„Das wird dir nicht gefallen.“

Ja ja, diese Aussage war sicherlich nicht untertrieben. Eigentlich ist es sogar so, dass es mich unweigerlich auf die Palme bringt.

Der Arbeitsauftrag ist eigentlich recht simpel: Hier hast du ein Angebot und nun hole Vergleichsangebote ein

Gesagt getan, aber bei Apple noch lange nicht so einfach. Denn Shop ist nicht gleich Shop. Man braucht nicht denken, dass man überall in den Apple Stores / Businesspartner Stores die gleichen Sachen bekommt, oder die Sachen in gewissen Teilen gleich beschrieben sind. Also habe ich mich 90 Minuten durch die Onlineshops meiner Wahl gekämpft, um Vergleichsangebote für ein Produkt einzuholen, dass ich weder mag noch empfehlen kann.
Sicherlich haben die tollen stylischen Geräte in irgendwelchen Bereichen ihre Daseinsberechtigung, aber diese sind doch relativ beschränkt auf das Arbeitsumfeld des Nutzers. Hier ist mein zerschmetterndes Urteil schlicht: Perlen vor die Säue!
Da wird das Flagschiff von Apple genommen und nach allen Regeln der Kunst noch aufgemotzt, um anschließend für die Nutzung von Officeanwendungen eingesetzt zu werden. Naja gut, ich denke mal der ein oder andere Film wird auch abgespielt. Einen Hang zum Programmieren oder gar Komponieren / Mischen / Auflegen kann ich nicht bei dem zukünftigen Nutzer nicht erkennen. Dafür jedoch werden zusätzliche Programme für das Gerät gekauft: Parallels und Windows 7 Home Premium. m(

Achso alles inkl. Tasche 3.392,59€

Mir jedenfalls braucht an der Uni niemand mehr erklären, dass kein Geld da wäre, solange so noch mit Geld umgegangen wird.

Lächeln, winken, weitergehen… und dabei daran denken, dass die Tage dieses Studiengangs schon gezählt sind.

Aktion Klehranlage

Erst gestern hatte der Medienanwalt Markus Kompa die Aktion gegen die Abmahnung von Herrn Klehr gestartet, in dem er in seinem Blog um Spenden für die Finanzierung der Klagen bis zum Bundesgerichtshof gebeten hatte. Heute sind die ersten Einzahlungen angekommen. 251 Personen haben mindestens einen Betrag von 20€ auf das Konto überwiesen. Ein paar Beträge bewegen sich in Größenordnungen, die sogar Herrn Kompa staunen ließen. Ich denke aber, dass da noch ein paar Euros unterwegs sind, denn eines ist klar: Wer bloggt, der hat ein gesteigertes Interesse daran, dass diese Klage bis zum letzten Punkt durchgefochten wird. Wie sollte man sonst weiter seine Gedanken öffentlich im Internet preisgeben, ohne direkt an den finanziellen Ruin zu denken? Und nicht nur Blogger sind gefragt, denn diese Abmahnabzocke macht nicht vor sozialen Netzwerken halt.

Aktion Klehranlage
Die ersten 24 Stunden

Natürlich sollte man nicht jedem dahergelaufenen auf diese Weise unter die Arme greifen. Es gibt jedoch eine gewisse Gruppe von Personen, denen man das nötige Vertrauen entgegenbringen kann. Ich für meinen Teil zähle Markus Kompa dazu.

Neuer Tiefpunkt im TV erreicht

Ich dachte ja immer, dass es nicht viel tiefer geht. Aber Sat 1 überrascht einen immer wieder.
Nach Mitten im Leben kommt Sat 1 mit einem noch schmierigeren Format ähnlicher Güte und ähnlichem Namen: Pures Leben.

In der Folge, die da gerade läuft, wird eine durchgeknallteschnittliche Familie gezeigt. Hauptperson ist Eileen, eine sehr korpulente junge SchlFrau, die als Sparfuchs bekannt ist. Da gibt es auch schonmal abgelaufene Milch und wer weiss was noch. Morgens geht sie in den Laden und kauft Lollies, die dann gegen die Pausenbrote kleiner Kinder eintauscht. Die Beute wird dann gemeinschaftlich gefressen.

