Nicht mein Bochum!

Bochum macht mit! Ja, wobei denn? Na, bei nächtlichen Abschiebungen natürlich! Weil es angeblich nicht anders geht werden Asylbewerber nun nicht mehr von ihrem Abschiebungstermin informiert, sondern in nächtlichen Aktionen auf den Betten gerissen. Kurz ein paar Sachen zusammengepackt und schon ist sie weg. Der Einzelne, die Familie samt ihren Kindern… der Staat spart hier sogar noch bei den Abschiedsszenen, denn Helfer oder Nachbarn werden hier wohl kaum eine Chance auf ein Lebewohl haben. Naja und dann? Dann werden diese Menschen weggebracht. Per Flugzeug, in ein anderes Land. Vielleicht sogar in ihr Heimatland. Ohne Perspektive, denn die hatten sie dort ja schon vorher nicht.

#KeinBockaufBochum Heute ist so ein Tag, an dem ich das laut sagen muss, obwohl ich diese Stadt liebe.

Aber das geht doch nicht!

Die Stadt Bochum sucht, wie viele andere Gemeinden auch, verzweifelt nach Plätzen, an denen Flüchtlinge untergebracht werden können. Grund hierfür ist, dass man die aktuelle Situation, trotz Warnungen von Verbänden und Parteien, nicht hat kommen sehen und nachdem man nach der ‚Flüchtlingsschwemme‘ der 90er die meisten Flüchtlingsheime geschlossen und oftmals abgerissen hat. Die wenigen Stellen, die übrigblieben sind mittlerweile hoffnungslos überfüllt. Hinzukommt, dass die Verteilung der Flüchtlinge nach dem Königsteiner Schlüssel bis auf die Bezirksebene reichen sollte, und manche Bezirke sich bisher vornehm mit der Aufnahme von Flüchtlingen zurückgehalten haben. Größtes Negativbeispiel ist hier der Bezirk Mitte, aber auch hier soll Abhilfe geschaffen werden. Nur wie? Häuserbau kommt kaum infrage und auch das Anmieten von Objekten ist eher schwierig. Also geht man über zur Errichtung von Containerdörfern, auch wenn man genau weiß, dass dies nicht die beste Unterbringungsmöglichkeit bietet. Aber auch für diese Containerdörfer ist die Platzauswahl nicht so einfach, denn im Laufe der Jahre hat die Stadt diverse Grundstücke zugunsten des Haushalts verkauft und so ist nun guter Rat teuer. Aktuell scheint das Vorhaben in Weitmar Flüchtlinge auf einem Gelände neben dem kommunalen Friedhof unterzubringen äußerst makaber, aber auch dies hat in Bochum Tradition. Schon in den 90ern wurden in Laer die Flüchtlinge in einem Containerdorf etwas abseits des Stadtteils nahe des Hauptfriedhofs untergebracht.

DerWesten.de – Stadt Bochum plant Container für Flüchtlinge auf Friedhof

Der verrückte Professor

Heute war ich kurz im Büro und auf dem Weg hinaus traf ich ihn: Den verrückten Professor. Ob er wirklich verrückt ist, weiß ich nicht, aber er hat mir in den Jahren schon diverse Geschichten erzählt. Ganz klar handelt es sich aber um einen Anhänger der abstrusesten Verschwörungstheorien. Ich weiß gar nicht mehr womit es begann, aber auf jeden Fall ist jede Geschichte einzigartig. Ich mag also demnächst ein paar dieser Geschichten hier publizieren. Nun also die von heute…

Ihr habt sicherlich von dem Flugzeugabsturz etwas mitbekommen. Dieser Absturz beschäftigt den verrückten Professor, speziell die Idee, ob denn wirklich die Wahrheit über den Absturz ans Licht kommen würde. Militärische und mittlerweile auch zivile Flugzeuge hätten einen roten Knopf, der automatisch ein Mayday senden würde. Dieser wurde nicht gedrückt. Was ist also geschehen? Außerdem wäre das Flugzeug falsch geflogen. Es hätte entlang der Küste fliegen müssen. Ähm, ja, alles sehr mysteriös. Soweit hätte ich ja noch folgen können. Dann aber kam er auf die Trauenden zu sprechen. Diese hätten nun eine schwere Zeit. Auch noch nachvollziehbar. Nun kommt’s aber, er hätte damals auch seine Frau verloren. Diese sei bei einem Einsatz abgeschossen worden. Hierzu müsst ihr wissen, dass der Herr Professor ein Tausendsasser ist. Das werdet ihr in den nächsten posts noch feststellen.

