassungsschutz ihr keine Akteneinsicht gewähren will. Die haben einfach zu viel gesammelt und man „benötige zur Aufbereitung der 400 digitalisierten Aktenstücke 6o Arbeitsstage, was unverhältnismäßig, also unzumutbar sei“

Aufbereitung? Unzumutbar? Also zum einen muss da GAR NICHTS aufbereitet werden, denn man will ja Einsicht in die Gesamtaktenlage, DAFUQ! Da müssen die nicht erst aufräumen. Und wir wissen spätestens seit dem NSU Prozess, wie der Verfassungsschutz aufräumt. Als UNZUMUTBAR bezeichne ich mal die Überwachung an sich, und dann man sich erst bis durchs Bundesverfassungsgericht klagen muss, um an diese Informationen zu kommen.

Berliner Zeitung – Die verrückteste Behörde der Republik

Servicewüste o2

Ich bin seit mindestens 4 Jahren Kunde bei o2 und bisher war ich auch recht zufrieden. Vertragsänderungen gingen zügig, ich hatte kaum was zu meckern, und entschloss mich deshalb den Vertrag nicht nur zu verlängern, sondern sogar aufzustocken. Dazu dann noch ein neues Smartphone und ich dachte alles sei in Ordnung.

Heute kam dann das neue Smartphone an. Ok, Daten sichern, SIM Karte wechseln… doch Oops! Die SIM Karte ist zu groß. Hmm. Doof. Ich habe also den o2 Chat kontaktiert, wann sie mir denn die neue MicroSIM zusenden.

„Ja, können wir machen. Dafür müssen wir Ihnen jedoch eine Gebühr von 15€ berechnen.“

„15€? Dafür, dass ich einen Vertrag von euch mittels eines bei euch erworbenen Handy nutzen kann?“

„Ja, das hat sich vor ein paar Monaten geändert. Wo soll ich die SIM Karte hinschicken?“

„Ähm, gar nicht. Ich schaue erstmal.“

SIM Karten kann man nämlich laut Internet auch selbst zurecht schneiden. Leider passt die dann immer noch nicht in das neue Handy, aber naja. Ich habe also meinem Ärger über Twitter Luft gemacht und kurz darauf versucht wieder jemanden im o2 Chat zu erreichen. Im Chat war plötzlich keine Rede mehr von einer Gebühr. Ich könne 3-5 Tage warten oder in den nächsten Shop gehen.

Ich entschied mich für den Shop. Dort habe ich dann der Dame im Shop gesagt, was ich von solchen Gebühren halte. Die gab sich auch verständnisvoll und meinte, dass es momentan wohl Probleme gäbe und deshalb die Karten nicht unbedingt abgerechnet werden. Wir haben uns das nun angeschaut und sie hat mir eine Karte für 0€ gegeben. Nun muss ich etwas warten und schauen, ob da nun Geld abgebucht wird, oder nicht.

Währenddessen auf Twitter:

Letzteres ist übrigens gelogen. In der Bestelloberfläche können die Kundenbetreuer einfach einen Haken in einer Checkbox setzen und schon muss man da nichts zahlen.

Ich ahne Böses – Verkehrschaosvorbereitungen

Hier im Wahlkreisbüro ist man ja Baustellen gewohnt, aber ich hätte schon gehofft, dass sich das wenigstens irgendwann legt. Es schaut leider nicht danach aus. Aber hey, wie sagte der Steude das noch auf der Lokalkompassseite? Die Straßen verkommen und die Stadt will kein Geld investieren. Schaut irgendwie nicht so aus.

KanalbauBochum1

KanalbauBochum2

KanalbauBochum3

Neues von der Überwachungsfront

Ihr kennt sicherlich alle the Onion Router. Wenn nicht, dann hat der Guardian jetzt ein paar Folien, die euch das erklären veröffentlicht. Guardian? Ja, der Guardian. Die Zeitung, die sich mehr oder weniger dazu verpflichtet hat, alle NSA GCHQ Daten zu zerstören. Der englische Geheimdienst hat dafür sogar ein Macbook zerstört. Ein Macbook! Naja, alles lächerlich, weil ja klar war, dass es Kopien gibt. Und so eine Kopie, vermutlich digitaler Art, hat nun wieder den Weg zurückgefunden. Auf Folien wird erklärt wie weit die NSA mit dem Ausbrechen des TOR Netzwerks ist. Dabei wird schon auf den ersten Folien klar, was denn wirklich Sinn und Zweck dieser Überwachung ist.