Ihr Freund steht ganz normal, also wie in jeder guten Familie, im Wohnzimmer und bügelt Blätter von irgendwelchen Bäumen.

Vorläufiger Höhepunkt ist das Nudelwettessen auf dem Flohmarkt. Also nicht das es auf dem Flohmarkt noch andere Stände gäbe, aber hey… nicht drüber nachdenken und bloß weiterschalten, oder am besten noch ausschalten! Das Beste an der Sendung war die Hintergrundmusik. Freddie wird sich im Grabe umdrehen.

Ich frage mich ja immer, wie die Fernsehsender Menschen finden, die sich für so einen Foo hergeben.

Die Stadt kommt schon an ihr Geld

Zugegeben, der Artikel ist schon etwas älter, aber was hat sich die Stadt Bochum denn bei dem Scheiss gedacht?

Da bekommt ein Autobesitzer ein Knöllchen in Höhe von 15€ wegen Falschparkens und dabei war er gar nicht in der Stadt!
Mehrere Personen bezeugen, dass er sich zum Tatzeitpunkt in der Eifel befand, inkl. seines PKWs.
Die Stadt akzeptiert dies und schickt dem Halter eine Rechnung über 18€ Bearbeitungsgebühr für die Einstellung des Verfahrens.

Wenn das keinen Facepalm auflöst, dann weiss ich auch nicht.

DerWesten

Danke, Anke!

Ich weiss ein dummer Spruch, aber sie war die Einzige, die etwas Wahrheit in das schillernde Treiben in Baku gebracht hat.

„Heute Abend konnte niemand für sein eigenes Land abstimmen. Aber es ist gut, wählen zu können. Und es ist gut, eine Wahl zu haben. Viel Glück auf Deiner Reise, Aserbaidschan! Europa beobachtet Dich! Und hier sind die Ergebnisse der deutschen Jury…“

SpOn

Haben uns einen Momentan den Glamour des Abends vergessen und hinter die Fassade schauen lassen. Aserbaidschan… ein freies Land… jedenfalls wenn es nach den Machthabern geht und man schon die Schnauze hält. Erst am Morgen vor dem ESC wurden zahlreiche Demonstranten verhaftet. Wo die geblieben sind, man weiss es nicht. Ob sich in nächster Zeit etwas ändern wird? Es bleibt zu hoffen.

Eine Frage, die man sich jedoch auch stellen muss: Wie würde es in Deutschland ausschauen? Wenn man an die Blockupy Aktionen der letzten Tage denkt, dann kommt einem schon in den Sinn, dass auch hier nicht alles richtig läuft. Nicht selten werden Demonstrationen verboten, weil man gerade bei diesen Antikapitalismusdemos mit größeren Ausschreitungen rechnen muss. Aber ist es nicht das Gleiche, ob man nun gegen eine Regierung oder gegen jene, die die eigene Regierung finanziell in der Hand hat, demonstriert?

Bleibt zu hoffen, dass auch da eine Anke Engelke, eine Marietta Slomka und ein Claus Kleber auch da sind und etwas sagen, wenn es bei uns schlecht mit der Demokratie ausschaut.

Manche Neuigkeiten müssen einfach raus

Früher oder später. Bei ARD.de auch gerne einmal später.
Da wird halt 3 Jahre später darüber, dass eine verschollene Jazz-Legende nach 30 Jahren in New York auf einer Parkbank gefunden wurde.

Ich bin nur froh, dass er da nicht auf den Bericht gewartet hat, sondern mittlerweile wohl einige Zeit im Tonstudio verbracht hat.

ard.de

Wenn die Stadt Bochum nur immer so kulant wäre

Die Verzögerung hilft der Stiftung Bochumer Symphonie, die noch fehlenden Millionen für das Projekt einzutreiben. 14,3 Millionen Euro sollten eigentlich zum Stichtag 31. Mai vorgelegt werden. „Das muss nicht unbedingt an diesem Datum sein“, erklärte Townsend am Rande der Jurysitzung zum Architektenwettbewerb.

