Das ham wa uns verdient

Da kloppen sich die Seiten. Links gegen linksliberal und in der Mitte steht die kleine TJ. Beide Seiten haben irgendwie Recht. Beide Seiten übertreiben es maßlos. Da wird auch schnell mal was Antideutsches rausgehauen, um auch auf jeden Fall den letzten Menschen anzupimmeln, der mit Deutschland mindestens zufrieden ist. Passt schon dachte ich mir. Einer nach dem anderen tritt aus und ich denke mir: Scheisse, das waren echt gute Leute, die sich den Arsch aufgerissen haben. Und das über Jahre hinweg, wo andere sich zurückgelehnten und sich die Eier geschaukelt habe. Da haben die sich 20+ Stunden pro Woche hingesetzt, organisiert, diskutiert, und ja auch entschieden, weil sich die anderen ja nicht aufraffen konnten. Aber heeeeeeyyyy was kümmert einen das denn?

Und während man sich die Trümmer anschaut und sich fragt, was der Scheiss denn soll. Dann kommt ein Freund vorbei und stellt einen als Nazisympatisant hin. *slowclap* Man hat sich ja nicht genug nach RECHTS abgegrenzt. Daraus folgt, dass wer antideutsche Tweets aus Berlin nicht gut findet, der muss schon mindestens das Level Nazisymp. erreicht haben. Ich mag die Tweets gerade nicht wiedergeben. Ich lass Twitter jetzt einfach mal sein.

Und weshalb das alles? Wegen TITTEN.

Keine Pointe.

EDIT: Ich hab das Antideutsche rausgegriffen, weil mich das trifft. Ich identifiziere mich mit diesem Land. Ich mag es. Ich mag die Menschen hier, egal woher sie kommen. Ich finde es ist tolles Land. Mit einer miesen Geschichte, aber wir tragen diese mit. Ich kenne kein anderes Volk, dass sich so sehr mit den Verfehlungen anderer Generationen auseinandersetzt. Ich kenne die Geschichte meiner Familie, weil meine Großeltern sehr darauf geachtet haben, dass ihre Enkelkinder sich mit dem 2. Weltkrieg auseinandersetzen müssen. Es ist pures Glück, dass ich lebe. Vielleicht schreibe ich das demnächst mal auf einer eigenen Seite nieder.

Aaaaber weshalb ich das EDIT hier einfüge: Ja, die ‚andere‘ Seite ist auch bekloppt und dazu fehlt ein Beispiel. Es gibt Drohungen. Regelrechte Hassbotschaften gegen mindestens 2 Personen. Das muss auch nicht sein.

Aber ich habe mittlerweile eingesehen, dass es keinen Sinn macht. Die Leute müssten miteinander reden. Face to face, was nicht passieren wird. Also weitermachen. Segel setzen in Richtung 1%-Partei.

Was für eine lustige Idee!

Jake Applebaum gehört mit zu den personae non gratae dieser Zeit, jedenfalls wenn man die Geheimdienste fragt. Er war Teil des Personenkreis, der half die Snowden Dokumente zu veröffentlichen und ist ähnlich wie Glenn Greenwald Exil-US-Amerikaner, weil er seiner eigenen Regierung nicht mehr trauen kann. Mehrere Verhöre durch Geheimdienste hat er bereits hinter sich, und so wundert es nicht, dass er sich lieber nicht mehr in seinem Heimatland aufhält.

Nun hat er wohl eine für mich großartige Aussage getroffen, nämlich

Gestern wurde beim Jahresrückblick auf dem 30C3 gesagt, dass es für den Chaos Computer Club ein Unding sei, sollte es jemals soweit kommen, dass Nachrichtendienstler Reden halten dürften. So geschehen auf der Black Hat Convention in den USA in diesem Jahr. Soweit ich das in Erinnerung habe, hat sogar ein ranghoher Geheimdienstler die Keynote gehalten.
Constanze Kurz vom CCC hatte beim Jahresrückblick erwähnt, dass es auch für den 30C3 Bewerbungen dieser Art gegeben habe und sie sich sicher ist, dass Geheimdienste im Kreise der CCCler nach Mitarbeiter suchen würden. Nun der Aufruf von Jake, da auch zu zuschlagen. Die Dienste zu infiltrieren und Daten zu veröffentlichen. Eine lustige Situation, wie ich finde, denn die Geheimdienste können nicht mehr sicher sein, ob sie nicht vielleicht die Katze im Sack kaufen.

