Manchmal muss man sich zum Deppen machen

… damit einem überhaupt jemand zuhört.

So ist das auch in der NRW Piratenfraktion. Belächelt und teilweise über den Tisch gezogen. Anders kann man das leider nicht mehr erklären. Was Daniel Düngel schrieb habe ich ja schon verlinkt. Nun die aktuelle Aktion der NRW Fraktion: Das Zombiebügeleisen aus der Hölle.

Klingt bekloppt, aber genau so will man uns haben. Als Pöbel (Daniels krankes System) und als Spinner (Bügeleisen) sollen wir gesehen werden. Dann kommen auch die Medienvertreter und berichten nur zu gern. So auch dieses Mal. Dumm nur, dass unsere Leute dieses Mal darauf vorbereitet waren.

TAZ – Zombies unter uns

In diesem Artikel wird wunderbar beschrieben, was man sonst von unserer Fraktion denkt:

In den Redaktionen sehen deshalb viele die Piraten vorm Absturz in den „endgültigen Schwachsinn“.

Und genau deshalb war die Presse auch vor Ort. Sie wollten Schwachsinn erleben und darüber schreiben. Das ist natürlich ihr gutes Recht, keine Frage. Und ja ich haue hier gerade etwas auf der Presse herum, aber warum sollte ich das auch lassen? Während des Bundestagswahlkampf, mitten in der Snowden-Affäre waren die Pressekonferenzen verwaist. Und nun? Nun, wo man die Piraten liebend gern tot schreibt, da kommen die auch noch mit so einer blöden Überschrift. Da will halt jeder der Erste beim zutreten sein.

Tja, Pech, es gab nichts zum reintreten. Aber das macht ja nichts. Dieses Mal lässt man den Skandal, dann wieder Skandälchen sein und geht zum Tagesgeschäft über, oder habt ihr was darüber gelesen?

Virtuelle Freunde. Geht sowas?

Viele werden sich diese Frage schon gestellt haben, wenn sie mich schonmal über die Online-WG oder irgendwelche Spiele haben reden hören.

Virtuelle Freunde. Die sind doch gar nicht echt! Die können dir sonstwas vorlügen und du wirst es ihnen, wenn du naiv genug bist, glauben. Aber wie naiv ist der Mensch denn in dieser Beziehung? Wie weit kann ein Mensch über Jahre hinweg einen anderen seine wahre Identität vorenthalten? Ich weiss es nicht. Ich habe schon viele kommen und gehen sehen, aber für jene, die geblieben sind, würde ich meine Hände ins Feuer legen. Oftmals sieht man sich auch online Monate, wenn Jahre nicht und dann, ja dann ist es wieder da. Ein Name, eine Erinnerung. Ein freudiges Hallo, wie geht es dir? Und schon findet man sich Stunden später am Ende des Gesprächs wieder. Facebook erleichtert es einem auf dem Laufenden zu bleiben.

Auf dem Laufenden hielt mich diese Woche das Profil einer meiner virtuellen Freundinnen. Virtuell, und trotzdem konnte ich mir die Tränen nicht verkneifen. Einer ihrer Söhne war vor einigen Tagen auf dem Schulweg unter einen der (Klein-)Busse geraten. Es stand einige Tage nicht gut um ihn. Doch dann hat er es geschafft. Er ist dem Tod von der Schüppe gesprungen. Knapp, sehr knapp. Sofort musste ich an meine Neffen denken. Der Kleinste von ihr ist in deren Alter. Ein Gedanke folgte dem Nächsten… wie helfen? Virtuell. Sie wohnt über 400 km entfernt. Aber helfen… helfen muss doch irgendwie gehen. Und auch dafür gibt es virtuell Hilfe. Dieses Internet denkt einfach mit.