Ruhrnachrichten Online 23.05.2012

Ein Schelm, wer da Böses denkt. Die Verzögerung kommt Befürwortern und Gegnern gleichermaßen entgegen, denn wie in dem Artikel zu lesen ist gibt es für dieses Projekt Fristen und sollten die nicht eingehalten werden. Jedenfalls denkt man sich das so, wenn man Bürger in dieser Stadt ist. Denn bei Fristen, da versteht die Stadt Bochum nur selten Spaß.
Nicht so bei den Stiftungsgelder für das Musikzentrum, da kann auch mal ein paar Monate geschludert werden. Jaja, irgendwie sind wir doch alle gleich, in diesem schönen Staat. Gut, manche sind gleicher, aber hey.

So sieht der Akif die Piraten

„Piratenpartei: Onanistenvisagen, die nie eine Frau abgekriegt haben, jedenfalls keine, bei der es sich gelohnt hätte, Versager, die fröhlich vor sich harzen, dabei mit der Hand in der Hose auf ein Laptopschirm (finanziert von Mama) starrren und dabei die Welt durch Verschwörungstheorien und orthografisch falsche Kommentare iihrer Mitwichser unter Blödartikeln kennenlernen, und die jetzt andere Nieten gefunden haben, die ihrerseits wie an der Zitze von Mama von der Allgemeinheit alimentiert werden wollen.“Akif Pirincci

MADE MY DAY! Ich habe Tränen gelacht und nun Bauchweh. Facebook immer wieder für einen Lacher gut.

Die hohe Kunst der Selbstreflektion

Es ist nicht immer leicht die eigenen Idee zu verwirklichen, seien sie auch noch so gut. Die Zusammenarbeit mit anderen Menschen führt zwangsläufig immer wieder an die Stelle, an der man sich fragt, ob man das was aus einer Idee geworden ist wirklich noch mittragen kann. Das letzte Wochenende ist in diesem Punkt nicht zimperlich mit mir gewesen, so dass ich nichts geringeres als meine politische Einstellung grundlegend überdenken muss. Ja, vielleicht betrifft dies nicht nur meine politische Einstellung, sondern gleich meine gesamte politische Arbeit.

Die Frage, die sich mir gleich zweimal an diesem Wochenende stellte lautete: Bin ich weiterhin gewillt mit Menschen zusammen zu arbeiten, die sich aufgrund ihrer Position über Regeln oder Grundsätze der jeweiligen Gruppierung hinweg setzen, um für sich selbst einen einfacheren Weg zu finden?

Zum einen wäre da wieder einmal die Geschichte an der Uni. Diese eine Senatorin, die nebenbei Gremienberaterin und stellv. StuPa-Sprecherin ist. Dabei wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass sie die Gremienberaterin für den Senat ist, denn wenn sie das für den Asta tun würde, dann würde sie gegen die Satzung der Studierendenschaft verstoßen und zumindest einen der bezahlten Jobs los sein. Dabei spielt es wohl keine Rolle, ob die Stelle der Gremienberaterin vom Asta direkt bezahlt wird oder nicht. Also jedenfalls theoretisch nicht. Meiner Meinung nach ist das eine Farce, denn es wurde auf mehreren Treffen klar, dass sie das nicht trennen kann. Immer wieder verhält sie sich so sehr pro Asta, dass sie selbst als Vertreterin ihrer Fachschaft Entscheidungen trifft, die der Fachschaft schaden, dem Asta aber nutzen.
Aktuell versucht sie in die neue Senatsliste zu kommen und dort wieder als Senatorin zu kandidieren. Eine Senatorin, die in ihrer Position als Gremienberaterin und stellv. Listensprecherin bewusst gegen die Satzung der Liste LVV verstoßen hat. Eine Senatorin und Stupa-Mitglied, dass als Listensprecherin der Grünen Hochschulgruppe nach der Wahl die Liste verlassen hat, jedoch offensichtlich immer noch Mitglied von Bündnis 90 / Die Grünen ist. Eine Senatorin, die Zitate auf Internetblogs versucht zu verhindern, weil diese so nicht gesagt wurden, jedoch in offiziellen Protokollen stehen. Zwei Internetblogs wurden per Email kontaktiert, dass rechtliche Schritte folgen werden, sollten die Zitate bzw. die Namensnennung nicht entfernt werden. Gerüchteweise soll es sich hierbei um Persönlichkeitsrechte handeln – Eine Grüne spielt also Persönlichkeitsrechte als an der Uni politisch aktive und auf diese Weise auch öffentliche Person gegen die Pressefreiheit aus. Fehlende Selbstwahrnehmung, fehlende Selbstreflektion und eine gehörige Portion politisches Unverständnis. Stellt sich mir die Frage: Kann ich eine Liste unterstützen, die dieser Person ermglicht ihre Spielchen weiter zu treiben? Ich fürchte nicht, denn ein solches Verhalten ist mir zutiefst zuwider.

