Bochums Probleme mit den Streunern

Die Ferienzeit ist fast vorbei und dennoch wird Bochum seine Plage heimatloser Streuner einfach nicht los. Ständig tauchen sie an unterschiedlichen Plätzen in der Stadt auf und bedrängen friedliche Passanten, die ihres Weges gehen. In einem Gespräch mit dem örtlichen Tierfänger Norbert Deppe, im Telefonbuch zu finden unter Deppe, N., konnten wir recherchieren, dass sich die zunächst als Einzelgänger auftretenden Streuner versuchten mit liebevollen Blicken die Herzen der Passanten zu brechen, als dies jedoch nicht den notwendigen Erfolg zeigte, gingen die Streuner immer mehr dazu über die Passanten in Gruppen von bis zu 6 Streunern zu belagern. Schlussendlich wurden einzelne Bürger sogar bis in die Vororte verfolgt. Dies war der Punkt an dem Herr Deppe einschritt.

Aber woher kommen all die herrenlosen Wesen auf unseren Straßen? Nun ja, gelegentlich kam es immer mal dazu, dass vereinzelt Streuner durch die Straßen irrten. An einem warmen Tag im Jahr 2012 sollte sich dies jedoch ändern. An diesem Tag fand man 4 einsame Pussys an einen Baum in der Innenstadt gebunden auf. Sie waren ein wenig verschüchtert und sicherlich auch ob des Wassermangels und des unbequemen Aufenthalts am Baum sichtlich verwirrt. Ein RTL Kamerateam, das für Kirchenaufnahmen angereist war, filmte zufällig die Situation.

vereinsamtePussysamStraßenrand

Der fade Beigeschmack der Politik

Wie ihr wisst bin ich ja bei den Piraten, und wie überall in Land und Bund herrscht gerade Wahlkampf. So auch in Bochum, wo ja traditionell eher die SPD gewählt wird.
Wenn man politisch aktiv ist, dann bekommt man so einiges mit. Momentan liegt der Fokus auf dem Plakatieren, sprich die Wahlwerbung an die Bäume und Laternen hängen. Jedes Jahr wieder gibt es ärgerliche Aktionen. Dieses Jahr schlägt dem Fass den Boden aus. Die CDU hat 2 Tage vor dem für alle Parteien gleichermaßen geltenden Termin die Innenstadt über den gesamten Ring hinweg fast alle Bäume mit Merkel und Lammert Plakaten zugepflastert.
Kaum wurde das bemerkt ging auch schon die Schreierei los. Die ersten Anrufe bei der Stadt gingen ein, und auch der Presse wurde das Thema mehr als nur unter die Nase gerieben. Laut meiner Filterbubble haben sich meistens Piraten darüber aufgeregt. Ich habe das Ganze locker genommen, denn in den letzten Jahren ist es immer wieder dazu gekommen, dass die ein oder andere Partei eher Plakate aufgehangen hat. So auch die SPD bei der Landtagswahl 2012. Zwar nicht in der Innenstadt, sondern nur im Bereich Altenbochum, aber immerhin wurde auch dort damals nicht sparsam mit dem Material umgegangen. Dieses Jahr jedoch hatte die SPD, so gerüchtet es jedenfalls, Lieferprobleme und so waren sie meiner Meinung nach eben nicht früher dran, sondern ein wenig später als die anderen. Und wie schaut das dann in einer überwiegend SPD-regierten Stadt aus?

Der Westen – Wahlplakate zu früh aufgehängt – Bochumer CDU droht Bußgeld

„Das ist ungerecht. Wie soll ich Regeln vermitteln, wenn andere sie nicht einhalten“, sagt auch Thorsten Kröger, der örtliche Wahlkampfleiter des SPD-Unterbezirks

Da kommt mir ganz unelegant das Essen wieder hoch.

So sah das nämlich letztes Jahr einen Tag VOR dem Plakatiertermin aus 2012-03-31_18-12-23_676

Give away aus der Hölle

Heute war es an der Ruhruni wieder so weit, die Unicum – Tüten wurden wieder verteilt. Eine Menge Menschen stand brav in einer Reihe, um an eine der begehrten Werbetüten zu kommen. Dieses Mal gab es alkoholfreies Radler, Kräuterlimonade, Energydrink und für alle Frauen auch noch das hier:

Give Away in der Unicum Tüte

Dieses kleine Helferlein soll man auf die Rückseite des Smartphones kleben, bei Bedarf dann ablösen und damit das Display reinigen.

Kondome waren auch in der Tüte, aber ich wette, die wird die ein oder andere nicht brauchen, wenn sie dieses Ding auf ihr Handy klebt. XD

Betty W. und die Public Relation

Da scheint jemand Frau Wulff ja großartig beraten zu haben. Das ganze Theater bzgl. Klagen und Unterlassungserklärungen hat also den Grund das Buch von Frau Wulff zu promoten.