Ein schwerer Tag voller Schwermut

Dieser Artikel wird einem Tagebucheintrag gleichen, aber ich muss es einfach irgendwo hinschreiben. Also wundert euch nicht.

Heute war ein emotional schwerer Tag für mich. Jahresabschluss in der Bezirksvertretung. Wichtige Dinge wurden besprochen. In einer längeren Erklärung eines Verwaltungsmitarbeiters habe ich mich dabei wieder ertappt. Wieder ging ich die Frage durch, die ich mir seit einem halben Jahr stelle. Warum? Warum mache ich das? Warum sitze ich dort? Nun heute war die Antwort, wie so oft zuvor eine traurige. Ich sitze dort, weil einer fehlt. Nicht irgendeiner, sondern einer von den Guten. Nach einem Jahr kann ich es immer noch nicht fassen. Er ist nicht mehr da. Nicht einfach weg von den Piraten oder weg von der Politik, sondern ganz weg. Ein wundervoller Mensch.

Das Einzige, was bleibt, ist die Erinnerung. Und deshalb werde ich mich nun hinsetzen und mich ein wenig in der Musik verlieren. Ich mag euch ein Stück mit auf den Weg nehmen. Der folgende Song ist einer meiner Lieblingssongs der Serie Sons of Anarchy.

Seburro hat diese Serie und auch die Songs sehr gemocht. Mir hatte er mal verraten, dass es den zweiten Song sehr gerne hörte. Aber schaut und vor allem hört selbst.

Spenden, die es nicht gibt. Großaufträge trotz Haushaltssperre

Na, habt ihr das mit dem Musikzentrum schon mitbekommen? Nein? Ich fasse mal eben zusammen. Eine Stiftung bietet der Stadt 600.000€ als Zuschuss an, wenn diese die weiteren Baukosten in Höhe von ca. 500.000€ übernimmt. Gebaut werden sollen Verwaltungsräume für die Bochumer Symphoniker, die zuvor nicht in das Budget des Baus reinpassten. Die Stadt befindet sich zwar in einer finanziell angespannten Lage, was durch einen Nothaushalt gefixt werden soll, aber die Oberbürgermeisterin entscheidet (leider rechtlich wohl einwandfrei) für den Bau. Dies tut sie über die Köpfe der anderen Ratsmitglieder, weil sie keinen Bock auf eine außerordentliche Sitzung hat. Wäre ja noch schöner da andere mitentscheiden zu lassen. Wie gesagt, leider wohl halbwegs rechtlich ok.
Als wäre das aber alles noch nicht lachhaft genug, kommt nun noch heraus, dass die 600.000€ der Stiftung aus Spendengeldern kommen sollen, die bisher noch nicht eingegangen sind. Deshalb bürgt die in Bochum ansässige GLS Bank auch dafür.
Klingt komisch? Es kommt noch besser. Frau Freis ist Geschäftsführerin der Stiftung und steht dort im Impressum mit einer @gls.de Emailadresse. Zufall? Etwas weiter unten kann man dann noch dies hier sehen:

Vorstand der Stiftung Bochumer Symphonie:
Thomas Jorberg, Vorstand der GLS-Bank

Morgen startet ja der Bochumer Musiksommer. Solltet ihr dort hingehen, dann habt das hier Geschriebene doch einfach mal im Hinterkopf. Mir vergeht dabei ja die Lust auf Musik.

Pottblog: Musikzentrum Bochum bleibt Zankapfel zwischen den Parteien

Bochumer Symphonie

Komischer Vogel in der Bank

Ich muss hier mal eben etwas festhalten und vielleicht kann ich andere ja damit sensibilisieren…

Ich war heute mit meiner Mutter bei ihrer Bank, um die Konten umschreiben zu lassen. Zu Beginn waren wir an einem Schalter mit einem Mitarbeiter, der offensichtlich viel mit Ummeldungen zu tun hatte, aber während er so nach den Unterlagen suchte, beobachtete ich einen blonden Mann mit Vokuhila Frisur und Oberlippenbart, der über die Mundwinkel herunter ging. Der Typ trug eine dunkelbraune Lederjacke und hatte Blessuren von einer Rasur auf den Wangen. Er erweckte meine Aufmerksamkeit, weil er sich erstens an der falschen Seite anstellen wollte und zweitens nervös war. Er ging dann auch wieder, ohne irgendetwas gemacht zu haben.