Der andere Fall ist für mich gravierender, denn die Unipolitik werde ich bald hinter mir lassen. Wie meine sonstige politische Zukunft ausschaut ist mir nämlich nicht so klar. Die Parteipartei jedenfalls scheint momentan nicht die Lösung zu sein. Auch hier beschleicht mich immer öfters ein Gefühl der Übelkeit, das nicht zuletzt von Magenschmerzen herrührt, weil ich mich unendlich darüber ärgere. An diversen Ecken und Kanten stoße ich mich. Da ist beispielsweise ein Landeschef, der der Meinung ist, dass die Basis im weiteren politischen Entscheidungsverlauf im Landtag nicht befragt werden sollte. Man säße ja schließlich dort, weil man deren Vertrauen hätte. Aber gerade dieses Vertrauen geht mir zunehmen ab. Wie soll ich jemandem vertrauen, der einen rechten Spinner innerhalb der Partei deckt? Einem Spinner, der kein Problem damit hat ein anderes Mitglied bzw. Ex-Mitglied abseits der Parteiaktivitäten zu diskreditieren?
Vertrauen ist ein starkes Wort. Wer soll man trauen, wenn es um nichts weniger als die eigene Zukunft geht? Wieso ist man Mitglied in einer Partei, wenn man eben diese Zukunft nicht aktiv gestalten möchte? Mitgestalten! Das ist Kernpunkt der Piraten. Das und Transparenz. Beides führt zwangsläufig zu offenen Organisationsstrukturen. Mit genau diesen Strukturen sammelt man immer mehr Mitglieder, so dass diese Strukturen anstrengend werden. Mit der nötigen Disziplin und der nötigen Leidenschaft schafft man es auch in zwei Tagen mit mehr als 400 Mitgliedern Vertreter zu wählen und Wahlprogramme zu erstellen. Man stellt sich den Problemen… jedenfalls bis vor ein paar Wochen. Eben als die Kandidaten der Landtagsliste gewählt wurden. 42 an der Zahl. 42, eine für Nerds und Geeks historische Zahl. Mit diesen 42 jedoch ist noch lange nichts beantwortet, im Gegenteil. Es gibt mehr Fragen. Denn diese 42 setzten sich vom Landesvorstand unterstützt über die Grundsätze der Piraten hinweg und trafen sich auf einer geheimen (jedenfalls nach Möglichkeit verschwiegenen), nicht-öffentlichen, nicht-parteiintern-öffentlichen Mailingliste. Im Gegensatz zur vorherigen Landeslistenmailingliste war diese nicht einmal lesbar für Außenstehende. Außenstehende… das beinhaltete alle, die nicht zu diesen 42 gehörten. Warum? Warum so intransparent? „Weil man sich kennenlernen wollte. Schließlich muss man bald zusammenarbeiten.“ – Gut, ok, man muss sich kennenlernen. Man kann mir aber auch nicht erklären, warum das geheim geschehen muss. Die Parteimitglieder haben ein hohes Bedürfnis zu wissen, wie die ins Rennen geschickten Leute ticken. „Man wollte mal Dampf ablassen können.