Bochums Probleme mit den Streunern

Die Ferienzeit ist fast vorbei und dennoch wird Bochum seine Plage heimatloser Streuner einfach nicht los. Ständig tauchen sie an unterschiedlichen Plätzen in der Stadt auf und bedrängen friedliche Passanten, die ihres Weges gehen. In einem Gespräch mit dem örtlichen Tierfänger Norbert Deppe, im Telefonbuch zu finden unter Deppe, N., konnten wir recherchieren, dass sich die zunächst als Einzelgänger auftretenden Streuner versuchten mit liebevollen Blicken die Herzen der Passanten zu brechen, als dies jedoch nicht den notwendigen Erfolg zeigte, gingen die Streuner immer mehr dazu über die Passanten in Gruppen von bis zu 6 Streunern zu belagern. Schlussendlich wurden einzelne Bürger sogar bis in die Vororte verfolgt. Dies war der Punkt an dem Herr Deppe einschritt.

Aber woher kommen all die herrenlosen Wesen auf unseren Straßen? Nun ja, gelegentlich kam es immer mal dazu, dass vereinzelt Streuner durch die Straßen irrten. An einem warmen Tag im Jahr 2012 sollte sich dies jedoch ändern. An diesem Tag fand man 4 einsame Pussys an einen Baum in der Innenstadt gebunden auf. Sie waren ein wenig verschüchtert und sicherlich auch ob des Wassermangels und des unbequemen Aufenthalts am Baum sichtlich verwirrt. Ein RTL Kamerateam, das für Kirchenaufnahmen angereist war, filmte zufällig die Situation.

vereinsamtePussysamStraßenrand

Wo ist Jon Stewart?

Seit Wochen schon rätselt die amerikanische Fernsehgemeinde über den Verbleib von Dailyshow-Moderator Jon Stewart. Ist er untergetaucht? Jagt ihn die Mafia? Fragen über Fragen… die auch John Oliver, Korrespondent der dDailyshow nicht lüften konnte, und er hat es wirklich versucht.

Ich bin mir aber mittlerweile sehr sicher, dass der großartige Jon Stewart sich die ganze Zeit über hier in Bochum befand. Und zwar als Mitglied der sogenannten Wuff-Bürger. Eine Satiretruppe, die kaum über die Grenzen Bochums hinweg bekannt ist und für gewöhnlich an den Stadtgrenzkontrollen am Verlassen der Stadt gehindert wird.

Hierzu ein Interview mit der zuständigen Verwaltungsangestellten Colleen Border:

„Frau Border, uns ist zu Ohren gekommen, dass Sie gemeinsam mit dem Geheimrat der Stadt Bochum ein spezielles Programm entwickelt haben, dass die Wuff-Bürger am Verlassen der Stadt hindern soll. Wie ist es dazu gekommen?“ – „Wuff, ähm ja, also das liegt doch auf der Pfote pfft Hand! Diese Wuff-Bürger halten sich ja Jahren nur innerhalb ihres Reviers auf. Beim Verlassen des selben ist immer wieder aufgefallen, dass sie praktisch an jedem Baum halt machen und längere Zeit nicht wissen, wie sie mit den äußeren Eindrücken umgehen können. Das führt immer wieder zu Problemen.“
„Was für Probleme sind das denn?“ – „Nun zunächst einmal sind sie meist völlig reizüberflutet. Irren dann tagelang durch die Wälder der Nachbarreviere und markieren jeden Baum. Dies führt gelegentlich zu Problemen mit den Rudeln, Verzeihung, Bürgern in diesen Revieren. Diese fühlen sich immer mehr durch die Ausdünstungen belästigt.“ – „Verständlich.“ – „Ja, vor allem der Sommer macht den anderen Rudeln immer wieder Probleme. Wenn die Sonne in der warmen Jahreszeit vehement auf die Markierungen scheint, kommt es immer wieder zu gefährlichen Konzentrationen in der Luft. Neulich soll sogar ein Student durch eben diesen Sauerstoffmangel in einen tiefen Schlaf gefallen sein. Er ist bis heute noch nicht richtig wach und nimmt virtuelle Teile seiner Umgebung nur selektiv wahr.“ – „Bäh! Das klingt ja wirklich ekel- und besorgniserregend. Wir werden diesen Fall sicherlich weiter beobachten. Natürlich mit dem notwendigen Sicherheitsabstand. Ich bedanke mich jedenfalls für das Interview und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.“

Zurück zum anderen Thema… das Verschwinden von Jon Stewart, wie passt dies in diesen Bericht. Nun ja, offenbar brach in ihm der Bähschützerinstinkt durch und er hat sich heldenhaft dafür eingesetzt, dass sie Leihen.. ähm Satiriker dich gelegentlich, in Begleitung die Stadt verlassen dürfen.

Hier ein Foto von Jon in mitten der Gegner dieses Vorhabens.

Jon Stewarts Vacations

Ein Datenskandal jagt den Nächsten…

und immer noch haben die Medien nur wenig gelernt.