Ich füllte also die Formulare gemeinsam mit meinem Mutter aus. Anschließend wurden wir von einer Mitarbeiterin bedient, die wesentlich mehr Ahnung von den Vorgängen hatte und dann tauchte dieser Typ wieder auf. Er ging zum Nachbarschalter und versuchte dort ein Auszahlungsformular einzureichen. Der Mitarbeiter musste hierzu erst telefonieren, was die Nervosität des Typens noch anhob. Auf einmal ging er von rechts sehr nah an meine Mutter heran, die noch weitere Daten in ein Formular eintragen musste. Er tat so als sei er an Informationen aus einem Pappaufsteller interessiert. Diese Informationen gab es an seinem Schalter jedoch auch. Generell schien er Interesse an den Formularen zu haben, die meine Mutter dort ausfüllte. Ich habe mich dann auf die rechte Seite meiner Mutter begeben und mich damit ganz unauffällig in sein Blickfeld geschoben. Das gefiel ihm nicht, aber er wich erstmal zu seinem Schalter zurück. Keine zwei Minuten später ging er dann um mich und meine Mutter herum um von links an meine Mutter heranzutreten. Ich hob den Kopf und sah ihm direkt in die Augen. Auch das hat ihm nicht gefallen. Er ging weiter, worauf ich zur Angestellten sagte, dass manche Leute wohl das mit der Diskretion nochmal erklärt bekommen müssen und ich dazu gerne bereit bin. An dem Punkt habe ich den Typen nicht mehr aus den Augen gelassen. Er war fast erleichtert als sein Sachbearbeiter fertig mit telefonieren war und wieder am Schalter stand. Eine Auszahlung konnte nicht vorgenommen werden, weil er wohl keine Berechtigung hatte. Der Mitarbeiter behielt den Auszahlungsschein und der Typ ging mit den Worten: „Ja, hm hm ist ja auch viel Geld.“

Ich mag nochmal festhalten: Der Typ war blond, ca. 1,85m groß und trug so eine Art Hulk Hogan Bart. Dazu haben dunkelbraune Lederjacke und schwarze Uncle Sam-Jogginghose mit weißer Schrift.

Ich fand den Typen extre, komisch und befürchte, dass der irgendwelche Infos über uns lesen konnte. Deshalb eben hier eine Art Protokoll, für den Fall, dass der mir nochmal über den Weg läuft.

Extraschicht 2014

Muttentalbahn-Gleisanlage
Muttentalbahn-Gleisanlage
Muttental-Bahn in Witten
Muttental-Bahn in Witten
Zeche Theresia in Witten
Zeche Theresia in Witten
Zeche Nachtigall in Witten
Zeche Nachtigall in Witten
Umspannwerk Recklinghausen: Alte Straßenbahn
Umspannwerk Recklinghausen: Alte Straßenbahn
Umspannwerk Recklinghausen: Teslaspule generiert mit Hochspannung einen Blitz, der in einen Regenschirm einschlägt. Niemand wurde verletzt. Naja bis auf den Regenschirm. Da fing der Holzgriff Feuer.
Umspannwerk Recklinghausen: Teslaspule generiert mit Hochspannung einen Blitz, der in einen Regenschirm einschlägt. Niemand wurde verletzt. Naja bis auf den Regenschirm. Da fing der Holzgriff Feuer.
Landschaftspark Duisburg
Landschaftspark Duisburg
Landschaftspark Duisburg
Landschaftspark Duisburg
Landschaftspark Duisburg
Landschaftspark Duisburg

Landschaftspark Duisburg
Landschaftspark Duisburg

Landschaftspark Duisburg: Feuerwerk. Schaut aus wie eine Hochofenanstich.
Landschaftspark Duisburg: Feuerwerk. Schaut aus wie eine Hochofenanstich.