“ – Gut, kann ich nachvollziehen. Deshalb blogge ich. Öffentlich. Ok, das mediale Interesse ist nicht auf mich gerichtet, aber das kann sich ändern. Dann werde ich mich aber auch so verhalten. Verantwortung für mein Geschreibsel übernehmen. Kann mich jemand vertreten, der sich entweder nicht im Griff hat und ein Bedürfnis hat herum zu pöbeln? Wer es nicht schafft seine Eindrücke und Gefühle in adäquater Form auszudrücken, den brauche ich nicht im Landtag. Wer sich dem Druck nicht gewachsen fühlt, der hat generell ein Problem damit sich selbst überschätzt zu haben. Ist das ein Grund mich von diesen Gedanken auszuschließen? Offensichtlich. Ist das die Art der Piraten? Nein. Ein anderes Argument war: Termine koordinieren. Krankmeldungen. „So etwas sei privat und deshalb nicht auf einer Mailingliste zu lesen, jedenfalls nicht auf einer öffentlichen.“ – Auch hier muss ich einfach sagen: Nein! Wer krank ist, ist krank. Punkt! Was die Person hat ist irrelevant und muss nicht mitgeteilt werden. Wenn eine Person von der Liste länger ausfällt, dann reicht der ungefähre Zeitraum. Mehr nicht. Auch die restlichen 42 müssen nicht wissen, dass man operiert wird oder zumindest nicht wieso. Und wenn es einem so wichtig ist, dass niemand davon weiß, dann sollte man vielleicht nicht darüber twittern. Ob nun eine andere Person bei Einslive ins Mikro spricht, dürfte auch das Fußvolk interessieren. Das letzte Argument, das angeführt wurde: „Und hey, wenn es dann öffentlich ist, dann beginnt doch ohnehin erst der Entscheidungsprozess, das ist doch unsere ureigene Politikphilosophie. Denn ein Grundsatz, den wir haben ist doch, Entscheidungen können nicht im Hinterzimmer getroffen werden!“ Es wurde also auf dieser Mailingliste nicht inhaltlich gearbeitet, aber wenn das dann doch geschehen würde, dann würde diese Entwurf in den Entscheidungsprozess der Partei kommen. Hier wird suggeriert, dass das immer so ist… vom politischen Geschäftsführer Alexander Reintzsch. Ja, es stimmt, dass der Entscheidungsprozess immer gesamtparteilich läuft… der Entwicklungsprozess aber auch! Jede, der sich für Themen interessiert kann sich in den dafür eingerichteten AGs beteiligen. Es gibt hier keinen Unterschied, ob und wie lange man Mitglied ist. Vorstand oder Karl Arsch vom Dienst. Vollkommen Wumpe! Der Entscheidungsprozess ist nämlich maßgeblich davon beeinflusst, welche Entwürfe vorgelegt werden. So sind in das Wahlprogramm 2012 der Piratenpartei NRW im Bereich Bildung nur Inhalte aufgenommen worden, die zuvor in dieser AG diskutiert wurde. Alle anderen Anträge wurden abgeschmettert. Ich habe in dieser AG nicht mitgearbeitet, aber ich hätte es jederzeit tun können und DAS ist es, was die Piraten von anderen Parteien unterscheidet.
Und nun der Bogen zurück zum Beginn: All diese Argumente sollen mich dazu bringen den 42 wieder zu vertrauen. 42 Leuten, denen nicht einmal der Gedanke daran gekommen ist, dass es nicht gut ist das Fußvolk außenvorzulassen. 42 Leuten, denen man im April noch das Vertrauen ausgesprochen hat, und die es auf diese Art und Weise so schnell verspielt haben. 42 Leuten, denen es nicht bewusst ist, welche Tragweite das haben kann und die noch darüber witzeln, dass man beim nächsten Mal ja einfach eine geheime und beliebig viele weitere öffentliche Mailinglisten einrichten kann, damit sich niemand ausgeschlossen fühlt.