An Stelle der Medienkonzerne würde ich das mit der Unterlassungserklärung ausweiten und einfach gar nicht mehr über Frau Wulff berichten. Soll sie ihr Büchlein doch selbst kaufen. Aber vermutlich wird sie das sowieso tun, um die Aflage zu steigern. Man kennt das ja aus dem Musikbusiness.

Bürgerinitiative geht neue Wege

Wer dachte, dass mit dem Versuch Schüler mit monetären Argumenten zum Sammeln von Unterschriften gegen das Musikzentrum zu bewegen, der Gipfel der Geschmacklosigkeit erreicht wurde, der wurde mit der heutigen Aktion der Bürgerinitiative eines Besseren belehrt:

Ruhrnachrichten
DerWesten
Lokalkompass
BoSpace
Bochum.de

Wie auch immer die Bürgerinitiative die Damen dazu bekommen hat sich da so ‘anzuketten’, ist vollkommen egal. Bei mir sorgt es einfach nur für einen Brechreiz. ‘Sex sells’ steht in einem Kommentar meines letzten Artikels, aber auch hier sollten Argumente einfach mehr bringen. Tun sie aber nicht, weil die Protagonisten sich immer wieder in ihre verbohrten Ansichten verrennen.

‘PUSSY RIOT – Chapter Bochum’ … ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte!!! Hier wird mit billigsten Mittel (nichts gegen die Damen) nach Aufmerksamkeit gegeifert. Dazu ist man sich auch nicht zu schade den Namen einer Gruppe von Frauen zu missbrauchen, die tatsächlich in einem totalitären Staat für ihre Meinungäußerung verhaftet und zu 2 Jahren Arbeitslager verurteilt wurden.

Ich bin froh, dass die Bochumer Piraten sich auf einer Kreismitgliederversammlung dazu entschieden haben die Bürgerinitiative nicht zu unterstützen, denn das wäre spätestens der Punkt, an dem ich meine Kündigung einreichen würde. Bei all dem Scheiss, der auf der Mailingliste der Bochumer Piraten steht. Bei all den Streitigkeiten, die da intern ausgefochten werden. Nichts davon ist so widerwärtig wie diese Aktion. Vielleicht werde ich diesen Artikel überarbeiten müssen. Jetzt fehlen mir die passenden Worte, ohne ausfallend zu werden, aber das muss gerade einfach raus.

Nun werde ich erst mal in einem feierlichen Moment die von mir im familiären Umfeld gesammelten Unterschriften für ein gewisses Bürgerbegehren vernichten. Es mag mir später vielleicht leid tun, aber da nehme ich lieber die Kosten für das Musikzentrum auf mich als diesen Typen da weiter eine Plattform zu bieten. Bei solchen Aktionen wird es einem erst bewusst, wieviel Kultur in Bochum tatsächlich fehlt.

Free Pussy Riot!

Die hier


Nicht die:

EDIT: Ok, wie sich nun herausstellt waren die leichtbekleideten Damen keine Unbekannten.

Kitty Core auf Facebook

Und die schrieb:

Ab nach Bochum…….!!!!
Lena Nitro, Kitty Core sowie Aileen Taylor, das sind die Pussy Riots, Chamber Bochum

Als wir von einem Fan von der geplanten Pussy Riot-Aktion gehört haben, war sofort klar wir machen mit, selbstverständlich ohne eine Gage oder andere Kosten zu verlangen.

Wir sind solidarisch mit Nadeschda Tolokonnikowa, Marija Aljochina und Jekaterina Samuzewitsch in ihrem Kampf u
m Bürgerrechte, Machtmissbrauch und Korruption. Für die Verletzung religiöser Gefühle wurden die drei Musikerinnen verurteilt zwei Jahre im Straflager abzusitzen. Dieses Urteil verletzt Menschen und Bürgerrechte in eklatanter Weise. Wir fordern lautstark die sofortige Freilassung der Pussy Riots:

Free Nadeschda Tolokonnikowa, Marija Aljochina and Jekaterina Samuzewitsch, take down Putin.

Wir sind für Musik jeder Art. Jeder Bochumer soll die Musik hören können, die er mag. Dass der Stadtrat die Mehrheit der Bochumer Bürger zwingen will, einer Minderheit die Karten für Konzerte mit 300 Euro pro Karte aus Steuergeldern zu subventionieren, halten wir allerdings für unangemessen und maßlos.

Wir verstehen nicht, warum bei Schulen, Kindergärten, Büchereien und anderen sozialen Einrichtungen in Bochum massiv Geld eingespart wird, in der Stadt die Straßen Brücken und Grünanlagen verkommen. Gleichzeitig aber jedes Jahr zusätzliches Geld ausgegeben werden soll, um ein neues Konzerthaus zu betreiben.