Landschaftspark Duisburg: Feuerwerk. Schaut aus wie beim Ablassen des flüssigen Metalls.
Landschaftspark Duisburg: Feuerwerk. Schaut aus wie beim Ablassen des flüssigen Metalls.
Landschaftspark Duisburg: Feuerwerk
Landschaftspark Duisburg: Feuerwerk
Landschaftspark Duisburg: Feuerwerk mal richtig bunt
Landschaftspark Duisburg: Feuerwerk mal richtig bunt
Bergbaumuseum in Bochum
Bergbaumuseum in Bochum
Westpark in Bochum: Wasserturm
Westpark in Bochum: Wasserturm
Westpark in Bochum: Turbinenhalle
Westpark in Bochum: Turbinenhalle
Westpark in Bochum: Tanzen unterm Wasserturm
Westpark in Bochum: Tanzen unterm Wasserturm

Nach dem Unwetter

Die Bilder sprechen für sich selbst. Im gesamten Stadtgebiet sieht es ähnlich aus. Die öffentlichen Verkehrsmittel fahren nur eingeschränkt und einige Straßen sind noch immer gesperrt.

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Hier einige Helfer bei den Aufräumarbeiten. Vielen Dank!

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Die Wahl des Wahllokals

… hat man ja für gewöhnlich nicht, denn das entscheidet die Stadt für einen und so kam es nun auch, dass ich beim Lesen der Wahlbenachrichtigung ins Grübeln kam. Wieso denn da wählen gehen?

Wahllokale_Laer

Wie man sieht fällt das diesjährige Wahllokal aus der Auswahl der bisherigen Lokale heraus, aber warum? Auf der Wahlbenachrichtigung steht etwas von „Barrierefrei: ja“. Aber das ist doch weit weg und barrierefrei kann man das doch auch nicht nennen? Und wie kommt man da überhaupt hin, wenn man kein Auto hat?

Der Weg aus Laer-Mitte führt über die Alte Wittenerstraße und dann über einen Teil der Schattbachstraße. Hier gibt es nur auf der linken Seite einen Gehweg, der bis zur Baustelle reicht. Danach muss man in einer Kurve die Straße überqueren, da nur dort ein Gehweg auf der rechte Seite angelegt wurde. Dieser geht dann auch fast bis vor die Einfahrt von Haus Laer. Dort muss man dann noch einmal die Straße überqueren. Eine Baustellenampel ist aktuell vorhanden, aber die gilt nur für Fahrzeuge. Zu Fuß ist die Strecke nicht mal eben machbar, wie zuvor bei den anderen Lokalen. Aber gut, dann eben ein langer Spaziergang.

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Mit dem Auto kommt man dort recht gut hin. Dank unübersichtlicher Ausfahrt aber nur schlecht wieder weg. Am besten mit Straßeneinweiser, der dann auch hoffentlich vorhanden ist.

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Kommen wir zum Punkt ÖPNV. Ja, es soll Menschen geben, die da mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen wollen. Die Linie 372 ist die Einzige, die dort hält. Der Bus fährt fahrplangemäßig einmal in der Stunde dort hin. An der provisorischen Haltestelle, wie auch vorher schon bei der Haltestelle, die nun aufgrund der Baustelle gelegt werden musste, gibt es keinen ebenerdigen Ausstieg. Dank fehlendem Gehweg ist auch bei abgesenktem Bus immer noch eine hohe Stufe zu überwinden. Für Rollstuhlfahrer unmöglich, für gehbehinderte und / oder ältere Menschen mindestens problematisch.

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Weiter geht es auf das Grundstück. Hier ist der Parkplatz eine Schotterpiste, die an Weg aus altem Kopfsteinpflaster grenzt. Ich habe einige Monate aufgrund einer starken Bänderdehnung mit Gehhilfen verbracht. Eine Horrorvorstellung dort herlaufen zu müssen.

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Immerhin der Eingang zum Wahllokal scheint tatsächlich eben zu sein. Naja ich wünsche allen viel Spaß und bin auch die Wahlbeteiligung gespannt. Meine Nachbarin werde ich jedenfalls fragen, ob ich für sie die Briefwahlunterlagen mitbestellen soll.

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