Wut. Frust. Verzweifelung.

Die nächste Wahl, die ich treffe ist, ob ich die Mitgliedschaft in den Wind schieße und damit alles, was ich noch an Hoffnung die Politik betreffend habe, verrate oder ob ich den Eindruck habe, dass sich das wieder bessern kann. Das Positive: Ich habe mit der Entscheidung Zeit bis zum Jahresende.

Wenn man alt wird…

dann kommt zwangsläufig neben dem ein oder anderen Zipperlein auch immer der Punkt, an dem man feststellt, dass die Jugend alles anders macht. Nicht immer ist dies schlecht. Viele Sachen laufen anders einfach besser, aber es ist unter Umständen schwer zu akzeptieren, dass das so ist.

Momentan beobachte ich mit großen Sorgen eine gewisse Tendenz innerhalb der studentischen Selbstverwaltung sich der ein oder anderen Diskussion nicht zu stellen, in dem man den Diskutierenden die Basis entzieht. Bei den einen versucht man dieses, in dem man den vermeidliche Erwünschten die passenden Informationen vorenthält. Bei den anderen wird die Diskussionsbasis entzogen, in dem man die Kommunikationswege stört.
Sperren, bannen und moderieren sind heutzutage die Worte, die mir Sorgen machen. Noch mehr Sorgen mache ich mir, wenn mir eben diese Worte dadurch begründet werden, dass eine Person ’schlechte Stimmung verbreitet‘ oder auch ‚andere Personen mobbt‘.
Sicherlich ist es notwendig im Falle von Mobbing besondere Vorsicht walten zu lassen und durchzugreifen. Dennoch sage ich, dass in den Fällen mit denen ich momentan zu tun habe es nicht um Mobbing geht, sondern nur darum sich nicht jeden Scheiss bieten zu lassen und nicht anders schaut es bei der Verbreitung schlechter Stimmung aus.
Es wird versucht Problemen aus dem Weg zu gehen und dies kann nicht der Weg der Politik sein.

Vehement auf Mißstände aufmerksam zu machen ist mit Sicherheit nicht immer förderlich für eine Zusammenarbeit, trotzdem aber sehr wichtig, um größeren Problemen vorzugreifen und das Lösen kleinerer Probleme zu erlernen. Hierbei kommt es sicherlich auch immer auf eine adäquate Ausdrucksweise an, aber gerade wenn es sich um Themen handelt, welche eine gewisse persönliche Involvierheit beinhalten, dann kann der Ton auch schonmal etwas härter werden. Davon kann auch ich mich nicht ganz lossagen. Das finde ich selbst nicht immer gut, aber genau wie ich gegen manche Sachen kämpfe, so tue ich es auch für manche Sachen. Eine anstrengende, aber doch mehr oder weniger liebenswerte Seite an mir, wie ich finde. Auf eines kann man sich immer verlassen: Ich teile mich mit, auch wenn das nicht immer gewüscht ist.

Kommen wir also an der Punkt konkreter zu werden. Bei dem Fall der schlechten Stimmung handelt es sich um den Fachschaftsrat meines Studiengangs, dem ich selbst einmal angehörte. Dieser verfolgt seit einigen Jahren ein Konzept, das Studierende, die sich in ihrer Zeit im Fachschaftsrat übermäßig engagiert haben, eine Ehrenmitgliedschaft in der Fachschaft verliehen bekommen. Dies schließt auch Mitglieder ein, die vor Ende ihres Studiums nicht weiter Fachschaftsarbeit leisten mögen. Wie mich eben. Meine Ablehnung wurde nicht akzeptiert, denn man wollte auf meine Meinung und mein Wissen nicht verzichten. Mittlerweile gibt es eine größere Gruppe dieser Ehrenmitglieder, die wie einst gedacht auch über das Studium hinaus Zugriff auf die Diskussionen des FSRs haben, um eben an diesen teilnehmen zu können.
Dummerweise muss man sagen, dass sich in den letzten 2 Jahren seit meiner Abwesenheit in diesem Gremium wohl etwas an der Auffassung geändert hat. Es wird zwar gesagt, dass die Diskussionen mit diesen Ehrenmitglieder gewünscht ist, doch oftmals kommt es einem schon ein wenig so vor als sei man das lästige fünfte Rad am Wagen, das gelegentlich rausgeholt wird, um ein paar Kilometer über den Asphalt zu kriechen, aber dann möglichst schnell und effektiv wieder unter der Kofferraumabdeckung verschwindet. Noträder, die der Meinung sind gelegentlich selbst mal aus dem Kofferraum herauszukommen werden eher als gefährdend empfunden und so schafft man eine Regelung nach der eben jene Personen ausgeschlossen werden können. Können heißt ja nicht, dass diese Regelung auch angewandt wird, wurde mir auf meine Einwände mitgeteilt.
So sorgt man zunächst auf einer Fachschaftsvollversammlung mit schätzungsweise 30 Wahlberechtigten die rechtliche Grundlage für den Ausschluss, witzelt etwas über jene Personen und lässt den Dingen dann ihren Lauf. „Niemand hat vor jemanden zu sperren.“ wäre wohl der Ausspruch eines vermeintlichen Ulbricht-Enkels gewesen, der jedoch nicht weit genug von der Realität entfernt ist. Schon bald geschieht ein dummer Fehler und eine Person ist gesperrt, gebannt, gelöscht. ‚Hups! Ist uns gar nicht aufgefallen. Da hat sich wohl jemand vertan.‘ Sicherlich reiner Zufall, der auf fehlendes Verständnis zurückzuführen ist, jedoch keineswegs ein kleiner Fehler.
Ich persönlich bin der Meinung ohne die Möglichkeit, die auf der VV geschaffen wurde, ohne die Sticheleien, ohne das alles wäre niemand auf die Idee gekommen jemanden aus dem Forum zu entfernen. ‚Niemand hat vor jemanden zu sperren‘ und doch geschieht es. Mir ist auch klar, dass dies wieder geschehen wird. Dann wahrscheinlich nicht aufgrund eines übereifrigen Foren- /Serveradmins, sondern wahrscheinlich tatsächlich aufgrund einer Entscheidung des FSRs. Und wenn es nur 3 betrunkene Spaßvögel auf einer regulären Fachschaftsratssitzung sind. Denn auch hierfür wurde auf der Vollversammlung gesorgt. Das Szenario ist ohne Probleme möglich. Aber man kann ja nachbessern, wurde mir mitgeteilt.