Wird das Geld, was im sozialen Bereich und der Bildung bei den einfachen Bürgern und der Instandhaltung der städtischen Infrastruktur eingespart wird, dazu verwendet um wenigen Bochumer Bürgern einen musikalischen Hochgenuss zu ermöglichen?

Warum werden die für das Musikzentrum und die Jahrhunderthalle auf die Stadt zukommenden jährlichen Ausgaben nicht z.B. in die Schulen investiert? Hat Bildung in Bochum keine Priorität?

Wir unterstützen die Bochumer Bürger in ihrem Anliegen an Stelle des Stadtrates selbst darüber zu entscheiden, ob Bochum sich ein neues Konzerthaus leisten soll.

Für unsere Bochumer Fans werden wir daher heute noch ab ca.12:30 Uhr an der „Halle der Demokratie“ Unterschriften für das Bürgerbegehren sammeln und Autogramme geben.

Lena Nitro, Kitty Core und Aileen Taylor Pussy Riots, Chamber Bochum

Ich habe das ganze bewusst zurück haltend formuliert. Das Bürgerbegehren muss ja „seriös“ sein. Daher müssen die Mädels unbedingt bunt, aber nicht wirklich freizügig, eher zurückhaltend auftreten. Wir dürfen nicht dahingehend mißverstanden werden können, dass wir mit nackten Tatsachen für das Begehren werben wollen ;-))).

Viele Liebe grüße….hoffe ihr kommt alle und helft uns!!!Bussi eure Kitty!

So viel Bullshit ist ja kaum auszuhalten! Aber für die, die da noch mehr brauchen gibt auch es noch den RTL Mitschnitt.

Debatte um Pressefreiheit in England

Wie sicherlich jeder mitbekommen hat, hat es das ein oder andere Nacktfoto von Prinz Harry in die Zeitung ‚the Sun‘ geschafft. Statt eines handfesten Skandals im Königshaus, Herzinfarkt oder Facepalm der Queen und dem ewigen Rufen nach der Abschaffung der ‚Monarchie‘, nun eine Debatte darüber, was Zeitungen dürfen und wo die Grenzen liegen.
Die Zeitungen pochen auf ihre Pressefreiheit, die Anderen darauf, dass auch Zeitungen eine gewissen Verantwortung tragen. DAS da sind nämlich keine Informationen, die irgendwen etwas angehen, außer den Prinzen und die Begleiterin. Naja und evtl. die Person, die auf den Auslöser gedrückt hat.

„Das ist alles sehr geflickschustert“

Ja, da hat der Herr Somuncu irgendwie recht. Aber die Überschrift passt nicht nur zum eigentlichen Kommentar, sondern vielmehr zur Berichterstattung selbst. Da schaffen es diese ‚Journalisten‘ tatsächlich den Namen 3 mal falsch zu schreiben. Gut, zweimal gleich falsch, dennoch falsch.

Ich habe mir deshalb erlaubt das in den Kommentaren zu kritisieren und siehe da, innerhalb von Minuten ist der Drops gelutscht. Die Fehler sind korrigiert, die ersten Kommentare sind veröffentlicht. Aber nicht alle. Es gibt aktuell 3 Kommentare, aber nur 2 werden angezeigt. Also ich weiss, was in dem Dritten stand.

Wundersamer Weise hat sich an der Uhrzeit der Veröffentlichung nichts geändert *g*

EDIT: Nachdem sich offensichtlich nicht die Einzige war nun ein Update:

Falsche Schreibweise
14. August 2012 – 20:36 — Moderation

Sehr geehrte UserInnen,

vielen Dank für Ihre Hinweise auf die falsche Schreibweise von Herrn Somuncu. Wir haben diesen Fehler nun behoben.

Mit besten Grüßen
die Moderation

Mir wären Lektoren lieber.

Der Fettnapf des Tages geht an:

Eine Journalistin der Welt. Ich schätze Tina Kaiser war es, aber ganz klar ist das nicht.

Grund dafür ist dieser Artikel auf Welt online.

Der Artikel ist der blanke Hohn. Hier versucht eine Journalistin einen Weltstar absichtlich schlecht darstehen zu lassen und als er von sich aus schon nicht ausreichend peinlich ist, stellt sie ihm in passender Manier die passenden Fragen und schon hat man einen wunderbaren Skandal.

Der Beigeschmack des Artikels ist reichlich bitter, wie man an einigen Zitat sehr schön belegen kann.