Sexismus, Rassismus und das alles unter dem Vorwand: freie Meinungsäußerung

Ich bin ja schon viel bei den Piraten gewohnt. Shitstorms, Pöbeleien, Beleidigungen… das gibt es ummer wieder, aber was mich am meisten anwiedert sind die Menschen, die unter dem Vorhand der Meinungsfreiheit immer wieder semioffensichtlich diskriminieren. So auch aktuell wieder auf der Bochumer Mailingliste. Hier gibt es Mitglied, das immer wieder zeigt, wie misanthropisch und scheisse es ist. Moderationen helfen nicht, die Einsicht ist gleich Null und auch die Admins sowie der Vorstand haben immer wieder alle Hände voll zu tun Sachverhalte zu klären und Ordnungsmaßnahmen zu behandeln.

Gestern dann wieder eine Äußerung:

Es ging zunächst um das Binnen I. Gut, ich mag das auch nicht, aber ich erkläre das auch einfach in der Form, dass ich es nicht mag. Der angesprochene Typ sagt dazu allerdings

„Nutzer“ ist geschlechtsneutral.
Daher kann man sich das zeitfressende *innen, sparen, denn Zeit ist Geld……(natürlich nur bei den arbeitenden).

Woraufhin er mittels eines langen Artikel zum generischen Maskulinum darauf hingewiesen wird, dass seine Aussage schlicht FALSCH ist. Als Antwort darauf kommt dann

Aha. Und ein „Anatol Stefanowitsch“, will mir die Deutsche Sprache beibringen ? [..]
Ich bleib dabei. Diese „Frauensilbe“ angehängt, wirkt einfach wie ein Mutant.

Ähm, ja und das ist auch dringend notwendig, denn es ist die ‚deutsche‘ Sprache. Und ja, der Anatol Stefanowitsch kann dir das beibringen, denn der ist fucking Sprachwissenschaftler. Der kann sogar das, was er studiert hat, im Gegensatz zu dem ein oder anderen Jurastudenten.

Ich überlege schon die ganze Zeit, wie ich weiter vorgehen soll. Ich halte die Aussage tatsächlich für rassistisch, denn er zielt nur auf den Namen und die hergeleitete Abstammung ab und das mag und will ich nicht tolerieren.

www-Kompetenz und so

Da kommt mir gerade einer der Bochumer Piraten wieder krumm, weil ich einige Tage nicht auf seine Mails geantwortet habe. Die lagen schlummernd im Spam-Ordner. Ich bin so blöd und entschuldige mich dafür und er kommt mir mit fehlender www-Kompetenz.

Klar, ich schreibe ihm über meine offizielle Piratenadresse und er antwortet mir auf die Mailadresse für Mailinglisten, landet da dann in dem Spamkiste. Aber mir fehlt es an www-Kompetenz? Pfft!

Ich hab ihn nun auf die richtige Emailadresse hingewiesen. Das wäre dann auch gleich mal die für den gesamten Vorstand. Dann wird der ganze Mist auch direkt dokumentiert.

Ein Win-Win-Win für mich.

Mal ne Frage an alle

Ich rätsel nun schon seit mehreren Tagen herum und würde nun gerne eure Meinung dazu mittels einer Umfrage erfahren.

Hier die Fakten:

  • KMV ist am 27.2.2013 um 19:00h
  • Der Satzungstext sagt

    Jedes Mitglied der PIRATEN Bochum ist antragsberechtigt. Anträge müssen dem Vorstand mindestens 14 Tage vor dem Kreisparteitag vorliegen.

Hier die Möglichkeiten grafisch dargestellt:

Fristen_KMV

[poll id=“1″]

EDIT: Eigentlich könnt ihr damit aufhören, aber wenn ihr Spaß habt, dann klickt weiter. Gerade habe ich mir mal den Spaß gemacht die aktuelle Antragsfrist des Landesvorstands zum nächsten Landesparteitag genauso grafisch darzustellen und siehe da: die 6 Voter, die für den Vorstand votiert haben, haben sich genauso wie der Landesvorstand und der Kreisvorstand entschieden.

LaVor_Fristen

Aber es kommt noch besser, denn der Termin für den LPT ist noch gar nicht ganz fest. Der LPT wird vermutlich sogar eine Woche später sein. Aber da der 13.4. der erstmögliche Termin ist gilt der für die Fristberechnung.