Der andere Fall ist schon etwas gravierender, wie ich finde, und deshalb auch schwieriger zu beschreiben. Es handelt sich hierbei um einen Zusammenschluss verschiedener studentischer Gruppen, die sich zum Ziel gesetzt haben eine solide Vertretung der studentischen Interessen zu schaffen. Nach einigen Jahren stand auch hier nun ein Generationenwechsel an und dieser kann ohne große Gewissensbisse als gescheitert betrachtet werden.
Zur neuen Generation gehören ein paar Personen, die es leider nicht verstehen berechtigte Kritik zu erkennen und anzunehmen. Sicherlich kann so etwas immer mal vorkommen, doch in den Monaten der Diskussion ist einfach keine Besserung in Sicht. Erst heute kam eine eMail die dies noch bestätigt.
Es geht hier um einen Senator, der die Zusammenarbeit mit dieser Gruppe beendet hat. Die Fraktionssprecherin hat daraufhin der Universitätsverwaltung mitgeteilt, dass dieser zurücktritt. Das hat die UV dann auch akzeptiert. Eine direkte Aussage an die UV von Seiten des Senators gab es nicht.
Dieser hat sich nun seinen ‚Posten‘ wiedergeholt, denn ein Rücktritt wird nicht von der ‚Partei‘ mitgeteilt, sondern immer noch von der Person selbst. Ein Jörg Tauss hätte sonst bestimmt nicht länger Mitglied des Bundestags bleiben können als er die SPD verlassen hat und zur Piratenpartei wechselte.
Nun ja in der (ich hoffe abschließenden Diskussionen) wurde die ganze Geschichte nochmal haarklein wiedergegeben. Der Senator hat das gemacht, der Senator hat dies gemacht. Vor allem aber hat er die Neuen als faul und inkompetent bezeichnet. Genau das wird ihm massiv nachgetragen. Hierzu muss man wissen, dass besagte Neuen ebenfalls im Senat sitzen und schon in der ersten Sitzung eine Reihe an Fragen gestellt haben, die entweder nicht zur Tagesordnung passten oder ganz klar zeigten, dass sie keine Ahnung haben. In den Anfängen der Diskussion war dies auch ganz offensichtlich. Danach wurde die Diskussion auf private eMails verlagert, so dass die Inkompetenz nicht weiter offengelegt wurde. Ein weiteres Mitglied erklärte sich bereit Nachhilfe zu geben. Diese wurde auch zunächst dankbar angenommen. Zum Schluss jedoch, als die Neuen sich in ihrem Terrain sicher fühlten, haben sie direkt begonnen genau diese helfende Hand zu diskreditieren. Ich selbst hatte auch die ein oder andere Kollision, da ich bei der ein oder anderen Gelegenheit nicht die Schnauze halten konnte. Auch mir wurde dies übelgenommen.
Mittlerweile sitzen diese Leute im AStA der RUb und versuchen auch auf anderen Ebenen ihre Macht zu festigen und andere Meinungen fernzuhalten. Schöne neue Welt-.