Gerade habe ich mir den Bericht zum Apothekenrechenzentrumsskandal in der Aktuellen Stunde des WDRs angesehen. Im Prinzip haben die das richtig erklärt, nur leider scheint niemandem ein entscheidener Fehler im Vokabular aufgefallen zu sein. Die sprachen dort nämlich immer wieder von falsche Verschlüsselung der Daten. Dazu haben sie wirklich wirklich gut erklärt. Aber eben mit diesem riesigen Fehler, denn die Verschlüsselung bei der Übertragung der Daten kann ja sogar richtig durchgeführt worden sein. Das Problem liegt in der mangelhaften Anonymisierung der Daten, so dass Marktforschungs – und Pharmaunternehmen detaillierte Rückschlüsse auf die Verschreibungspraktiken einzelner Ärzte möglich sind. Ggf. wird dabei auch noch herausgegeben welche Patienten, welche Medikamente verschrieben bekommen haben. Dementsprechend wird dann das Marketing positioniert.

Eine fehlerhafte Verschlüsselung würde bei einer ordentlichen Anonymisierung ein geringes Problem darstellen. Aber das steht auch gar nicht zur Debatte.

EDIT: DerWesten macht das genauso. Immerhin hat sich die Aktuelle Stunde gemeldet und versucht mir das zu erklären. Mir. Fehlerhafte Verschlüsselung. Klar, Kollegen, kommt nur her. Ihr könnt mir das auch aufmalen.

DerWesten – Fehlerhafte Verschlüsselung beim Apotheken RZ

Das war es nun endgültig mit der Pressefreiheit

Ich habe keine Lust mehr das noch aufzubereiten. Lest es, oder lasst es bleiben. Während Wenige verzweifelt gegen den Überwachungsstatt kämpfen, kraulen andere sich den Bauch und in 10 Jahren hat wieder keine was gewusst. Keine Angst, das da mag gerade ’nur‘ in England sein, aber das ist hier ohne Probleme ebenfalls möglich.

The Guardian – David Miranda, schedule 7 and the danger that all reporters now face

And so one of the more bizarre moments in the Guardian’s long history occurred – with two GCHQ security experts overseeing the destruction of hard drives in the Guardian’s basement just to make sure there was nothing in the mangled bits of metal which could possibly be of any interest to passing Chinese agents. „We can call off the black helicopters,“ joked one as we swept up the remains of a MacBook Pro.

Eine Einschätzung dazu auch bei Fefe.

Unfreiwillig komisch

Im letzten Jahr kam während des Wahlkampfs der Kasper. Dieses Jahr der Horrorcircus, nicht unpassend, wie ich finde. XD

HorrorCircus_1

HorrorCircus_2

Der fade Beigeschmack der Politik

Wie ihr wisst bin ich ja bei den Piraten, und wie überall in Land und Bund herrscht gerade Wahlkampf. So auch in Bochum, wo ja traditionell eher die SPD gewählt wird.
Wenn man politisch aktiv ist, dann bekommt man so einiges mit. Momentan liegt der Fokus auf dem Plakatieren, sprich die Wahlwerbung an die Bäume und Laternen hängen. Jedes Jahr wieder gibt es ärgerliche Aktionen. Dieses Jahr schlägt dem Fass den Boden aus. Die CDU hat 2 Tage vor dem für alle Parteien gleichermaßen geltenden Termin die Innenstadt über den gesamten Ring hinweg fast alle Bäume mit Merkel und Lammert Plakaten zugepflastert.
Kaum wurde das bemerkt ging auch schon die Schreierei los. Die ersten Anrufe bei der Stadt gingen ein, und auch der Presse wurde das Thema mehr als nur unter die Nase gerieben. Laut meiner Filterbubble haben sich meistens Piraten darüber aufgeregt. Ich habe das Ganze locker genommen, denn in den letzten Jahren ist es immer wieder dazu gekommen, dass die ein oder andere Partei eher Plakate aufgehangen hat. So auch die SPD bei der Landtagswahl 2012. Zwar nicht in der Innenstadt, sondern nur im Bereich Altenbochum, aber immerhin wurde auch dort damals nicht sparsam mit dem Material umgegangen. Dieses Jahr jedoch hatte die SPD, so gerüchtet es jedenfalls, Lieferprobleme und so waren sie meiner Meinung nach eben nicht früher dran, sondern ein wenig später als die anderen. Und wie schaut das dann in einer überwiegend SPD-regierten Stadt aus?

Der Westen – Wahlplakate zu früh aufgehängt – Bochumer CDU droht Bußgeld

„Das ist ungerecht. Wie soll ich Regeln vermitteln, wenn andere sie nicht einhalten“, sagt auch Thorsten Kröger, der örtliche Wahlkampfleiter des SPD-Unterbezirks

Da kommt mir ganz unelegant das Essen wieder hoch.

So sah das nämlich letztes Jahr einen Tag VOR dem Plakatiertermin aus 2012-03-31_18-12-23_676