Und hier auch der passende Satzungausschnitt:

Nach § 6a Absatz 4 Satz 2 sind Satzungs- und Programmänderungsanträge mit einer Antragsfrist von 42 Tagen vor dem nächsten Landesparteitag einzureichen, um auf diesem behandelt zu werden.

Link zum vorherigen Artikel vom 9.2.2013

EDIT 2:

Ich habe gerade so viel Spaß an diesen bunten Bildchen, dass ich euch noch eines gönnen möchte.

Fristen_KMV_2013_1

Warum mich genau dieses Bildchen nun noch so fasziniert? Nun deshalb:

Liebes Landesschiedsgericht,

aufgrund einer von manchen Mitgliedern des KV Bochum erfolgten m.E. falschen
Fristberechnung, wurden wesentliche Anträge in der KMV vom 30.01.13 von der
Versammlung als verfristet zurück gewiesen, hier gegenständlich der Antrag
G01, Grundsatzprogramm.

(siehe Protokoll der KMV, Zurückweisung Antrag G01, 3.4 Abstimmung der TO,
zweiter Absatz,
http://schreibrephorm.piratenpad.de/ep/pad/view/ro.BMAvih0V/latest, auch
konnte, anders als im Protokoll vermerkt, der Antrag nicht von dem Mitglied
Steph zurückgezogen werden, da er nicht von diesem gestellt wurde)

In der Satzung des KV Bochum
(http://wiki.piratenpartei.de/Bochum/KV/Satzung) heißt es unter § 3(3):

Anträge müssen dem Vorstand mindestens 14 Tage vor dem Kreisparteitag
vorliegen.

Die Antragsfrist berechnete sich also wie folgt:

1 Tag vor der Versammlung (30.) war der 29. bis 23:59 Uhr
2 Tage vor der Versammlung war der 28. bis 23:59 Uhr
3 Tage vor der Versammlung war der 27. bis 23:59 Uhr
4 Tage vor der Versammlung war der 26. bis 23:59 Uhr
5 Tage vor der Versammlung war der 25. bis 23:59 Uhr
6 Tage vor der Versammlung war der 24. bis 23:59 Uhr
7 Tage vor der Versammlung war der 23. bis 23:59 Uhr
8 Tage vor der Versammlung war der 22. bis 23:59 Uhr
9 Tage vor der Versammlung war der 21. bis 23:59 Uhr
10 Tage vor der Versammlung war der 20. bis 23:59 Uhr
11 Tage vor der Versammlung war der 19. bis 23:59 Uhr
12 Tage vor der Versammlung war der 18. bis 23:59 Uhr
13 Tage vor der Versammlung war der 17. bis 23:59 Uhr
14 Tage vor der Versammlung war der 16. bis 23:59 Uhr

Im konkreten Fall mussten Anträge dem Vorstand mindestens bis zum 16. bis
23:59 Uhr vor dem Kreisparteitag vorliegen.

Der Antrag lag den Vorstandsmitglieder unstreitig bis Mittwoch, 16.01. bis
23:59 Uhr in Mailform, gesendet über die Mailingliste, vor (siehe Protokoll
der KMV).

Es wird um kurzfristige Entscheidung gebeten, ob der Antrag G01 zur KMV am
30.01.13 fristgerecht eingereicht wurde und die Versammlung ihn daher nicht
hätte von der Tagesordnung nehmen dürfen.

Eine Entscheidung, dass der Antrag zu Unrecht von der Tagesordnung genommen
wurde, würde bedeuten, dass dieser umgehend auf der nächsten KMV zu
behandeln ist. Diese ist für den 27.02. bereits terminiert.
Es wird daher um eine kurzfristige schnelle Entscheidung gebeten.
Vielen Dank!

Und ihr werdet es nicht glauben, aber er hat es geschafft auch zur KMV 2013.2 einen Antrag erst nach der Frist einzusenden. Einen Gegenantrag mit dem er gleich mehrere formell und zeitlich korrekt eingereichte Anträge blockieren möchte. Im Antrag an das Landesschiedsgericht schreibt er natürlich nichts davon, dass er den Antrag auch über den falschen Kanal, nämlich die Mailingliste, verschickt hat, obwohl der Vorstand hierzu eindeutig die Emailadresse oder postalische Adresse genannt hatte. Übrigens auch hier gibt es Parallelen zum Handeln des Landesvorstands.