„40 Stühle waren aufgestellt in dem kleinen Raum. Niveau hat das hier, dicke Teppiche, Wände und Decken mit edelstem Stuck ausgekleidet.“
„Englisch sei die universelle Sprache in seiner bekanntlich weitläufigen Familie, sagt er mit breitem, deutschem Akzent.“
„Die Gastfreundschaft der Briten, die Musikszene und die abwechslungsreiche Küche. „Kwesin“, sagt Becker. Das soll wohl „cuisine“ heißen. Französisch kann er auch, der Weltstar.“

Das da ist alles nicht nett. Dann die Fragen der ‚Welt‘-Reporterin:

„Es ist interessant, dass Sie in Großbritannien ein soviel positiveres Image haben als in Deutschland. Woran liegt das? Haben Sie sich deshalb für den Job als Botschafter entschieden? Oder hat das mehr mit Ihren Problemen mit Ihrer Villa auf Mallorca zu tun, für die Sie angeblich nicht mehr die Rechnungen zahlen können? Sind Sie deshalb auf der Suche nach zusätzlichen Jobs?“

„Das war nicht sehr nett, zugegeben. Aber ein Medienstar muss das aushalten können.“

Richtig! Das war nicht nett und auch vollkommen unangebracht! Und wer bestimmt eigentlich alles, was ein Medienstar aushalten muss und was nicht? Wie in dem Artikel treffend beschrieben

„Der Tennisstar wirkt selbstsicher und entspannt. Lächelnd goutiert er jede Frage als sehr gut, sprüht vor Charme. Die Menschen mögen ihn hier. In Gegensatz zu seinem Heimatland hat er es in Großbritannien geschafft, ein angesehener Tennisexperte zu werden. Als BBC-Fernsehkommentator wird er hoch geschätzt.“

Dagegen

„In Deutschland dagegen wird er eher an seinen Fehltritten gemessen: Steuerhinterziehung, Samenraub in der Besenkammer, gescheiterte Geschäftsversuche, zuletzt der Skandal um seine Villa auf Mallorca, die bald zwangsversteigert wird. Handwerker werfen Becker vor, er habe ihre Rechnungen nicht beglichen.“

Woran liegt das? Vielleicht an der Skandallust der deutschen Reporter? Vielleicht an der widerwärtigen Art wie der Axel Springer Verlag, zu dem die ‚Welt‘ gehört, versucht Quote zu machen? Mir wird schlecht!

Skandal! Da macht wer falsche Nachrichten

und es ist das normale Fernsehen!

Udo Vetter vom Lawblog hat heute einen interessanten Eintrag.

Zwei Studierende haben ein gesellschaftspolitisches Experiment gestartet und damit zumindest eine Bürgerin so verunsichert, dass diese die Polizei anrief. Diese handelte sofort und setzte die Studierenden unter Druck, so dass sie ihre Seite mit den Falschmeldungen über eine Virusepidemie in Süddeutschland wieder vom Netz nahmen.

Nun wird ermittelt, wie man den beiden am besten an den Karren fahren kann, denn so etwas ist nicht lustig.

Stimmt! Das ist nicht lustig. Das ist bitter ernst. Wo kämen wir denn hin, wenn solche Hirngespinste verbreitet werden dürften. Wer soll denn da die richtigen Epidemien wie die Killerbakterien auf Gemüse und Sprossen noch ernstnehmen?
Gut, ich habe das eh nicht ernstgenommen. Und ich habe damals keine 5 Minuten daran geglaubt, dass es spanische Gurken waren. Die Sprossen klingen plausibel, aber kommt das mit der geringen Anzahl Erkrankter hin? Wahrscheinlich nicht. Und bei der Anzahl an Erkrankungen damals war das Medienecho auch viel zu aufgebauscht. Ich meine das waren 20 oder 30 oder 50 Leute, die im Krankenhaus lagen. Die Wahrscheinlichkeit sich einen bösen Keim einzufangen ist in so manchem Krankenhaus größer als auf dem heimischen Salatblatt.

Stellt sich die Frage: Wieso ist Panikmache bei Medien ok, Studis mit Projekt dürfen das aber nicht?

Von der Leine

ist die von der Leyen.

Sie wird einfach nicht müde eine Frauenquote in Führungspositionen zu fordern. „Es ist erschreckend wie wenig sich da in den letzten Jahren getan hat.“

Tja, Frau von der Leyen. Wenn ich bedenke wie wenig Frauen vor 20 Jahren in der Politik das Sagen hatten und wieviele da jetzt rumidlen, dann wundert mich das nicht. Es hat lange gedauert bis sich das in der Politik durchgesetzt hat und hier hat man alle 4 Jahre freie Wahlen. In den meisten Unternehmen bleiben die Topmanager wesentlich länger als 4 Jahre und dementsprechend kann da auch niemand schnell nachrücken.

Ob Quoten helfen? Nur symptomatisch, aber nicht generell. Entweder werden die Unternehmen die Strafzahlungen akzeptieren oder man nimmt, was man kriegen kann. Ob das dann immer das Richtige ist, ist fraglich.