NSA-Folie zu Tor

Dissidenten. Regimekritiker. Journalisten. Schriftsteller.

Vom Kulturattaché der Stadt zum Stadtdirektor

Immerhin bleibt uns Michael Townsend noch eine Weile erhalten, so dass wir ihn bei Problemen mit dem Musikzentrum an der häßlichen Krawatte durch den Ring aka Sitzungssaal ziehen können.

Die Kommentare sind auch die Wucht. Vor allem der Zweite über die hohlen Phrasen. Wenns um Phrasen dreschen und ätzenden Populismus geht ist der Typ ganz vorne mit dabei.

Veröffentlichung von Spendengeldern

Gestern hat die Schatzmeisterin des Bundes der Piratenpartei das Spendenverhalten der Abgeordneten der Piraten veröffentlicht. Es sieht nicht schön aus, das schonmal vorab. Spenden unserer Landtagsabgeordneten

Darunter stand bei der Veröffentlichung noch der Kommentar der Bundeschatzmeisterin „Mir wird schlecht“.

Ich habe daraufhin mit ihr eine Unterhaltung auf Twitter geführt:

Nun gibt es direkt mehrere Kritikpunkte. Zu einen, dass bewusst fehlerhafte Daten veröffentlicht wurden. Die Buchungen in NRW sind noch nicht abgeschlossen. Ja, es gab eine Frist bis zum 30.09., aber diese Frist wurde verlängert. Das ist vorallem der Bundesschatzmeisterei bekannt. Trotzdem werden die Zahlen veröffentlicht und entgegen der Behauptung, dass das ja muss, muss das eben nicht jetzt sein.
Warum veröffentlicht man das also? Weil man Druck aufbauen will. Man will den ganzen Scheiss nicht mehr ehrenamtlich machen, sondern dafür entlohnt werden. Steht ja auch in einem der Tweets. Und wenn es im Bund nur 4-5 Bezahlte sind, dann wäre der Buchhaltung schon geholfen. In NRW haben wir eine Mitarbeiterin, die ich meine halbtags arbeitet. Hinzukommen 4-5 Helfer, die ehrenamtlich eine ganze Menge wegschaffen. Damit sind wir aber schon einer der wenigen LVs, die so jemanden hat und es war ein Kampf diese Stelle zu bekommen. Sicherlich könnte man die irgendwann ausweiten, und das sollte dringend diskutiert werden. Übrigens hat diese Person nicht nur Buchungen zu machen, sondern fertigt auch die Protokolle von Vorstandssitzungen an und arbeitet dem Landesvorstand zu. Mit ihrer Stundenanzahl kommt sie da nicht weit, so dass man sicherlich im Endeffekt nichtmals auf den Mindestlohn kommt. Aber zurück zum Spendendrama.
Die Schatzmeisterei hat also bewusst fehlerhafte Zahlen rausgehauen, sowohl bei den Spenden als auch bei den Einkommen, denn 8612€ sind nicht die Nettoeinkommen, sondern Teil des Bruttoeinkommen. Nachvollziehen kann man das, wenn man sich die Blogs der Abgeordneten anschaut. Teile dieser veröffentlichen ihr Einkommen und Spendeverhalten nämlich schon. Das die Zahlen auf den Blogs und der Bundesschatzmeisterei nicht übereinstimmen wirft natürlich Fragen auf, die man eben nur auf Nachfrage beantwortet bekommt. In einem privaten Gespräch wurde mir auf den Hinweis, dass das ja ein Fressen für Journalisten ist, gesagt, dass das nicht schlimm sei, weil die Journalisten ganz schnell Gegendarstellungen drucken müssten, wenn die dazu was schreiben.

Ach? Bei offiziell veröffentlichten Zahlen von MdLs und Bundespartei müssen die Journalisten sich entschuldigen, wenn sie die Zahlen aufgreifen? m(

Hier übrigens die Aufschlüsselung, was so ein Landtagsabgeordneter an Bezügen und Ausgaben hat. netnerds Blog